Gemeinderat stimmt Beschlussantrag mehrheitlich zu
Auf der B 294 wird bald geblitzt

Bretten (hk) Bisher ist in Bretten nur eine stationäre Geschwindigkeitsmessanlage in Betrieb, nämlich am „Alexanderplatz“. Diese überwacht die Geradeausspuren der B 35. Laut Ordnungsamtsleiter der Stadt Bretten, Simon Bolg, sollen seit 2012 keine schweren Verkehrsunfälle mehr verzeichnet worden sein. Am vergangenen Mittwochabend stimmte die Mehrheit des Gemeinderates dem Beschlussantrag der Verwaltung zu, dass der Auftrag zur Lieferung einer weiteren Anlage an eine Firma aus Wiesbaden für rund 160.000 Euro vergeben werden soll.

Zwei weitere fest installierte „Blitzer“-Säulen für Bretten

Konkret bedeutet das: Zwei weitere fest installierte „Blitzer“-Säulen sollen in den kommenden sechs Monaten am Einmündungsbereich Pforzheimer Straße/K 3568 (Richtung Sprantal) aufgestellt werden mit denen beide Fahrtrichtungen gleichzeitig gemessen werden können. Wie vom Leiter des Brettener Polizeireviers, Bernhard Brenner, dargelegt, gilt der Einmündungsbereich als Unfallschwerpunkt.

Auch Ampelschaltung möglich

Messungen der Polizei hätten ergeben, dass vor allem aus Richtung Pforzheim kommend die zulässige Geschwindigkeit von 70 Stundenkilometer überschritten werden. Deshalb ist dort bereits seit August 2017 die Geschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer begrenzt. Künftig sollen dann die Blitzer die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit überwachen. Wie aus dem Beschlussantrag der Verwaltung zu entnehmen ist, wird die neue Geschwindigkeitsmessanlage auch kompatibel mit einer Rotlichtüberwachungsanlage sein. Je nach Entwicklung des Verkehrs könnte dann der Kreuzungsbereich auch mit einer Lichtsignalanlage ausgestattet werden.

„Die Blitzanlage wird keine Unfälle verhindern“

CDU-Stadtrat Martin Knecht, der sich wie CDU-Fraktionschef Dr. Günter Gauß bei der Abstimmung zum Beschlussantrag enthalten hatte, regte an, die Reihenfolge der Maßnahmen zu überdenken. Die Blitzer-Säulen könnten an dieser Stelle zu Auffahrunfällen führen. Zielführender sei es seiner Ansicht nach, dort zunächst eine Ampelanlage zu installieren. „Ein Abbiegen auf die B 294 – von Sprantal her kommend – wäre dann problemlos möglich“, so Knecht. Fraktionsvorsitzende der FWV, Heidi Leins, könne sich eine Ampelschaltung an dieser Stelle „nicht vorstellen“, da doch bereits wenige hundert Meter die nächste Ampel stehe. Nicht ganz überzeugt zeigte sich Linken-Stadtrat Hermann Fülberth: „Die Blitzanlage wird keine Unfälle verhindern. Die Gefahr eines Unfalls bleibt.“ Die Einheimischen wüssten schon nach kurzer Zeit, dass dort geblitzt wird und drosseln ihre Geschwindigkeit und „der Rest braust durch und kriegt Fahrverbote.“ Sinnvoll wäre eine Kombination aus Blitzer und Ampel. Wenn der Blitzer nicht zur angezielten Erhöhung der Verkehrssicherheit führe, so Bürgermeister Michael Nöltner, dann werde eine Ampelanlage „unvermeidlich“. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass Ampeln zu Rückstaus führen können. Dr. Günter Gauß schlug vor, ein Hinweisschild für die Radarkontrolle, aufzustellen.

Autor:

Havva Keskin aus Bretten

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