Kritik an Kommunikation der Stadt Bretten zu Eisbahn und Weihnachtsmarkt
"Kein vernünftiger Ausweichstandort für Wochenmarkt"

Um den Weihnachtsmarkt und die Eisbahn in Bretten hat es in diesem Jahr einige Diskussionen gegeben.
  • Um den Weihnachtsmarkt und die Eisbahn in Bretten hat es in diesem Jahr einige Diskussionen gegeben.
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  • hochgeladen von Christian Schweizer

Bretten (swiz) Die Entscheidung, in diesem Jahr auf dem Brettener Marktplatz keine Eisbahn aufzustellen und den Weihnachtsmarkt an zwei Wochenenden rund um das Rathaus zu platzieren, hat die Stadtverwaltung jüngst in einer Pressemitteilung erklärt (wir berichteten). Zur Art und Weise der Erklärung gibt es nun zunehmend Kritik aus Teilen des Brettener Einzelhandels. Dieser sieht sich von der Stadt nun den sprichwörtlichen "Schwarzen Peter" zugeschoben. Die Stadt hatte in ihrer Erklärung betont, "in Gesprächen mit den Vertretern der Interessengemeinschaft Brettener Innenstadt (IGBI) wurde von den Vertretern der Innenstadtakteure ein deutliches Veto gegen eine Eisbahn auf dem Marktplatz eingelegt, da hierdurch der Wochenmarkt in der Vorweihnachtszeit nicht auf dem Marktplatz stattfinden könne." In Folge dieses "deutlichen Signals", so die Stadtverwaltung weiter, habe man die Eisbahn sowie Bewirtungsstände in diesem Jahr kurzfristig abgesagt. Somit werde es in diesem Jahr kein vorweihnachtliches Veranstaltungsprogramm auf dem Marktplatz geben.

Wochenmarkt auf Parkplatz beim ehemaligen Lidl-Markt?

Als einer der angesprochenen Innenstadthändler erklärt Andreas Drabek gegenüber der Brettener Woche das Dilemma der Händler in Brettens guter Stube. „Das Problem ist, dass es für den Wochenmarkt keinen vernünftigen Ausweichstandort gibt, da auf der Sporgasse jetzt gebaut wird.“ Der Vorschlag der Stadt, den Markt auf Teile des Seedamm-Parkplatzes zu verlagern, sei insofern äußerst schwierig, da man möglichst alle Ausweichparkplätze aufgrund der Baumaßnahme Sporgasse benötige. Diese Idee sei im Vorfeld der Entscheidung auch nicht kommuniziert worden. Als möglicher Ausweichstandort für den Wochenmarkt sei sogar der Parkplatz beim ehemaligen Lidl-Markt genannt worden.

Stellungnahme der IGBI

Diesen und weitere Gründe habe die IGBI in einer ausführlichen Stellungnahme zum Thema „Eislaufbahn und Weihnachtsmarkt“ der Stadtverwaltung auch mitgeteilt. Ein weiterer Grund, so die IGBI in ihrer Stellungnahme, sei, dass der Wochenmarkt "ein sehr wichtiges und belebendes Element ist" und daher in der Innenstadt erhalten bleiben müsse. Natürlich verstehe man, dass die Eisfläche für die Gastronomie und das Image der Stadt sowie für Familien und ihre Kinder wichtig sei – da es aber für den Wochenmarkt "keine wirkliche Standort-Alternative gibt" und die Marktbeschicker in dieser Zeit auch auf ihren Umsatz angewiesen seien, sollte dieser auch weiterhin auf dem Marktplatz stattfinden.

Gespräch mit allen Betroffenen wäre sinnvoll gewesen

Allerdings äußert die IGBI in ihrer Stellungnahme auch Alternativ-Vorschläge. So könnte der Wochenmarkt um Stände der Marktplatz-Gastronomie erweitert werden und es könnten zusätzlich Stände in der Fußgängerzone aufgestellt werden. Zudem sei die Eislauffläche auch vielleicht auf dem Alfred-Leicht-Platz umsetzbar. Neben den Vorschlägen äußert Andreas Drabek im Gespräch mit der Brettener Woche auch einen Wunsch: „Wichtig wäre ein Treffen im Vorfeld dieser Entscheidung mit allen Betroffenen, bestehend aus Stadt, Händlern, Marktbeschickern und Gastronomie gewesen“.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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