Wirtschaft und Soziales
Home Sweet Homeoffice: Arbeiten und Unfallgefahren

Nur jeder zweite Homeworker verfügt zuhause über ein eigenes Arbeitszimmer.
  • Nur jeder zweite Homeworker verfügt zuhause über ein eigenes Arbeitszimmer.
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  • hochgeladen von Heinz Stanelle

(TRD/MP) Arbeiten im Homeoffice ist inzwischen nicht mehr aus unserem Berufsleben wegzudenken – und sogar „mehrheitsfähig“: Mittlerweile haben schon 53 Prozent der Arbeitnehmer ihre Erfahrungen damit gesammelt. Und die sind laut einer aktuellen Studie nicht unbedingt nur positiv.

Die gesundheitliche Bilanz jedenfalls fällt bisher ernüchternd aus: 64 Prozent der Arbeitnehmer klagen über gesundheitliche Probleme. Die Homeworker plagen vor allem Rücken-, Muskel- und Kopfschmerzen. Für die Studie hat Aktivstuhl-Hersteller Aeris 2.000 Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragen lassen.

Die Ursachen für viele gesundheitliche Probleme sind ganz offensichtlich in der Gestaltung des heimischen Arbeitsplatzes zu finden. Nur gut jeder zweite Homeworker (56 Prozent) verfügt zuhause über ein eigenes Arbeitszimmer, während der Rest an Ess-, Küchen- oder Wohnzimmertischen sowie in Schlaf- und Gästezimmern improvisieren muss.

Hinzu kommt, dass mehr als jeder zweite Arbeitnehmer mit Homeoffice-Erfahrung darüber klagt, dass sein Arbeitsplatz sowohl technisch (53 Prozent) als auch in Sachen Büromöbel (54 Prozent) deutlich schlechter ausgestattet ist als der Arbeitsplatz in der Firma. So wünscht sich jeder dritte Arbeitnehmer für zu Hause einen ergonomischen Bürostuhl sowie einen höhenverstellbaren Schreibtisch.

Die Liste der Homeoffice-Probleme wird angeführt von Rückenschmerzen (26 Prozent). Gleich dahinter folgen Muskelschmerzen (etwa im Nacken- oder Schulterbereich) und Kopfschmerzen (jeweils 21 Prozent). Neben einer Gewichtszunahme klagen zudem 20 Prozent der befragten Homeworker über Müdigkeit und Erschöpfung sowie Stress und Unruhe. Bei mehr als jedem Zehnten (zwölf Prozent) führt die Arbeit in den eigenen vier Wänden nach eigener Aussage sogar zu psychischen Problemen wie Abgeschlagenheit und Depressionen.

Training gegen häusliche Unfälle

(TRD/MP) Wer seinen Körper und dessen altersbedingte Veränderungen gut wahrnimmt, kann dadurch fatale Unfälle vermeiden. Speziell solche im Haus, die mit knapp 12.000 Todesfällen pro Jahr die Statistik einsam anführen. Zum Vergleich: Das sind dreimal so viele Getötete wie auf Deutschlands Straßen.

Stürze sind laut der Aktion Das sichere Haus (DSH) nach wie vor Hauptunfallursache in den eigenen vier Wänden. Am stärksten betroffen sind die über 85-Jährigen. Ertrinken, Vergiftungen oder Stromschläge spielen dagegen kaum eine Rolle.

„Im Zuge des Alterungsprozesses lassen Muskelkraft und Balancegefühl nach. Dadurch steigt die Gefahr zu stürzen. Brüche der Hüfte oder des Schenkelhalses sind häufige Folgen dieser Stürze, weil die Knochen durch Osteoporose brüchiger und poröser geworden sind“, sagt DSH-Geschäftsführerin Dr. Susanne Woelk.

Und wie schützt man sich gegen einen Sturz im Alter? Genaue Beobachtung kann hilfreich sein, so die Experten. So kann es ein Zeichen für nachlassendes Balancegefühl sein, wenn sich Mittfünfziger neuerdings die Socken lieber im Sitzen anziehen. Und ein Zeichen für nachlassende Kraft ist die Beobachtung, dass die Einkaufstasche immer schwerer und die Treppe immer länger wird.

In diesen Situationen ist gezieltes Training hilfreich. Vor allem die Oberarm- und Oberschenkel-Muskulatur benötigt Unterstützung. Geeignete Übungen für bessere Balance und mehr Kraft zeigt die kostenlose Broschüre „Krafttraining für ältere Menschen. Anleitungen und Tipps“ auf. Die DSH bietet sie auf ihrer Webseite an.

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Autor:

Heinz Stanelle aus Region

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