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Sport stärkt die Lunge: Für mehr Lebensqualität im Alltag

Sport wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem sowie die Lungenfunktion aus. Vor allem für COPD-Patienten führt Training zu mehr Lebensqualität.

(akz-o) Husten, Auswurf, zunehmende Atemnot – für Menschen mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) sind diese Symptome ständige Begleiter. Nicht nur moderne Medikamente können helfen: „Sport spielt bei der ganzheitlichen Therapie von COPD ebenso eine wichtige Rolle“, sagt Dr. Matthias Krüll, niedergelassener Lungenfacharzt in Berlin. „Das Training stärkt die Belastungsfähigkeit im Alltag und führt zu einem Plus an Lebensqualität.“

Ob Walken, Radfahren oder Schwimmen – bis auf wenige Ausnahmen eignet sich für COPD-Patienten fast jede Sportart, sofern sich die Trainierenden nicht überlasten. „Die Hauptsache ist, dass sie die Bewegung regelmäßig ausführen. Ideal sind drei bis vier Einheiten pro Woche“, erklärt Dr. Krüll. Das Training stärkt die Leistungsfähigkeit der Lunge sowie des Herz-Kreislaufsystems. Insbesondere Patienten mit fortgeschrittener COPD profitieren von einem zusätzlichen Krafttraining. „Denn aufgrund der zunehmenden Atemprobleme sind Betroffene häufig weniger aktiv, sodass der Körper wertvolle Muskelmasse abbaut.“

Die Atemwege weiten

Damit COPD-Patienten im Alltag sowie beim Training nicht die Luft weg bleibt, benötigen sie eine maßgeschneiderte medikamentöse Therapie. Dazu gehören meist langwirksame Bronchodilatatoren. Sie werden täglich eingenommen und weiten die Atemwege. Bewährt hat sich beispielsweise der Wirkstoff Tiotropium, der u.a. in Form von Trockenpulver-Kapseln angeboten wird. Durch einen Knopfdruck am Inhalator sticht der Patient Löcher in die Kapsel, so dass das Pulver bei der Einatmung eingeatmet werden kann. Seit einiger Zeit sind Trockenpulver-Kapseln auch alternativ mit einem neuen Inhalator erhältlich, der ergonomisch geformt ist und sich leicht bedienen lässt. Nach jeweils 30 Anwendungen wird der Inhalator ausgetauscht (weitere Infos unter www.aktiv-durch-atmen.de).

Für den Fall, dass es während des Trainings zu akuter Atemnot kommt, sollten COPD-Patienten zudem stets einen Inhalator mit kurzwirksamen Bronchodilatatoren bei sich tragen. Im Notfall entfalten sie innerhalb weniger Minuten ihre Wirkung.

Erst checken, dann trainieren

Bevor Lungenpatienten mit dem Sport beginnen, sollten sie bei ihrem Arzt vorbeischauen. Der Experte kann durch einen Lungenfunktionstest herausfinden, wie belastbar das Atemorgan ist und mit welcher Intensität trainiert werden sollte. „Die Einheiten müssen an die Leistungsfähigkeit der Patienten angepasst werden“, betont Dr. Krüll. Wer nicht gerne alleine Sport treibt, kann sich einer Lungensportgruppe anschließen. In den Kursen trainieren COPD-Patienten unter fachmännischer Anleitung.

Autor:

Kraichgau News Ratgeber aus Bretten

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