Zielvereinbarung erfüllt: Im Oberderdinger Wald werden Bäume gepflanzt

Menschlicher Eingriff in den Wald: Seit 2016 haben die Oberderdinger Waldarbeiter über 22.000 junge Bäume gepflanzt.
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  • Foto: Gemeinde Oberderdingen
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OBERDERDINGEN (pm) Laut Paragraf 2 Absatz 1 des Landeswaldgesetzes Baden-Württemberg (LWaldG BW) versteht man unter dem Begriff „Wald“ jede mit Forstpflanzen (Waldbäume und Waldsträucher) bestockte Grundfläche. Aufgrund „(…) seines wirtschaftlichen Nutzens (Nutzfunktion) und wegen seiner Bedeutung für die Umwelt (…)“ ist selbiger „(…) zu erhalten, erforderlichenfalls zu mehren und seine ordnungsgemäße Bewirtschaftung nachhaltig zu sichern, (…)“, § 1 Nr. 1 LWaldG BW.

25 Prozent Nadelbäume erhalten

Um dem Zweck des LWaldG BW gerecht zu werden und das hohe Schutzgut „Wald“ erhalten zu können, werden sogenannte Zielvereinbarungen geschlossen. Sie beinhalten Vorgaben zum Waldaufbau, die es innerhalb eines bestimmten Zeitraums – im Regelfall des Kalenderjahres – zu erfüllen gilt. Ihr Inhalt richtet sich dabei nach den tatsächlichen Erfordernissen, die notwendig sind, um die Funktionen des Waldes auf Dauer zu gewährleisten. Teil der Zielvereinbarung für die Körperschaftswälder Oberderdingens ist es, den Nadelbaumanteil von 25 Prozent zu halten. Dies soll die Baumartenvielfalt garantieren, welche sich in der buchenbeherrschten Umgebung nicht ohne aktiven Eingriff von außen einstellt, da sich die Buche regelmäßig gegen ihre nadelnden Kollegen durchsetzt.

Eingriff des Menschen erforderlich

Neben dieser gibt es allerdings auch andere natürliche Ursachen, die den aktiven Eingriff des Menschen zur Erhaltung des Schutzgutes „Wald“ erforderlich machen. So trieben im September vergangenen Jahres Borkenkäfer an fünf Stellen in den Gemeindewäldern ihr Unwesen. Trotz schnellen Handelns durch Förster Michael Deschner richteten die Käfer einiges an Schaden an. Auch das Eschentriebsterben aufgrund einer Pilzinfektion sowie einige schwerere Stürme zeigen noch Nachwirkungen.

Seit 2016 rund 22.000 Bäume gepflanzt

Um diese Schäden mittel- bis langfristig relativieren bzw. minimieren und den Baumbestand aufrechterhalten zu können, wurden im Jahr 2016 ca. 10.000 Bäume gepflanzt. Im Jahr 2017 waren es zwischen 6.000 und 7.000 und auch im laufenden Jahr haben insgesamt schon ca. 5.650 Bäume ein lauschiges Plätzchen in den Wäldern Oberderdingens erhalten. Während auf größeren Flächen 3.350 Douglasien, 1.100 Lärchen und 650 Fichten maschinell gepflanzt werden konnten, müssen die jungen Pflanzen auf kleineren Arealen von Hand gepflanzt werden. Bis vor einigen Tagen waren die zwei Waldarbeiter des Gemeindeforstbetriebs, Uwe und Christian Rothfritz, damit beschäftigt, 400 Lärchen und 150 Douglasien an Ort und Stelle zu bringen. Nachdem die Pflanzarbeiten abgeschlossen sind, heißt es nun Nachsorge betreiben. Die Setzlinge müssen routinemäßig überprüft, bei zu trockenem, warmem Wetter bewässert und abgestorbene Exemplare entfernt werden.

Amerikanische Schwarznuss neu im Wald

Ein Neuzugang in den Körperschaftswäldern Oberderdingens ist die ursprünglich aus Amerika stammende „Schwarznuss“. Da sie sich aufgrund ihrer individuellen Merkmale gut in die Umgebung einfügt, die Artenvielfalt vergrößert und darüber hinaus auch zur Förderung der natürlichen Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes beiträgt, wurden 4.000 Exemplare in verschiedenen Bereichen gesteckt. Auch zukünftig sind weitere Eingriffe wie dieser notwendig und geplant, um den Gemeindewald und seine Funktionen nachhaltig zu pflegen und zu erhalten.

Menschlicher Eingriff in den Wald: Seit 2016 haben die Oberderdinger Waldarbeiter über 22.000 junge Bäume gepflanzt.
Baumartenvielfalt: Im Oberderdinger Forst soll ein Nadelbaumanteil von 25 Prozent gehalten werden.
Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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