Überregionales Wanderwegenetz kommt

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Bislang fehlte im Wandergebiet Kraichgau-Stromberg eine einheitliche und überörtliche Beschilderung. Das soll sich jetzt ändern mit einem einheitlichen Beschilderungssystem für Wanderwege.

Bretten/Kraichgau-Stromberg (pm) Wandern ist eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in Deutschland. Nach Umfrageergebnissen sagen rund 70 Prozent der Deutschen, dass sie am Wochenende oder im Urlaub gerne wandern. Es gibt ausgesprochen bekannte Wandergebiete wie den Schwarzwald, den Bayrischen Wald, das Fichtelgebirge, die Rhön oder den Harz. Der Kraichgau-Stromberg kann aber landschaftlich durchaus mit diesen "Ersten Adressen" mithalten, wenn man ihn entdeckt. Dann punktet er mit seinen sanften Hügeln, der offenen Landschaft mit bester Fernsicht, den abwechslungsreichen Streuobstwiesen und Weinbergen und nicht zuletzt mit seinen urigen Gastwirtschaften und "Besen" und seiner guten Verkehrsanbindung. Bestens wanderbare Wege führen zu attraktiven Zielen wie Schlössern, Burgen, Museen und Kirchen, aber auch zu Waldspielplätzen und Seen.

Beschilderungssystem für Wanderwege

Bislang fehlte allerdings eine einheitliche und überörtliche Beschilderung und der Wanderer war auf Ortswanderwege beschränkt oder musste sich wie ein Pfadfinder auf seinen Orientierungssinn stützen, auf Karte und Kompass oder auf ein eigenes elektronisches Navigationssystem. Das soll sich jetzt ändern mit einem einheitlichen Beschilderungssystem für Wanderwege. Bereits 2016 hat man die Wanderwegekonzeption für den Kraichgau-Stromberg beschlossen, um ein attraktives Wanderangebot in der gesamten Region zu schaffen. Bis Ende 2018 soll dieses Konzept umgesetzt sein. Dann soll auch eine Wanderkarte vorliegen mit den schönsten Wegen der Region. Das Ganze ist eine Kooperation des Kraichgau-Stromberg mit dem Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Ebenso mit dabei sind der Schwarzwaldverein, der Odenwaldklub sowie der Schwäbische Albverein.

Drei Rundwege unterschiedlicher Länge

Man will die attraktivsten örtlichen Rundwanderwege ausschildern und mit klangvollen Namen versehen. So soll letztlich ein großes Netz von Wanderwegen entstehen, die mit Wanderparkplätzen versehen sind, mit Bus oder Bahn zu erreichen und von Gaststätten, Pensionen oder Hotels flankiert. Das Interesse an diesen Wegen von Seiten der Kommunen ist groß. Waren ursprünglich rund 500 Kilometer geplant, so sind daraus inzwischen 800 geworden, die man in dieses Wanderwegenetz einbeziehen will. Die Beschilderung soll es auch ortsunkundigen Wanderern leicht machen, den rechten Weg zu finden und sich über zurückgelegte und noch zu wandernde Entfernungen zu orientieren. Die Auswahl der Wege wird sowohl den Gelegenheitswanderer als auch den Streckenwanderer berücksichtigen. Es wird Angebote für Familien geben und für die Einzelwanderer, für die Kulturinteressierten und die Naturliebhaber, für den "Kilometermacher" und den "Spaziergänger". Auf dem Gebiet des Naturparks Stromberg-Heuchelberg wird das Angebot zum „Wanderdreiklang“ verdichtet. Ausgehend von gut erreichbaren Wanderparkplätzen kann der Wanderer jeweils zwischen drei Rundwegen unterschiedlicher Länge auswählen, je nach Zeit und Kondition, die der Wanderer zur Verfügung hat.

"Wichtig sind motivierende Ziele, gute Orientierung und Begehbarkeit der Wege"

Eine durchgängige Beschilderung führt zuverlässig zum Startpunkt zurück, ohne Karte, ohne aufwändige Recherche. "Wichtig sind motivierende Ziele, gute Orientierung und Begehbarkeit der Wege sowie eine abwechslungsreiche Streckenführung und 'Erlebnis- oder Adventure-Points' unterwegs", sagen Martin Wolff, der Vorsitzende des Kraichgau-Stromberg-Tourismus und Christina Lennhof, die Geschäftsführerin. "So wird das Gehen zum 'Genuss-Wandern', zur Entdeckertour und zum spannenden Erlebnis für die ganze Familie oder die Wandergruppe. Denn gemeinsam wandern ist doppelt schön." Dieses Projekt sei das größte seiner Art in ganz Baden-Württemberg. Es steigere die Attraktivität des Kraichgau-Stromberg sowohl für die Gäste als auch für die Einheimischen. Ganz besonders sind aber nicht nur die Rundwanderwege, sondern vor allem deren Vernetzung untereinander. Die landschaftlich reizvollsten Wege will man entsprechend bekannt machen und bewerben als "Zugpferde" für den Wandertourismus in der Region. Wanderer können sich also mit dem Start zur Wandersaison 2019 auf viele neue Touren freuen.

Autor:

Havva Keskin aus Bretten

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