Ferienaktion der Brettener Woche: Naturschwerpunkt Jeremias

Gerhard Fritz (links) und Bernd Diernberger (blaues Hemd) vom NABU führten über das Gelände des Jeremias.
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  • Gerhard Fritz (links) und Bernd Diernberger (blaues Hemd) vom NABU führten über das Gelände des Jeremias.
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Gerhard Fritz und Bernd Diernberger vom NABU Bretten zeigten auf dem Gelände im Sprantaler Tal die Artenvielfalt des Kraichgaus und erläuterten, welche Angebote für die heimische Flora und Fauna der Arbeitskreis Jeremias schon geschaffen hat und noch schafft. 

Bretten-Sprantal (ger) „Was Sie hier sehen, ist sozusagen eine Momentaufnahme“, schickte Gerhard Fritz vom NABU (Naturschutzbund) Bretten der Führung über das Jeremias-Gelände voraus. Gut Ding will schließlich Weile haben, und das Gras wächst bekanntlich auch nicht schneller, wenn man daran zieht. Wobei es im Falle des 1,3 Hektar großen Flurstücks kraichgautypische Bäume, Sträucher und Kräuter sind, die inzwischen auf dem Boden der ehemaligen Rhododendron-Gärtnerei gedeihen. 2014 verkaufte der Eigentümer das Gelände an den NABU, seither ist ein Arbeitskreis aus derzeit acht Mitgliedern damit beschäftig, dort einen Naturschwerpunkt zu schaffen.

Angebot für die heimische Natur 

Bernd Diernberger und Gerhard Fritz zeigten den rund 20 Leserinnen und Lesern der Brettener Woche, welche Vielfalt an Flora und Fauna sich dort schon angesiedelt hat. Die Grundidee besteht darin, ein Angebot für die heimische Natur zu schaffen. Steinriegel, auf denen sich Eidechsen wohlfühlen, Mäuseburgen aus Strohballen und Holz, Dickicht mit Totholz und Dornensträuchern, Lehmhügel und Feuchtbiotope – alles ist schon bezogen, überall summte, hüpfte und schwirrte es. Libellen gaukelten über die Teiche, Grashüpfer flohen vor den Besuchern, von denen es einem gelang, eine Grille zu fangen. Dem Arbeitskreis ist es wichtig, über sein Tun zu informieren und die Bevölkerung für die Natur zu sensibilisieren. So gab es zum Beispiel schon Aktionen mit Brettener Schulen, die tatkräftig an dem Aufbau der Insektenhotels auf dem Gelände beteiligt waren.

Neugieriger Siebenschläfer

Nach der Bestandsaufnahme 2017, die die Tier- und Pflanzenwelt gleichermaßen umfasste, nimmt die Vogelwarte Radolfzell aktuell auf dem Gelände ein Singvogel-Monitoring vor. Dabei fanden sich so seltene Arten wie der Neuntöter und sogar ein Eisvogel. Und auch größere Tiere haben das Terrain in Besitz genommen. Die Wildkamera, die immer wieder an verschiedenen Standorten installiert wird, nahm schon, wie Diernberger berichtete, Dachs, Iltis, Fuchs und Marder auf. Allein die Wildkatze, für die durch die Anpflanzung von Sträuchern ein Korridor zwischen dem Großem und dem Langen Wald geschaffen werden soll, hat sich bisher noch nicht blicken lassen. Dafür bekamen die Teilnehmer am Ende der Führung einen anderen kuschligen Jeremias-Bewohner zu Gesicht. Aus einem Nistkasten lugte neugierig ein graues Schnäuzchen heraus. Es gehörte einem Siebenschläfer, der sein Mittagsschläfchen unterbrochen hatte, um vorwitzig nach den Besuchern zu schauen.

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