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Bürgermeisterwahl Knittlingen
Jochen Stöhr kandidiert als Bürgermeister

Mit einem Plakat am Ortsausgang macht Jochen Stöhr auf seine Bürgermeister-Kandidatur aufmerksam.
  • Mit einem Plakat am Ortsausgang macht Jochen Stöhr auf seine Bürgermeister-Kandidatur aufmerksam.
  • Foto: ger
  • hochgeladen von Katrin Gerweck

Knittlingen (ger) Allmählich nimmt das Bewerber-Karussell um das Amt des Bürgermeisters in Knittlingen Fahrt auf. Nach Alexander Kozel, der schon vor den Sommerferien seine Kandidatur angekündigt hatte, hat bereits am Montag, 6. September, auch Jochen Stöhr seinen Hut in den Ring geworfen, teilt das Rathaus mit. Aus Datenschutzgründen musste die Verwaltung allerdings erst die Einwilligung zur Herausgabe seines Namens einholen. Vielen Knittlingern dürfte Stöhrs Absicht schon bekannt sein, hat er sie doch bereits auf einem Plakat am Ortsausgang Richtung Maulbronn sowie mit Flyern angekündigt. Stöhr ist 58 Jahre alt und führt zwei eigene Firmen in der Baubranche, die im Ort ansässig sind. Er wohnt seit 20 Jahren in Knittlingen, ist verheiratet, Vater eines adoptierten Kindes und nimmt auch immer wieder ältere Pflegekinder ab 16 Jahren unter seine Fittiche, die er dann beim Schritt ins Ausbildungs- und Berufsleben unterstützt.

"Langfristige Planung für Knittlingen"

Sein Motto im Wahlkampf lautet „Mit den Bürgern für Knittlingen“. In seinen Augen brauche es für den Ort eine „langfristige Planung, wohin man kommen und was man machen möchte.“ Mit einem Acht- oder Zehnjahresplan, bei dem man etwa alle zwei Jahre schaut, wie weit man gekommen ist, wüssten alle Bürger, wohin die Richtung geht. Es stehe in den nächsten Jahren viel an in der Fauststadt, zum Beispiel die Frage, ob die alte Turn- und Festhalle, die derzeit gesperrt ist, saniert oder eine neue gebaut werden soll. Das in die Jahre gekommene Rathaus, das nicht einmal einen Aufzug habe, müsse dringend barrierefrei und auch sonst modernisiert werden, nicht nur die Technik im Sitzungssaal. „Der öffentliche Arbeitgeber sollte Vorbild sein“, ist Stöhrs Meinung, „aber wo haben wir auf öffentlichen Gebäuden etwa Solar-Anlagen?“ Auch im Hinblick auf die dünne Personaldecke in der Verwaltung würde er als Bürgermeister die Arbeitsbedingungen für die Angestellten verbessern. Er sei zwar kein Verwaltungsfachmann, habe als Unternehmer aber Ahnung von vielen Themen, vor allem im Hinblick auf Kosten. „Unternehmertum im Rathaus würde guttun“, ist er sich sicher, weiß aber auch, dass man es als Bürgermeister nicht jedem recht machen kann.

Klage um das Wahlrecht

Für die Bewohner der Fauststadt ist der parteilose Stöhr kein Unbekannter. Er war bei der letzten Gemeinderatswahl angetreten und hatte 1.381 Stimmen bekommen. Da er mit einer eigenen Liste ins Rennen gezogen war, hatte diese Zahl nicht für den Einzug in das Gremium genügt, wobei andere Kandidaten mit weniger Stimmen eingezogen waren. Stöhr klagte dagegen. „Mir geht es dabei nicht darum, unbedingt noch in den Gemeinderat zu kommen, sondern um das Wahlrecht an sich, das es einem Einzelkandidaten unmöglich macht“, stellt er klar. Parteienzugehörigkeit hält er gerade auf Kommunalebene für unsinnig. Die Klage hat inzwischen die zweite Instanz erreicht und ist im Verwaltungsgericht in Mannheim anhängig. Schon damals hatte Stöhr versprochen, als Bürgermeisterkandidat anzutreten, „wenn sich außer Hopp keiner aus dem Ort sonst aufstellen lässt“. Wenn es noch mehr ernsthafte Bewerber werden, würde er das begrüßen. „Eine Auswahl von vier bis fünf Kandidaten wäre gut für die Demokratie.“ Jeder kann mit Engagement etwas bewegen, ist Stöhr überzeugt.

Auch Hopp wird wieder antreten

Die Bewerbungsfrist geht noch bis Sonntag, 26. September. Die Wahl findet am 24. Oktober statt. Auch der Amtsinhaber Heinz-Peter Hopp hat bekundet, wieder antreten zu wollen. Es wäre dann seine vierte Amtszeit.

Autor:

Katrin Gerweck aus Bretten

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