Friederike Ridthaler ist neue Schulleiterin an der Kraichgauschule Gondelsheim / Verbot von bauchfreier Kleidung geplant
Ambitionierte Pläne der neuen Schulleiterin

Mit Beginn des neuen Schuljahrs hat Friederike Ridtahler  die Leitung der Kraichgauschule übernommen. Das freut auch Bürgermeister Markus Rupp.
  • Mit Beginn des neuen Schuljahrs hat Friederike Ridtahler die Leitung der Kraichgauschule übernommen. Das freut auch Bürgermeister Markus Rupp.
  • hochgeladen von Christian Schweizer

Gondelsheim (kn) Mit Beginn des neuen Schuljahrs hat Friederike Ridtahler die Leitung der Kraichgauschule in Gondelsheim übernommen. Wohin sich die Gemeinschaftsschule entwickeln soll, davon hat die Pädagogin und vierfache Mutter klare Vorstellungen: „Erklärtes Ziel ist es, den Schulstandort noch interessanter zu machen.“ Damit liegt sie auf einer Linie mit Bürgermeister Markus Rupp: „Wir wollen gemeinsam erreichen, dass möglichst viele Gondelsheimer Eltern ihre Kinder auch nach der Grundschule hier im Ort zur Schule schicken.“ Schließlich biete die Gemeinschaftsschule nicht nur den Hauptschul- und Realschulabschluss an, sondern bereite auch auf die gymnasiale Oberstufe vor. Dabei genieße die Schule bereits einen guten Ruf, so Ridthaler. Mit knapp 430 Schülerinnen und Schüler seien die Kapazitäten nahezu erschöpft. Und dass der Nachwuchs aus 20 benachbarten Gemeinden und Ortsteilen den Weg nach Gondelsheim finde, zeigt für Rupp: „Die Kraichgauschule ist und bleibt ein Erfolgsmodell.“

Mehr Musik und Technik in der Schule

Inhaltlich wolle man den Schülern in Zukunft noch mehr Angebote zur Förderung der individuellen Neigungen und Talente machen, den musischen Zug aus- und einen Chor aufbauen. Auch Technik, Informationstechnologie sowie die Robotik sollen vermehrt Einzug in den Unterricht halten. Dafür sucht Ridtahler den Kontakt zu den Unternehmen im Ort, um Schüler-Praktika in Betrieben zu ermöglichen. Ebenso strebt sie Kooperationen mit regionalen Hochschulen an, um damit die Schüler frühzeitig mit den Möglichkeiten eines Studiums in Berührung zu bringen. Ein weiterer Baustein stellt für sie die Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen dar. Und nicht zuletzt biete sich die Partnerschaft von Gondelsheim mit der französischen Gemeinde Droué an, um die Fremdsprachenkompetenz zu stärken.

„Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“

Ambitionierte Pläne, bei deren Umsetzung Ridtahler das Kollegium an ihrer Seite weiß: „Es ist einfach toll, mit welchem Engagement die Kolleginnen und Kollegen die Kraichgauschule zu einer der besten Schuladressen in der Region gemacht haben.“ Stellvertretend erwähnte Rupp Konrektor Benjamin Kreis-Polich, der nach dem Weggang von Schulleiterin Nikola Steinbach ein halbes Jahr kommissarisch die Geschicke der Schule lenkte.  Nicht nur inhaltlich wird das Angebot ausgebaut, sondern auch strukturell. So hat die Gemeinde bereits die notwendigen Schritte in die Wege geleitet, um die Schulsozialarbeit zu intensivieren. Die bisherige 0,75-Stelle wird zu einer Vollzeitstelle. „Gemeinderat und Verwaltung waren sich einig, dass Handlungsbedarf besteht“, so Rupp. Das gilt ebenso für die Inanspruchnahme des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ von Bund und Ländern. Das ermöglicht die Schaffung eines Platzes für Freiwilligendienstleistende an der Schule, beispielsweise als Unterstützung beim Unterricht für inklusiv beschulte Kinder oder als Begleitung bei Ausflügen.

Verkehrslage um die Schule bleibt problematisch

Ridtahler und Rupp wollen auch ein anderes Thema gemeinsam angehen – die Verkehrslage an der Schule. „Wenn die Eltern ihre Kinder mit dem Auto bringen und abholen, kommt es häufig zu gefährlichen Situationen“, berichtet der Bürgermeister. Obwohl für ihn ein Teil des Problems in der nach wie vor unzuverlässigen Beförderungspraxis des ÖPNV-Dienstleisters Abellio liege, bedürfe es trotzdem einer Lösung. „Vielleicht versuchen wir es mit einem Wettbewerb. Die Klassen bekommen eine Belohnung, in denen die wenigsten Kinder von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht werden“, regt er an.

Keine bauchfreie Kleidung mehr

Auch für die Schülerinnen und Schüler gibt neue Regeln. Unter anderem ist ab sofort Schluss mit bauchfreier Kleidung sowie weit ausgeschnittenen Oberteilen, so Ridtahler. Ein weiteres Anliegen der neuen Rektorin dürfte eines der Themen sein, die in dem mit der Gemeinde vereinbartem regelmäßigen Austausch zur Sprache kommen – es geht um eine Aufenthaltsmöglichkeit vor allem für die älteren Schülerinnen und Schüler auf dem Schulgelände. Sie denkt dabei an das Aufstellen eines Containers, der in Schüler-Eigenverantwortung betrieben und als Rückzugsraum wie als Café genutzt werden kann.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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