Nach Unfall: Oberderdinger dankt für schnelle und unkonventionelle Hilfe

Die Geschichte eines Unfalls, erzählt ein Leser der Brettener Woche/kraichgau.news aus ganz persönlicher Sicht.
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Wer hat noch keinen Unfall gehabt und sei er noch so klein, die Folgen für den
Betroffenen sind alles andere als schön.

Oberderdingen (kt) Wer hat noch keinen Unfall gehabt und sei er noch so klein, die Folgen für den Betroffenen sind alles andere als schön. Diese Erfahrung hat auch der Verfasser dieses Artikels machen müssen. Ausgerutscht auf einem faulen Apfel, das Gleichgewicht verloren und auf der harten Kante eines Fendt Geräteträgers aufgeschlagen. Obwohl heller Tag, traten plötzlich Sternlein auf und Übelkeit.

Schmerzen verdrängt

Da man als „Mann“ ja nicht gleich zum Onkel Doktor rennt, was sich im Nachhinein als falsch erweisen sollte, wurden zunächst die Schmerzen verdrängt. Bald darauf traten die Schmerzen in einer nicht für möglich gehaltenen Wucht auf, so dass nicht die kleinste Bewegung mehr möglich war, ohne brutalste Schmerzen zu verursachen. Was tun? Der Versuch, mit einer nicht geringen Dosis Schmerztabletten die Angelegenheit auszusitzen beziehungsweise auszuliegen, schlug sehr schnell fehl. Also, jetzt doch den Onkel Doktor rufen, aber erstens war es Samstagnachmittag und zweitens der Hausarzt im Urlaub.

Doch lieber den Notarzt informiert

Den folgenden Überlegungen, die wegen der immer grässlicher werdenden Schmerzen unter enormem Zeitdruck standen, folgte der Entschluss, den Notarzt zu informieren. Mit dieser Entscheidung folgte ein Ablauf, den der vom Unfall Betroffene nur teilweise bewusst mitverfolgen konnte, weil eine gute Fee in Form der Notärztin das Bewusstsein und damit die wahnsinnigen Schmerzen minimierte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte bereits das Notarztteam alle notwendigen Maßnahmen, wie Blutdruck, Pulsmessung, Blutentnahme, Zuckertest und EKG durchgeführt. Bei diesen Aktionen ist mir trotz der Schmerzen aufgefallen, dass vom Notarztteam immer wieder ein beruhigendes Wort, eine Geste der Aufmunterung und des Zuspruches zum Gelingen der ganzen Aktion erfolgte. Irgendwann hörte ich so kurz vor meinem Abtauchen, dass die Rede vom Roten Kreuz und von der Feuerwehr war.

Feuerwehr mit Hebelift im Einsatz

Was dann geschah, hat man mir erst im Krankenhaus am „Tropf“ erzählt. Während die Notärztin sich um mich kümmerte, hatte das Team bereits nach einer Möglichkeit gesucht, mich vom ersten Obergeschoss in den bereits wartenden „Rot Kreuz Transporter“ zu schaffen. In einer waghalsigen Aktion hat die gerufene Feuerwehr Flehingen mich durch ein Fenster im Obergeschoss auf einen Hebelift übernommen und – wie mir später gesagt wurde – sicher nach unten in den Krankenwagen gebracht, wo ich vom Team des Roten Kreuzes übernommen wurde. Auch dabei habe ich noch im Unterbewusstsein wahrgenommen, dass man beruhigend auf mich eingewirkt hat. Auch die Polizei hat durch die Absicherung der ganzen Aktion dafür gesorgt, dass nicht noch weitere Unfälle passieren.

Nach den sofort eingeleiteten Untersuchungen im Krankenhaus Bretten wurden schmerzlindernde Maßnahmen eingeleitet und durch CT festgestellt, welche weiteren Aktionen erforderlich sind. In der Zwischenzeit sind diese Aktionen durch begleitende Maßnahmen mit Erfolg soweit abgeschlossen worden, dass lediglich noch die Zeit den verbliebenen Restschmerz beseitigen muss. Nachdem ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, habe ich das Bedürfnis verspürt, den Unfall und seine Folgen aufzuschreiben und den Beteiligten für ihre Hilfe ein großes „Dankeschön“ zu sagen, wobei ich nochmals erwähnen möchte, mit welchem Engagement alle Helfer, vom Anruf beim Notarzt, dem Notarztteam, dem Roten Kreuz, der Feuerwehr, der Polizei und nicht zuletzt dem Team des Krankenhauses Bretten, den ganzen Vorgang begleitet haben.

Es ist gut zu wissen, dass engagierte, fach- und sachkundige und liebevolle Helfer bereit sind zu helfen, wenn andere in Not sind!

DANKE ! Karl Treffinger
75038 Oberderdingen

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