Europawahl am 26. Mai
Neibsheimer Ortsvorsteher Rolf Wittmann setzt sich für friedliches Miteinander ein

Rolf Wittmann, Ortsvorsteher von Bretten-Neibsheim
  • Rolf Wittmann, Ortsvorsteher von Bretten-Neibsheim
  • Foto: ger
  • hochgeladen von Chris Heinemann

BRETTEN (ch) Am 26. Mai wird gewählt: neben Gemeinderat und Kreistag auch das europäische Parlament. Wir haben Menschen in der Region gefragt: „Was haben wir von Europa?“ Heute: Rolf Wittmann, Ortsvorsteher von Bretten-Neibsheim.

Offene Grenzen, einheitliche Währung, Förderung

Im Rahmen der beiden seit Jahrzenten bestehenden internationalen Partnerschaften des Brettener Stadtteils Neibsheim mit Neuflize in Frankreich und Nadwar in Ungarn konnte ich ganz konkrete Erfahrungen mit den positiven Auswirkungen der europäischen Einigung machen. Während wir auf unseren Reisen nach Ungarn an der Grenze früher noch von Soldaten mit Maschinenpistolen kontrolliert wurden, können wir heute ganz ohne Grenzkontrollen völlig unbehelligt ein- und ausreisen. Bei unseren Fahrten zu unseren französischen Freunden müssen wir seit 17 Jahren nicht mehr umständlich D-Mark in Franc umtauschen, sondern können mit dem gemeinsamen Euro bezahlen. Und förderlich für das Zusammenwachsen Europas finde ich es auch, dass gastgebende Partnergemeinden bei Bürgerbegegnungen auf Antrag von der Europäischen Union bezuschusst werden können.

Europa bringt Menschen zusammen

Natürlich bedeuten offenen Grenzen, eine einheitliche Währung und finanzielle Förderung durch die EU ín erster Linie Erleichterungen bei organisatorischen Dingen der Partnerschaftsbeziehungen. Vor dem Hintergrund von Völkerhass und Kriegen, die Europa im letzten Jahrhundert zwei Mal zugrunde gerichtet haben, kann man jedoch nicht hoch genug einschätzen, dass die beschriebenen Errungenschaften die Menschen innerhalb Europas einander näherbringen. Für mich sind sie ein Zeichen für ein weltoffenes, tolerantes Europa, das es wert ist, bewahrt und weiter ausgebaut zu werden.

Frieden steht auf dem Spiel

Wenn es diese Errungenschaften nicht mehr gäbe, fürchte ich, dass noch mehr Staaten aus der europäischen Staatengemeinschaft ausscheren. Die friedenssichernde Zusammenarbeit und das gemeinsame wirtschaftliche Gewicht der europäischen Staaten im weltweiten Wettbewerb wären geschwächt.

Mehr zur Europawahl lesen Sie auf unserer Themenseite

Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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