Natürliche Vorkommen in unserer Region
Buntsandstein - Von der Antike bis zur Gegenwart

Verewigt im Sandstein
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Manches alte Gebäude aus längst zurückliegenden Zeiten, ist aus besonderen Steinen entstanden. Der Buntsandstein war das Baumaterial für viele sakrale und weltliche Bauwerke, an denen wir uns noch heute erfreuen dürfen. Schon die Römer bedienten sich in den Steinbrüchen im Norden ihres Reiches. Eine bunte Palette dieses Sandsteines findet sich als natürliches Vorkommen verteilt über unser heutiges Bundesgebiet. Rottöne, gelbe und ockerfarbene Steine finden sich ebenso wie mancherorts grünliche Tönungen. Im Schwarzwald, dem Pfälzer Wald, im Kraichgau oder Odenwald gibt es viele Formen des Sandsteines in verschiedensten Farben, Körnungen und Härtegraden. Auch in unserer Region kommt er in vielfältiger Weise vor. Im Kraichgau gab es Abbaustätten des Sandsteines, bis in die Gegenwart. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es im Eppinger Ortsteil Mühlbach 18 Steinbrüche in denen rund 90 Prozent der männlichen Einwohner beschäftigt waren. Kein Wunder, dass Gebäude aus dem gelben Sandstein noch immer das Aussehen des alten Ortskernes prägen.
Natürlich finden sich auch viele prominente Gebäude in und um unsere Region, die mit Sandstein gebaut sind.

Zeugnisse vergangener Baukunst

Allen voran ist hier das ehemalige Zisterzienserkloster Maulbronn zu nennen, als Weltkulturerbe der UNESCO ein Kleinod unserer Region. Das Melanchthon-Haus in Bretten oder die Sankt-Bernhardkirche in Karlsruhe, unzählige Ziersteine von Kirchen und alten Rathäusern, Torbögen oder alte Brunnen sind aus dem einst beliebten Material gestaltet. Als Grenzsteine war es ebenso äußerst beliebt. Seiner guten Bearbeitung ist es zu verdanken, dass sich Bildhauer, Steinmetze und Reliefkünstler besonders gerne des Naturgesteines bedienten.
Heute wird der Sandstein meist nur noch als Sanierungsmaterial in Kirchenbaumeistereien oder zur Restaurierung von verwitterten Elementen verwendet. Es gibt aber auch Beispiele von neuen Anwendungsformen wie Gedenksteinen, Pflastersteinen, Kellergewölben und Grabmälern. Bei dem zweispurigen Ausbau der regionalen Stadtbahnlinie S4 hat man bereits vorhandene Unterführungen aus Sandstein mit demselben Material erweitert. Lobenswert, dass hier die Anpassung an die historische Bausubstanz vor der Wirtschaftlichkeit zum Zuge kam! (wb)

Autor:

Werner Binder aus Region

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