Ortsverbände aus Bretten, Walzbachtal und Königsbach-Stein kritisieren zu hohe Emmissionen und Zerstörung von Natur
Grüne gegen Steinbruch-Erweiterung von Opterra in Wössingen

Das Opterra-Werk in Wössingen.
  • Das Opterra-Werk in Wössingen.
  • Foto: Nadine Kernchen Fotografie
  • hochgeladen von Christian Schweizer

Walzbachtal (swiz) In einer gemeinsamen Stellungnahme haben die Ortsverbände der Grünen aus Bretten, Walzbachtal und Königsbach-Stein die Erweiterung des Steinbruchs Lugenberg abgelehnt. Wie die Brettener Woche berichtet hat, nutzt das Opterra-Zementwerk Wössingen Kalkstein, der aus dem Steinbruch auf der Kuppe des Lugenbergs gewonnen wird, zur Herstellung von Zement. Weil der Steinbruch inzwischen aber an seine Grenzen stößt, plant Opterra unter anderem eine Erweiterung der Abbauflächen im bestehenden Steinbruch. Zudem sind Erkundungsbohrungen in den Wäldern der Gewanne "Am Sulzweg" und "Grundreisig" geplant, um eventuelle neue Abbaugebiete zu erschließen.

"Beeinträchtigung von Umwelt und Natur"

Das Zementwerk in Wössingen beeinträchtige seit vielen Jahrzehnten erheblich die Umwelt und Natur, so der Vorwurf der Grünen. "Neben dem Lärm und dem immensen Wasserverbrauch sind vor allem die Emissionen, wie zum Beispiel CO2 oder Quecksilber, zu nennen. Gerade bei den Emissionen gibt es leider gesetzliche Regelungen, die deutlich höhere Grenzwerte als Müllverbrennungsanlagen oder Kohlekraftwerke zulassen", so die Ortsverbände. Ein Antrag der Grünen Bundestagsfraktion, die Grenzwerte anzugleichen, sei kürzlich im Bundestag abgelehnt worden. "Es gibt durchaus die Technik, um die Emissionen zu reduzieren, aber gerade in Wössingen wird weiterhin veraltete Technik eingesetzt und nichts zur Entlastung der Umwelt beigetragen", kritisieren die Grünen.

"Großer Eingriff in die natürliche Umgebung"

Die Erweiterung des Steinbruchs bedeute aber nicht nur die Verlängerung dieser Umweltverschmutzung. "Sie bedeutet auch einen großen Eingriff in die natürliche Umgebung von Wössingen und Dürrenbüchig. Zudem wird die Belastung der Bevölkerung von Dürrenbüchig zunehmen. Weil durch die Erweiterung in diese Richtung, die Erschütterungen bei den Sprengungen im Steinbruch noch stärker zu spüren sein werden als bisher", heißt es in der Mitteilung der Grünen weiter.
Man sei daher der Meinung, dass kein neuer Steinbruch in einem Waldgebiet zwischen Walzbachtal, Bretten oder Königsbach-Stein erschlossen werden dürfe. "Die Abholzung des jahrhundertealten Waldes, in dem auch wichtige Wasserquellen und Keltengräber liegen, wird von uns grundsätzlich abgelehnt." Daher sei man gegen die Erweiterung des Steinbruchs und sehe keine Notwendigkeit, diese Fläche im Regionalplan vorzuhalten.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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