Kommentar zum Altenhilfezentrum St. Laurentius: Verständliche Sorgen

Chris Heinemann, Redakteur der Brettener Woche.
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Kommentar zum Artikel "Altenhilfezentrum St. Laurentius: 'Gutes Team würde auseinandergerissen'"  von Chris Heinemann

Bretten (ch) „Gepflegte Menschlichkeit im Herzen der Stadt“ steht auf dem Schild vor dem katholischen Altenhilfezentrum St. Laurentius in Bretten. Diejenigen, die tagtäglich diese „gepflegte Menschlichkeit“ mit ihrer Fürsorge für die Bewohner/innen garantieren, haben sich jetzt zu Wort gemeldet. Das war an der Zeit. Denn eine wie auch immer geartete Lösung des Konflikts um die Suche nach dem künftigen Standort der katholischen Altenpflege in Bretten ist ohne die Mitarbeiter/innen nicht denkbar.
Es ist verständlich, dass sich die Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze Sorgen machen – nach all der Empörung, enttäuschten Distanzierung und den Anzeichen von Resignation über festgefahrene Standpunkte, die aus dem sonst so stillen Milieu der katholischen Kirchengemeinde in den vergangenen Monaten an die erstaunte Öffentlichkeit gedrungen sind.

Verwundert reibt man sich die Augen und fragt sich: Woher kommt diese Polarisierung? Und: Wäre sie vielleicht zu vermeiden gewesen, wenn sich alle Beteiligten früher zu Wort gemeldet hätten? Hätten die Mitarbeiter dafür überhaupt die Erlaubnis bekommen? Denn Mitarbeiter sind ihrem Arbeitgeber gegenüber zur Loyalität verpflichtet und dürfen sich zu betriebsinternen Vorgängen nicht öffentlich äußern. Schon gar nicht negativ. Sollte also mit diesem Brief der Caritas-Mitarbeiter ein frischer Wind der offenen Meinungsäußerung durch die katholische Altenpflege wehen, wäre das nur zu begrüßen.
Im nächsten Schritt auch die Bewohner und ihre Angehörigen als Mitbetroffene nach ihrer Meinung zu fragen, wäre konsequent. Das würde das Bild vervollständigen - für diejenigen, die letztendlich die politische Entscheidung treffen müssen, ob die gepflegte Menschlichkeit auch künftig „im Herzen der Stadt“ oder etwas weiter draußen stattfinden soll.

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