Dehom in Ober- und Untergrombach: Das mittelalterliche „Städtl“ von Obergrombach

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BRUCHSAL-OBERGROMBACH (ch) Dadurch, dass der Grundriss der Obergrombacher Ortsmitte über die Jahrhunderte hinweg kaum verändert wurde, hat sich ihr mittelalterlicher Charakter bis heute in erstaunlicher Weise erhalten. Das „Städtl“, wie der kleine historische Ortskern der mittelalterlichen Stadt von den Einheimischen liebevoll genannt wird, besticht durch seinen auch auf zahlreiche private Restaurierungen zurückzuführenden, malerischen Charme.

Malerischer Charme

Der Hauptzugang führt unter dem im 18. Jahrhundert erbauten Rathaus hindurch. In einer Nische an der Rathausfassade stand früher offenbar eine gotische Madonna mit Kind auf der Mondsichel, das Wahrzeichen Obergrombachs. Der bogenförmige Rathausdurchgang ebenso wie ein laut Schlussstein erst 1982 dahinter an einem Reststück der mittelalterlichen Stadtmauer errichteter Torbogen erinnern an das frühere mittelalterliche Torgebäude. Der Ortskern hatte ursprünglich nur zwei Straßen, die rechtwinklig vom ehemaligen Marktplatz abzweigten.

Zwei Gassen und das "Ofenloch"

Während die Burgstraße einst den Zugang zur Burg ermöglichte und heute oben am Berg in die Helmsheimer Straße mündet, endet die Brunnenstraße noch heute als Sackgasse. Deswegen und wegen der dort früher oft rauchenden Kamine heißt dieser Bereich im Volksmund das „Ofenloch“. Der Name Brunnenstraße weist auf die am Fuß des Burgbergs liegende Grombachquelle hin.

Wertvolle Fresken in der Schlosskapelle

Neben der Quelle steht die Schlosskapelle. Sie beherbergte ursprünglich die 1346 erstmals erwähnte alte St. Martinskirche, deren Vorgängerbau der Burganlage weichen musste. Bis die katholische Gemeinde in die neue, größere Martinskirche umzog, war sie deren Pfarrkirche, diente ab 1844 vorübergehend der kleinen jüdischen Gemeinde als Synagoge und wurde 1888 von der Familie von Bohlen und Halbach erworben, die sie seither der evangelischen Gemeinde zur Verfügung stellt. Wegen ihrer wertvollen Fresken aus dem 15. Jahrhundert ist sie nur eingeschränkt zugänglich.

Alle Fotos: ch

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Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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