Leserbrief: Streit und Diskussion um die Sporgasse

Die geplante Bebauung der Sporgasse in Bretten liefert Stoff für Diskussionen.
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Leserbrief von Christopher Retsch aus Bretten zum Thema „Streit und Diskussion um die Sporgasse".

Die Sporgasse bleibt in Bretten ein „heißes Eisen“. Wieder einmal brodelt die Gerüchteküche, da der Alt-OB und der gegenwärtige OB über die Presse eine Fehde austragen, ob das bisherige planerische Vorgehen schädlich oder korrekt verlief. Sicher nicht förderlich dürfte dieser rückwärtsgewandte Streit sein.
Dabei kann man fast übersehen, dass allmählich Nägel mit Köpfen geschmiedet werden. Am 11.Juli entschied sich der Gemeinderat für die Bebauungs-Variante B. Dabei ist, trotz angekündigter aber eher halbherzig verlaufener Bürgerbeteiligung, die einfachste und grundlegendste Frage an die Bürgerschaft immer noch nicht gestellt: Wollen die Brettener eine Bebauung des Sporgassenparkplatzes?

In allen bisherigen Bürgerbeteiligungsformen, sei es beispielsweise eine Umfrage der Brettener Woche oder die städtische Bürgerinformation und -befragung im Mai, ging es immer nur um die Art und Weise der Bebauung. Die Möglichkeit, dass es eventuell eine Mehrheit geben könnte, die gar keine wesentliche Änderung der gegenwärtigen Situation will, wurde nicht in Betracht gezogen! Doch nicht nur in den Reihen der VAB dürften sich Befürworter der jetzigen offenen Parkplatzsituation finden! Daher möchte ich die Stadt auffordern, endlich diese wichtige Frage zu klären! Eine gute Gelegenheit wäre eine Kombination mit der anstehenden Oberbürgermeisterwahl. Der dadurch mögliche Zeitverzug sollte nach nun jahrelanger Diskussion auch nicht mehr ins Gewicht fallen.

Weiterhin ist festzuhalten, dass die dem Gemeinderat vorgelegten Varianten A und B für das Brettener Stadtbild mit erheblichen Nachteilen verbunden sind: Zum einen ist absolut unverständlich, wieso die Kreuzung Sporgasse/Weißhofer Straße/Pfluggasse so unverhältnismäßig vergrößert werden muss. Für eine Verkehrsinsel sollen drei, zum Teil noch bewohnte, Gebäude abgerissen werden. Darunter zwei Fachwerkhäuser des 18. Jahrhunderts! Während Planungen laufen, den Verkehr in der Innenstadt zu reduzieren, wird hier möglichst autofreundlich gebaut.Dadurch würde die Strecke Weißhofer Straße–Sporgasse–Engelsberg–Melanchthonstraße eine gefühlte Durchfahrtsstraße durch die Altstadt und damit eine Alternative zur Umgehungsstraße. Zum anderen ist die geplante Neubebauung des Parkplatzes in ihren östlichen Teilen viel zu groß dimensioniert! Zwar wurde auf Antrag der Grünen hier eine Entschärfung vorgenommen, aber diese reicht nicht aus. „Nur“ drei anstatt vier Geschosse zum Promenadenweg hin, sind immer noch ein sehr hohes Gebäude! Und zur Sporgasse hin zeigen die Pläne fünf Geschosse. Das ist mindestens eines mehr als die umgebende Bebauung aufweist! Es steht zu befürchten, dass unsere Altstadt von einem weiteren, ähnlich hohen Häuserblock gesäumt wird, wie es schon am Engelsberg geschehen ist. Für die Zukunft des Stadtbildes keine schönen Aussichten!

Christopher Retsch
Bretten

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