Bretten: Andreas Leiling kandidiert für den Posten des Oberbürgermeisters

Andreas Leiling kandidiert für den Posten des Oberbürgermeisters in Bretten.
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Neuer Kandidat für den Posten des Brettener Oberbürgermeisters: Der Stettfelder Unternehmer Andreas Leiling hat seine Bewerbung für das Amt des Oberbürgermeisters von Bretten offiziell abgegeben.

Bretten (swiz) Wenn es um die Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Bretten geht, dann ist die Gerüchteküche immer am Brodeln. Viele Namen wurden und werden genannt, viele haben sich bisher als Schall und Rauch erwiesen. Doch nun hat neben den bisherigen drei Kandidaten, dem amtierenden Oberbürgermeister Martin Wolff, dem Ruiter Ortsvorsteher Aaron Treut (CDU) und Heinz-Peter-Schwertges (Die Linke) mit Andreas Leiling ein vierter Bewerber offiziell seinen Hut in den Ring geworfen und seine Bewerbung für die OB-Wahl abgegeben. Der 55-Jährige, der mit seiner aus Bretten stammenden Ehefrau in Ubstadt-Weiher lebt, ist Geschäftsführer der Firma „themed project group“. Für den Posten des OB kandidiere er, „weil ich mich den Bürgern und der Stadt Bretten verpflichtet fühle”. Er wolle in Bretten etwas bewegen und sieht dabei durchaus schon gute Ansätze vorhanden. „Allerdings bleibt es bisher bei den Ansätzen. Ich bin dafür Planungssicherheit bei den einzelnen Projekten herzustellen und dabei auch ein bisschen über den Tellerrand hinauszuschauen, das fehlt bisher”, erklärt der parteilose Leiling.

Projekte für SWR und Kommunen entwickelt

Und gerade für dieses „Über-den-Tellerrand-hinausschauen” sieht sich Leiling mit seinem beruflichen Hintergrund prädestiniert. Denn der studierte Industriedesigner hat als Selbstständiger bereits an vielen Projekten mitgewirkt. So entwickelte er unter anderem das „New Pop Festival” für den Sender SWR3 und betreute viele Fernsehproduktionen des SWR. Dazu zählen Sendungen wie der „Rockpalast” oder auch die „Montagsmaler” und „Tatort”. Ebenso war er maßgeblich für die Entwicklung neuer Attraktionen im Europapark Rust verantwortlich und entwickelte den Indoor Park „Tropical Island” weiter. Und auch international war der Projektentwickler schon häufig im Einsatz, unter anderem in Griechenland und Italien. Immer öfter habe er in der jüngeren Vergangenheit aber auch Konzept- und Projektentwicklungen für Kommunen gemacht, die ihre Attraktivität für Einwohner, Touristen und potentielle Neubürger wieder erhöhen wollten. „Da geht es dann unter anderem um den demographischen Wandel, das veränderte Kaufverhalten und das teilweise Abwandern von alten Industriestandorten”, so Leiling.

"Bürger immer intensiv in Prozesse einbinden"

Diese Erfahrungen will Leiling im Falle seiner Wahl zum Oberbürgermeister auch für die Entwicklung der Melanchthonstadt einbringen. Dabei wolle er offen für alle Ideen, unabhängig einer parteipolitischen Färbung sein und vor allem, „immer die Bürger intensiv in die Prozesse einbinden”. Dennoch müsse auch zu jedem Zeitpunkt klar sein, „was die Stadt will und was für den Fortbestand der Kommune wichtig ist.” Konkrete Vorstellungen hat Leiling im Gespräch mit der Brettener Woche für die wichtigsten Brettener Themen formuliert. Auf Platz eins steht für Leiling dabei die „sofortige Entwicklung eines Städtischen Leitbildes, eines Masterplans”. Darin müssten Nutzung, Flächenbedarf und Zukunftschancen aufgezeigt werden. Bisher gebe es nur Einzelbetrachtungen, aber kein Gesamtkonzept.

"Altenheim muss bleiben"

Klare Vorstellungen hat Leiling darüber hinaus zum momentan heiß diskutierten Thema „Katholisches Altenheim”. Dieses müsse an seinem bisherigen Standort in der Apothekergasse erhalten bleiben. Auf dem Mellert-Fibron-Areal soll dagegen unter anderem, zusätzlich zu Industrie- und Gewerbeansiedlungen, noch bezahlbarer Wohnraum entstehen. „Die Industrie- und Gewerbegebäude könnten dann als eine Art Lärmriegel an die Bahnlinie gebaut werden.” Dahinter, in Richtung Kraichgau-Center, könnte dann Wohnraum entstehen, so Leiling. Darüber hinaus müssten aber auch noch weitere Flächen für Industrie, Handwerk und Dienstleister ausgewiesen werden. „Als Sofortmaßnahme muss die Erweiterung des Industriegebiets Gölshausen um rund sieben Hektar endlich durchgeführt werden.” Genauso wichtig sei auch die schnelle Entwicklung eines Bebauungsplans für den Sporgassenparkplatz, „natürlich in enger Abstimmung mit den Bürgern und unter Berücksichtigung der für das Sanierungsgebiet Altstadt III-Soziale Stadt abgestimmten Ziele”.Beim Thema „Umgehung” plädiert Leiling für die kurzfristige Festlegung eines eigenen Trassenverlaufs. „Es müssen jetzt die Rahmenbedingungen für die Umgehung geschaffen werden. Denn wenn ich einen Projekt-Auftrag habe, dann gehe ich ja auch nicht erst einmal in den Urlaub.” Weitere Themen des OB-Kandidaten sind die Umgestaltung des Bahnhof-Areals, ein Parkleitsystem, der Hochwasserschutz und ein Fußgänger- und Radwegekonzept.

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