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Initiativkreistreffen mit Referat
Windkraft-Nutzen im Kraichgau

Windkraftanlage für Süddeutschland
  • Windkraftanlage für Süddeutschland
  • Foto: Klaus Schestag
  • hochgeladen von Volker Behrens
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Beim virtuellen Treffen des Initiativkreis Energie Kraichgau e.V. am vergangenen Donnerstag, 7.10.21 wurde in einem kurzen Referat das Thema Windkraft im Kraichgau, und hier insbesondere der energetische Nutzen, aufgezeigt.
Der Referent Dipl.Ing. (FH) Klaus Schestag legte zunächst dar, dass von der Physik der Windenergienutzung her die nutzbare Energie in der dritten Potenz zur Windgeschwindigkeit zunimmt. Das ist einer der Gründe, dass Windenergieanlagen (WEA) auf dem Meer oder im flachen Norden Deutschlands recht niedrige Masten haben. Um bei uns im Süden höhere Windgeschwindigkeiten nutzen zu können, müssen die Masten aus technischer Sicht deshalb deutlich höher werden, denn weiter oben weht der Wind merklich kräftiger und gleichmäßiger als in Bodennähe. Zusätzlich zu den erhöhten Masten sind WEA für Binnenlandnutzung durch größere Rotorflächen an die Windverhältnisse in unserer Region angepasst.
Wenn also die passende Maschine ausgewählt wird, erzeugt diese über ihre Lebensdauer auch im Kraichgau deutlich mehr Energie, als zu ihrer Herstellung benötigt wurde. „Energetische Amortisation“ oder auch „Erntefaktor“ wird dies genannt, so der Referent Klaus Schestag. Bei fossil befeuerten Kraftwerken gibt es hingegen keine energetische Amortisation. Die zum Bau des Kraftwerks eingesetzte Energie kann niemals wieder zurückgewonnen und zum Betrieb muss immer wieder neuer fossiler Brennstoff zugeführt werden. Dieser wird dann mit einem Wirkungsgrad von nicht einmal 50% in Strom umgewandelt. Oder anders gesagt: über der Hälfte der Energie des eingesetzten Brennstoffes ist Verlust. Vom damit erzeugten CO2-Ausstoß ganz zu schweigen.
Die Zeitdauer bis zur energetischen Amortisation für Windkraftanlagen im Kraichgau liegt bei rund zwei Jahren. Bei einer geplanten technischen Nutzungsdauer von 20 Jahren erzeugen diese Windkraftanlagen in unserer Region somit 10-mal mehr Energie, als zu ihrer Herstellung aufgewendet werden musste.
Dass der Wind nicht immer weht, ist eine Binsenweisheit, genauso, wie dass die Sonne nicht immer scheint. Wichtig ist allerdings, dass sich diese beiden Techniken zur Gewinnung von elektrischer Energie hervorragend ergänzen: während im windigen Winterhalbjahr die Windenergie viel Strom liefert und die Sonnenenergie wegen der kürzeren Tage weniger, ist es im Sommerhalbjahr genau umgekehrt. „Diese Tatsache zeigt sehr eindrücklich, dass wir für eine zuverlässige Energieversorgung alle unendlich verfügbaren Energien mit einbinden müssen – verbunden mit dem Ausbau von Energiespeichern, dem Nutzen von Energie-Einsparpotentialen sowie den Lastregelungen.“ so der Referent. Es gehe deshalb nicht um ein „entweder / oder“ sondern um „sowohl / als auch“.
Weitere interessante und anschauliche Informationen zur Windkraft im Kraichgau finden sich auf der Vereinshomepage www.kraichtal-im-aufwind.de .

Autor:

Volker Behrens aus Bretten

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