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Wie Husten entsteht und wie Sie sich schnell davon befreien können

Husten ist keine eigenständige Erkrankung, sondern lediglich ein Symptom. Allerdings gibt es nahezu keine Atemwegserkrankung, bei der Husten fehlt. Die Ursachen können sowohl eine einfache Erkältung als auch schwerwiegendere Erkrankungen wie Bronchitis, Lungenentzündung oder Lungenkrebs sein. Kinder trifft Husten sogar noch häufiger als Erwachsene. Ihr Immunsystem ist noch nicht vollständig ausgebildet, es muss noch "trainiert" werden. Daher sind Kinder im Durchschnitt acht- bis zehnmal im Jahr erkältet, besonders häufig in den ersten vier Lebensjahren.

Um zu verstehen, wie Sie sich schnell von lästigem Husten befreien können, ist ein wenig Hintergrundwissen hilfreich. Der Arzt unterscheidet zwei Arten von Husten:

  • trockenen (unproduktiven) Husten
  • produktiven Husten mit Schleimbildung

Wo genau liegen die Unterschiede?

Trockener Husten, auch Reizhusten genannt, kann vielfältige Ursachen haben. Einige davon sind:

  • eine beginnende Erkältung
  • Allergien
  • Asthma
  • Schadstoffe in der Umwelt
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Refluxerkrankung

Der häufigste Auslöser für den trockenen, bellenden Husten ist eine beginnende Erkältung. Innerhalb von etwa zwei bis drei Tagen geht der trockene Husten dann in einen produktiven Husten mit Schleimbildung über. Es ist wichtig zu wissen, unter welcher Art von Husten Sie leiden, da sich die Behandlung danach richtet.

Prinzipiell entsteht jeder Husten durch eine Reizung der Schleimhäute in Hals und Rachen. Bei Reizhusten sind die Auslöser oft Schadstoffe in der Luft durch Rauch oder Abgase und Allergene. Trockene Raumluft kann den Rachen allerdings genauso reizen wie - leider - der Hustenreiz selbst. Daher bringt dieser Husten keinerlei Erleichterung. Jeder Hustenanfall reizt die angegriffenen und empfindlichen Schleimhäute noch weiter.

Im weiteren Erkältungsverlauf geht der trockene Husten in einen produktiven Husten über. In den Bronchien wird Sekret gebildet, das die Atemwege reinigt und mitsamt den Krankheitserregern nach und nach abgehustet werden kann.

Die Behandlungsstrategie ist daher zunächst einfach:

  • bei trockenem Reizhusten sollte der Hustenreiz gestillt werden
  • bei produktivem Husten sollte die Schleimbildung unterstützt und das Abhusten erleichtert werden

Husten loswerden - der beste Hustensaft

Schnelle Hilfe bei Husten verspricht ein Hustensaft. Auf dem Markt sind zwei Arten von Hustensäften erhältlich:

  • Hustenstiller
  • Hustenlöser

Wichtig: Hustenstiller und Hustenlöser sollten nicht miteinander kombiniert werden!

Einen Hustenstiller sollten Sie einnehmen, wenn Ihr Husten trocken ist und Sie oder ihr Kind, besonders in der Nacht, sehr quält. Hustenlöser sind dazu gedacht, die Schleimbildung bei produktivem Husten zu unterstützen und das Abhusten zu erleichtern.

Beide Arten von Hustensaft sind mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen erhältlich:

  • Hustensaft pflanzlich
  • Hustensaft chemisch

Sowohl Stiftung Warentest als auch Öko-Test haben in den vergangenen Jahren einen Hustensaft Test durchgeführt. Die Tester kamen zu dem Entschluss, dass Husten in den meisten Fällen von selbst vollständig ausheilt. Es gibt jedoch Mittel, die die Symptome lindern können. Als sehr gute Hustensäfte haben sich dabei Mittel mit pflanzlichen Wirkstoffen durchgesetzt.

