Bürgermeisterwahlen in Walzbachtal
Im zweiten Anlauf: Özcan schafft den Sprung ins Rathaus

Timur Özcan (Mitte) wird der neue Bürgermeister in Walzbachtal und beerbt damit Karl-Heinz Burgey (links).
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  • Timur Özcan (Mitte) wird der neue Bürgermeister in Walzbachtal und beerbt damit Karl-Heinz Burgey (links).
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  • hochgeladen von Christian Schweizer

Walzbachtal (Alexander Jähne) Wer Bürgermeister im Walzbachtal werden will, der muss auch mal ein paar Überstunden machen oder eine Wochenendschicht mehr absolvieren. Nach einem denkbar dramatischen Wahlausgang vor zwei Wochen ist Timur Özcan das gelungen, was ihm am Sonntag, 7. Juli, noch verwehrt geblieben war: Der Sprung ins örtliche Rathaus mit einem Ergebnis, das keine weiteren Fragen mehr offen ließ. Mit 65 Prozent beziehungsweise exakt 2834 Stimmen ließ der gerade mal 28-Jährige aus Mannheim seine drei Mitbewerber ziemlich eindeutig hinter sich. Beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatten Özcan lediglich etwa zehn Stimmen gefehlt, um die erforderliche 50-Prozent-Hürde zu knacken.

Wahlbeteiligung von 56 Prozent

„Wow! Das macht glücklich!“, waren Özcans erste Worte zum Wahlergebnis. Gleich darauf betonte er, mit den Menschen aus Walzbachtal eine „gemeinsame Zukunft fernab jeglicher Parteizugehörigkeit“ gestalten zu wollen. Von exakt 7826 wahlberechtigten Bürgern hatten genau 4386 Personen ihr Kreuz gemacht, was einer Wahlbeteiligung von rund 56 Prozent entspricht.

Weber: "Hätte ein bisschen mehr erwartet"

Der parteilose Siegfried Weber landete mit 1.286 aller Stimmen beziehungsweise 29,6 Prozent auf dem zweiten Platz. Der gebürtige Wössinger wollte sich vor allem für eine bessere Trinkwasserversorgung und mehr Bürgerentscheide einsetzen. „Ich hätte mir ein bisschen mehr erwartet“, gab er ganz offen zu und auch die Drittplatzierte Iris Würtz trug ihr Ergebnis mit Fassung. Die fast 59-Jährige wollte der finanziell arg strapazierten Gemeinde mit alternativen Finanzierungsmodellen aus den roten Zahlen helfen, erreichte jedoch nur vier Prozent beziehungsweise 174 aller Stimmen. Sascha Oehme („Die Partei“), der vor acht Jahren schon einmal kandidiert hatte, bildete in der Endauszählung das Schlusslicht – 44 Walzbachtaler votierten für ihn.

Mit einem Ständchen begrüßte der Gesangsverein „Eintracht Frohsinn“ den neuen Schultes und sogar das Badnerlied wurde in einer fast schon lokalpatriotischen, mit lautem Fußgetrappel untermalten Version aufgespielt, bevor der Willkommensfestakt auf dem Rathausplatz feierlich eingeläutet wurde.

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Kraichgau News aus Bretten

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