Gondelsheim hat ein neues Feuerwehrhaus
Moderner, funktionaler Bau

Architekt Tim Feigenbutz, Bürgermeister Markus Rupp und Bauamtsleiter Sören Rexroth (von rechts) vor dem neuen Feuerwehrhaus.
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  • Architekt Tim Feigenbutz, Bürgermeister Markus Rupp und Bauamtsleiter Sören Rexroth (von rechts) vor dem neuen Feuerwehrhaus.
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Gondelsheim (ger) Das neue Feuerwehrhaus in Gondelsheim wurde von den Architekten Feigenbutz aus Karlsruhe geplant, die eine große Expertise im Bau von öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Krankenhäusern, Verwaltungsbauten und Feuerwehrhäusern haben. Auch das 2015 fertiggestellte Feuerwehrhaus in Oberderdingen haben sie entworfen. Brettener Woche-Redakteurin Katrin Gerweck sprach mit dem Architekten Tim Feigenbutz und dem Gondelsheimer Bürgermeister Markus Rupp.

Was sind die Besonderheiten beim Bau eines Feuerwehrhauses und insbesondere beim Gondelsheimer Feuerwehrhaus?
Tim Feigenbutz: Man muss so kompakt wie möglich bauen. Kurze Wege, etwa zwischen Umkleide und Fahrzeughalle sind sehr wichtig. Auch haben wir die Sanitärräume so platziert, dass sie sowohl von den Umkleiden, als auch von den Schulungsräumen zugänglich sind, man also nicht die doppelte Anzahl benötigt.
Außergewöhnlich für das Feuerwehrhaus ist, dass die Dächer extensiv begrünt sind, was dem Bebauungsplan hier im Gebiet entspricht. Dazu verfügt das Gebäude über eine Holz-Pellet-Heizung.
Markus Rupp: Auch aus energetischer Sicht haben wir hier ein Musterfeuerwehrhaus mit Vorbildfunktion.

Wie ist die Herangehensweise an einen solchen Bau?
Rupp: Als sich der Gemeinderat 2016 grundsätzlich für einen Neubau entschieden hatte, haben wir einen Feuerwehrhaus-Ausschuss mit Vertretern der Fraktionen, des Feuerwehrkommandos und den Architekten gebildet und zahlreiche Feuerwehrhäuser in der Region bis in die Pfalz angeschaut. So haben wir ausgewählt, was für Gondelsheim gut und notwendig ist und was nicht. Die Feuerwehrabteilung hat zudem viele eigene Ideen artikuliert und auch viel Eigenleistung, zum Beispiel bei der Küche und bei Lagermöglichkeiten, eingebracht.
Feigenbutz: Es waren immer gute, konstruktive Diskussionen und wir konnten auf vieles eingehen. Zum Beispiel wollte die Feuerwehr ihre traditionelle Eckbank behalten, außerdem sollte Raum für Küche und Ausgabe samt Lagerraum da sein. Dann haben wir eine Schiebewand zwischen Schulungs- und Jugendraum eingebaut, so dass bei Bedarf ein größerer Raum entsteht. Um im Notfall auch einen Krisenstab bilden zu können, gibt es zwischen dem Funkraum, dem Büro sowie dem Jugendraum Durchreichen, die man für eine schnelle Kommunikation öffnen kann.

Was hat sich alles verbessert im Vergleich zum alten Feuerwehrhaus am Brunnenberg?

Rupp: Das ist jetzt ein moderner, funktionaler Bau mit guter Verkehrsanbindung gleich an der B35. Und er trägt auch den Entwicklungen der heutigen Zeit Rechnung: Die Umkleiden kann man frei einteilen, so dass zum Beispiel jederzeit auch mehr Frauen zur Feuerwehr dazukommen können. Die Jugendfeuerwehr hat ihren eigenen Bereich und falls wir mal ein viertes Fahrzeug bekommen sollten, kann die Halle erweitert werden. Außerdem ist hinter dem jetzigen Baukörper auch noch Platz für ein Gebäude, das als Lagerhalle für den Bauhof sowie als Unterkunft für den DRK-Ortsverein dienen kann.

Autor:

Katrin Gerweck aus Bretten

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