Projektstart für Gesundheitszentrum in Knittlingen: Tagespflege und Autoschalter geplant

Das geplante Gesundheitszentrum in Knittlingen: Seine Lage direkt unterhalb der B35 soll auch Patienten aus anderen Gemeinden anziehen.
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  • Das geplante Gesundheitszentrum in Knittlingen: Seine Lage direkt unterhalb der B35 soll auch Patienten aus anderen Gemeinden anziehen.
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Der Wunsch wurde schon vor zwei Jahren bei der Eröffnung der Zeppelinklinik in Knittlingen formuliert: Die Zahnklinik galt damals als erster Baustein eines auch das Nachbargrundstück einbeziehenden, umfassenden Gesundheitszentrums. Jetzt ist auch für dieses Projekt der Startschuss gefallen.

KNITTLINGEN (ch) Der Wunsch wurde schon vor zwei Jahren bei der Eröffnung der Zeppelinklinik in Knittlingen formuliert: Die Zahnklinik galt damals als erster Baustein eines auch das Nachbargrundstück einbeziehenden, umfassenden Gesundheitszentrums. Jetzt ist auch für dieses Projekt der Startschuss gefallen.

Mehrere Gründe für Gesundheitszentrum

Das ortsansässige Architekturbüro Göhner & Schrade, das auch federführend bei der Planung der Zahnklinik war, hat bereits erste Pläne für das Gesundheitszentrum vorgelegt. Nach Abschluss der Entwurfsplanung gehe man nun in die Genehmigungsplanung, kündigte Patric Göhner, einer beiden Büroinhaber, an. Auf einer neuen Internetseite www.gz-knittlingen.de werden unter anderem Visualisierungen und Mustergrundrisse des geplanten Gebäudes gezeigt. Als Ansprechpartner und Projektentwickler firmiert Dr. Dr. Hans O. Werner. Der Arzt betreibt in Karlsruhe eine Praxisklinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie. Das über 4.500 Quadratmeter große Grundstück an der Wiesenstraße gehört der Stadt. Nach Auskunft von Knittlingens Bürgermeister Heinz-Peter Hopp sprechen für das Gesundheitszentrum gleich mehrere Gründe. Zum einen stünden in absehbarer Zeit bei örtlichen Arztpraxen Generationswechsel an. Außerdem seien deren Praxisräume oft nicht barrierefrei. Zum anderen stelle die gleichzeitige Erreichbarkeit mehrerer ärztlicher Fachrichtungen am selben Ort auch für die Patienten einen Pluspunkt dar.

Zuerst einheimische Ärzte angesprochen

Mit einer Präsentation vor Ärzten begann nun auch die Akquisephase. „Wir haben zuerst die Knittlinger Ärzte angesprochen“, sagt Göhner. Anschließend sei die Akquise auf den ganzen Enzkreis ausgedehnt worden. Eine kreisübergreifende Suche ist nicht geplant. Der Grund: „Innerhalb des Kreises können Ärzte den Standort wechseln, ohne eine neue Zulassung beantragen zu müssen.“ In Knittlingen existieren derzeit vier Allgemeinarztpraxen, ein Internist, ein Psychotherapeut, zwei Kinderärzte und – außer der Zahnklinik – zwei weitere Zahnarztpraxen. Noch sei die medizinische Versorgung ganz gut, sagt der Rathauschef. „Aber wir wollen rechtzeitig Vorsorge treffen, dass wir möglichst nie in einen medizinischen Notstand geraten.“

Tagespflege soll Lücke schließen

Das Gesundheitszentrum richtet sich laut Architekt auch an Hausärzte. In erster Linie wolle man jedoch zusätzliche Fachärzte gewinnen, etwa einen Frauenarzt, einen HNO- und einen Augenarzt. Ergänzend könne man sich medizinische Dienstleister wie beispielsweise eine Physiotherapiepraxis oder einen Optiker vorstellen. Unverzichtbar ist für Göhner eine Apotheke: „Die soll einen Drive-In-Schalter für Autos bekommen – das ist ein Merkmal, das wir unterstreichen wollen.“ Ebenso wichtig ist ihm eine Tagespflege, die es bislang in Knittlingen nicht gebe. Dafür habe man bereits einen Interessenten.

Überörtliche Ausstrahlung erwartet

Göhner rechnet damit, dass das Gesundheitszentrum künftig auch Patienten aus der Umgebung Knittlingens anzieht. Dafür sei der Standort direkt unterhalb der B35 und am Rand eines Gewerbegebiets ideal. In unmittelbarer Nachbarschaft gibt es zudem drei große Firmen mit insgesamt rund 1.800 Mitarbeitern, denen das Projekt neue Möglichkeiten der Gesundheitsvorsorge eröffne. Ein „Riesenvorteil“ laut Göhner: „Wir werden 80 Parkplätze direkt vor dem Haus haben.“ Weitere gemeinsam nutzbare Stellplätze ließen sich eventuell auf einer 700 Quadratmeter großen Vorratsfläche der benachbarten Zahnklinik schaffen. Und die nächste Bushaltestelle liege nur 350 Meter entfernt.

Ziel: Baubeginn zweites Halbjahr 2019

Geplant sind zwei Bauabschnitte. Der erste Abschnitt umfasst laut Architekt rund 1.500 Quadratmeter vermietbarer Fläche. Wobei die Grundrisse so flexibel seien, dass man zwischen einem und vier Mietern unterbringen könne. Sobald zwei Drittel der Fläche vermietet sind, soll mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden. „Unser Wunsch ist, in der zweiten Hälfte 2019 mit der Umsetzung zu starten, aber das hängt von der Resonanz ab“, sagt Patric Göhner.

Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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