Einweihung der Aussegnungshalle Neibsheim

Zahlreiche Gäste kamen zur Einweihungsfeier der neuen Kapelle in Neibsheim.
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  • hochgeladen von Wiebke Hagemann

Mit einer kirchlichen Weihe wurde die neugebaute Aussegnungshalle in Neibsheim an die Gemeinde übergeben.

Bretten (wh) Pünktlich nach dem Glockenschlag begrüßte der Neibsheimer Ortsvorsteher Rolf Wittmann die Gäste zur Einweihung der neuen Aussegnungshalle des Brettener Stadtteils Neibsheim. „Trauer braucht einen angemessenen Ort“, konstatierte Wittmann und betonte, dass Friedhöfe und Aussegnungshallen wichtige Infrastrukturelemente einer Gemeinde seien. Die neue Kapelle biete einen zeitgemäßen Rahmen und einen Raum, die Trauer zuzulassen. Das Gebäude habe zudem die angemessene Schlichtheit.

Gute Zusammenarbeit mit Ortschaftsrat

Im Anschluss begrüßte Oberbürgermeister Martin Wolff, auch im Namen des ebenfalls anwesenden Bürgermeisters Michael Nöltner, die Gäste und erinnerte daran, dass der Brettener Gemeinderat im Juli 2014 dem Neubau der Aussegnungshalle einstimmig zugestimmt habe. Der moderne Bau biete eine würdige Stätte des Abschieds. Zudem rechtfertigte er die Größe des Baus, die der Anzahl der Besucher bei Trauerfeiern angemessen sei.

Architekt Marcus Weiss vom Architekturbüro WWZ begründete die Schlichtheit des Gebäudes damit, dass die Trauerarbeit durch die Gemeinde und nicht durch das Gebäude zu leisten sei. Zudem bedankte er sich für die offene Zusammenarbeit mit dem Ortschaftsrat Neibsheim, der das Projekt von Anfang bis zum Ende mit kritischem Hinterfragen begleitet hätte.

Kirchliche Weihe

Die kirchliche Weihe der Aussegnungshalle wurde feierlich durch Gebet und Gesang begleitet. Der katholische Pfarrer Wolfgang Streicher und der evangelische Prädikant Thomas Dittes baten gemeinsam um den Segen für das neue Gebäude und um Erbarmen für die Toten. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch den Kirchenchor Neibsheim, der auf der Orgel durch die Organisten Hermann Renner und Rüdiger Kampa begleitet wurde. Das Instrument bei der Eröffnung war übrigens noch ein Leihgerät. Die neue Orgel werde aber bald geliefert, informierte der Ortsvorsteher.

Schlichte Architektur

900.000 Euro hat die Gemeinde für den etwa 240 Quadratmeter großen Beton-Bau mit einem begrünten Flachdach investiert. Neben dem Raum für die Trauerfeiern sind auch ein Aufbahrungs- sowie Materialraum, Sanitäranlagen und ein Raum für den Pfarrer vorhanden.

Dank einer Spannbetondecke konnte auf störende Stützen im Innenraum verzichtet werden. Die große Glasfront sorgt für natürliches Licht von außen. Die Akustikdecke sorgt für schönen vollen Klang von Musik und Gesängen. Innen- und Außendämmung sowie Fußbodenheizung ermöglichen ein energiesparendes Heizen.

Die Außenanlage ist mit Schotter und durchgehende Begrünung gestaltet. Neben acht Kfz-Stellplätze, davon zwei Behindertenparkplätze gibt es in der Aussegnungshalle etwa 100 Sitzplätze und 50 Stehplätze in dem Gebäude. Der bedachte Vorplatz bietet etwas weiteren 50 Personen Platz. Ein Lautsprecher überträgt den Ton nach draußen.

Die Wände und die Decke sind in einer dunkelbraunen Wandfarbe gestrichen. Dimmbare LED-Pendelleuchten, die nach oben und unten hin leuchten, sowie das beleuchtete Kreuz sorgen für ein warmes Licht. Die asymmetrische Anordnung der Lampen nimmt dem Raum die Strenge.

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