BUND startete neue Reihe „Art des Monats“
Biologische Vielfalt: Global denken, lokal handeln

Berlin (kn) Die biologische Vielfalt befindet sich in einer tiefen Krise, teilt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) mit. Viele Arten seien weltweit vom Aussterben bedroht. Zum Internationalen Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt am 22. Mai startete der BUND die neue Reihe „Art des Monats“. Mit Artensteckbriefen will der BUND in den kommenden Monaten auf zahlreiche Natur-Kleinode und die besondere internationale Verantwortung Deutschlands für heimische Arten aufmerksam machen. Den Auftakt mache das Bodensee-Vergissmeinnicht, dessen wie Edelsteine leuchtenden Blüten die Seeufer-Kiesel sprenkeln, wenn im April und Mai diese weltweit einmalige Pflanze blühe.

Weltweit einmalige Kleinode auch in Deutschland

Vergissmeinnicht – der Name sei Programm am Tag der biologischen Vielfalt: „Zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt sollten wir uns bewusstmachen, dass der Schutz bedrohter Arten nicht nur eine Aufgabe auf fernen Kontinenten ist, wo in Regenwäldern, Savannen und Korallenriffen die Artenvielfalt besonders reich ist. Auch in Deutschland gibt es weltweit einmalige Kleinode der Biodiversität: Deutschlands Tiger ist die Wildkatze, regional vorkommende Pflanzen wie das Bodensee-Vergissmeinnicht sind global so einzigartig wie manche Orchidee im Regenwald und ebenso bedroht durch den Menschen. Doch engagiertes Handeln kann ihnen helfen“, sagt Magnus Wessel, BUND-Naturschutzexperte.

Bewusstsein für besondere Vielfalt wecken

Gerade erst hatte der BUND mit einer „Woche der Lebensräume“ für den Erhalt der nationalen Biodiversität geworben. BUND-Aktive aus ganz Deutschland hatten in den sozialen Kanälen gezeigt, für welche einzigartigen Lebensräume in Deutschland sie sich engagieren: wilde Wälder, Auen, artenreiche Wiesen und Äcker sowie blühende Streuobstwiesen. Im Anschluss an die „Woche der Lebensräume“ wolle der BUND nun in den kommenden Monaten das Bewusstsein für die besondere Vielfalt hierzulande wecken und für ihren Erhalt eintreten: mit seinen Arten des Monats.

Biodiversität ist Grundlage der Existenz

Neben wildlebenden Arten wie dem Bodensee-Vergissmeinnicht zählten auch alte Kulturarten dazu: Beispielsweise das Bamberger Hörnchen: diese Kartoffel hat eine ockerfarbene Haut und ein nussiges Aroma. Was ist die Moorschnucke, auch Weiße hornlose Heideschnucke genannt? Emmer, auch Zweikorn genannt, ist ein Getreide aus der Gattung Weizen. „Biodiversität ist die Grundlage unserer Existenz, Gesundheit und Lebensqualität. Ob verborgene Schätze oder vermeintlich Altbekannte – für alle gilt: mit gezielten Artenhilfsprogrammen, einer engagierten Agrarwende und einer bundesweiten Renaturierungsinitiative für bedrohte Lebensräume lässt sich viel für unsere Naturschätze tun. Deutschland kann zeigen, dass ihm nicht nur der Tiger im Dschungel, sondern auch die eigenen Kleinode in der Heimat am Herzen liegen“, so Wessel.

Autor:

Beatrix Drescher aus Bretten

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