Pflanzlicher Hustensaft: Erwachsene und Kinder profitieren gleichermaßen

Hustensäfte auf Pflanzenbasis sind sowohl für Erwachsene als auch für Kinder geeignet. Der besondere Vorteil von pflanzlichen Säften ist, dass sie praktisch keine Nebenwirkungen haben. Pflanzliche Mittel wirken nicht im Gehirn, sondern an Ort und Stelle. Als Inhaltstoffe bei trockenem Husten haben sich Eibisch, Isländisch Moos und Spitzwegerich bewährt. Soll der Saft zähen Schleim verflüssigen, können Sie auf Arzneimittel mit Efeu oder Thymian zurückgreifen.

Als Hustenstiller ist chemischen Wirkstoffen hat sich Dextrometorphan geeignet. Das Medikament hemmt den Hustenreiz im Gehirn. Es gilt als sehr gut verträglich, kann aber Müdigkeit, Schwindel und Übelkeit als Nebenwirkungen haben. Expektorantien in Hustensäften sorgen dafür, dass sich zäher Schleim verflüssigt und abgehustet werden kann.

Welcher Hustensaft für einen selbst am besten ist. Muss man letztendlich selbst ausprobieren.

Kann man sich mit Hausmitteln von lästigem Husten befreien?

Von einer Erkältung kann sich der Körper innerhalb von etwa einer Woche selbst befreien. Mit Hausmitteln können Sie ihn wirkungsvoll bei seiner Selbstheilung unterstützen.

Zu den wichtigsten Maßnahmen bei einer Erkältung gehört: viel trinken. Flüssigkeit wirkt dem Austrocknen der Rachenschleimhaut entgegen und hilft beim Verflüssigen des zähen Schleims. Es ist jedoch nicht egal, was Sie trinken. Vermeiden Sie zu heiße, zu kalte und kohlensäurehaltige Getränke. Sie alle reizen einen entzündeten Hals noch weiter. Am besten trinken Sie stilles Wasser oder Kräutertees. Viele Pflanzen enthalten Inhaltsstoffe, die entzündungshemmend und antibakteriell wirken. Bei Husten und Halsschmerzen haben sich Tees mit folgenden Extrakten bewährt:

  • Kamille
  • Salbei
  • Fenchel
  • Thymian
  • Efeu
  • Spitzwegerich
  • Eibisch

Heiße Milch mit Honig
Die Wirkung von Honig ist inzwischen wissenschaftlich bestätigt. Honig ist desinfizierend, antibakteriell und entzündungshemmend. Er hilft auch ohne Milch. Honig entfaltet seine Wirkung auch, wenn Sie täglich zwei bis drei Esslöffel langsam im Mund zergehen lassen. Beachten Sie jedoch, dass Kindern unter einem Jahr kein Honig verabreicht werden darf!

Inhalieren
Inhalieren hilft vor allem bei trockenem Reizhusten. Am einfachsten funktioniert es mit einem Inhalator mit Mund- und Nasenaufsatz. Der Wasserdampf befeuchtet die Atemwege, Zusätze wie Salbei beruhigen diese.

Brustwickel
Ein altes Hausmittel bei Erkältung sind Brustwickel, besonders mit zerstampften Kartoffeln. Die Wärme wirkt durchblutungsfördernd sowie entspannend und beruhigt die Bronchien. Kartoffeln speichern die Wärme besonders lange. Eine ähnliche Wirkung erzielt auch eine Wärmflasche mit warmen Wasser.

Hustenbonbons und Halstabletten
Als schnelle und zuverlässige Hilfe für unterwegs eignen sich Lutschbonbons oder Halspastillen. Das Lutschen befeuchtet und beruhigt den Rachen. Kräuterbonbons enthalten zudem Pflanzenauszüge, die unterstützend wirken. Bei feuchtem Husten mit viel Schleimbildung sollten Sie Zitronenbonbons lutschen.

Autor:

Silke Oster aus Region

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