Die Sternenfelser Badesaison wird bis 8. September verlängert

Das Freibad in Sternenfels: Eine ehrenamtlich gepflegte Oase in Zeiten des Klimawandels.
  • Das Freibad in Sternenfels: Eine ehrenamtlich gepflegte Oase in Zeiten des Klimawandels.
  • Foto: Lehn
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Bis einschließlich 8. September, dem Ende der Schulferien, dürfen sich die Sternenfelser und die vielen auswärtigen Badegäste weiterhin im Freibad erfrischen und erholen.

STERNENFELS (ul) Die Sternenfelser Badesaison geht in die Verlängerung
Bis einschließlich 8. September, dem Ende der Schulferien, dürfen sich die Sternenfelser und die vielen auswärtigen Badegäste weiterhin im Freibad erfrischen und erholen. Gemeindeverwaltung und Freibadverein haben sich aufgrund der Wetterprognosen, die weiterhin hochsommerliche Temperaturen und Trockenheit erwarten lassen, zu diesem Schritt entschlossen.

Frewillige Badeaufsichten vom Schwimmbadverein

Eine bisher außergewöhnliche Badesaison geht nun dank des großen Engagements aller Beteiligten noch eine Woche länger. Schnell meldeten sich freiwillige ehrenamtliche Badeaufsichten, die bereits Einsätze in glühender Hitze hinter sich haben. Schon ein einzelner Tag war dieses Jahr bei rekordverdächtigen Temperaturen für viele eine körperliche Belastung, die nicht jeder auf sich nehmen möchte. Im Gegensatz zur großen Zahl von Freibad-Fördervereinen, die die Gemeinden rein finanziell unterstützen, stellt der Sternenfelser Freibadverein über mehr als 3 Monate lang täglich ein Mitglied zur ehrenamtlichen Aufsicht (zwei an Sonn- und Feiertagen). Ohne diese zweite Aufsicht wäre kein Badebetrieb erlaubt.

Dankeschön an alle Ehrenamtlichen

Ein großes Dankeschön und Kompliment an alle, die ohne jeden persönlichen Vorteil für die Gemeinschaft arbeiten, und dies stellvertretend auch für alle Mitglieder des Schwimmbadvereins, die aus Alters- oder Gesundheitsgründen dazu nicht in der Lage sind. Die extremen Temperaturen betreffen natürlich in besonderer Weise den hauptamtlichen Bademeister und seine Vertretung. Der Tag beginnt für sie nicht mit der Öffnungszeit und endet nicht mit der Schließung. Dazu kommt die Verantwortung - nicht nur die alltägliche für Badegäste und viele Kinder, die den Großteil der Badenden ausmachen. Schulklassen und Kindergartengruppen am Morgen, Schwimmkurs, Kinderferienprogramm und Flutlichtschwimmen – das Freibad wird so intensiv wie nur möglich genutzt.

Einsatz für Freibad zahlt sich aus

Ein Sommer wie dieser – und die Wissenschaftler halten für die Zukunft eine Häufung und gar Steigerung für wahrscheinlich - führt in eindrucksvoller Weise vor Augen, wie bedeutend der Einsatz für den Betrieb und Erhalt des Freibads immer war und geworden ist: denn in Deutschland blicken wir auf Jahre des Freibadsterbens zurück. Mit steigenden Temperaturen sinkt dazu vielerorts in Gewässern wie in Bädern die Wasserqualität bis hin zu einer Keimbelastung, die die Schließung zur Folge haben muss. Weniger Bäder, weniger Schwimmer – ein Baustein einer unguten Entwicklung.

Überlebenswichtiges Schwimmen und Erholungswert

In Sternenfels lernen Kinder in der Regel im Grundschulalter das Schwimmen. Nicht jeder muss zum begeisterten Schwimmer werden, aber sich im Notfall über Wasser halten zu können, ist überlebenswichtig und in diesem Moment das entscheidende Können. Den Erholungswert des Sternenfelser Freibads und seinen Ruf als Geheimtipp verdankt es auch der stets hervorragenden Wasserqualität, und dazu gehen ebenso Wissen, Können und Erfahrung Hand in Hand. Auch für Nichtbadende Gäste sorgen die Lage, die Schattenflächen, sowie die Sport- und Spielmöglichkeiten, wie Volleyballfeld und Tischtennis, für einen schnell erreichbaren Platz der Erholung und Kommunikation innerhalb der Dorfgemeinschaft, jenseits aller Altersgrenzen.

Eine Oase im Klimawandel

Ein Sommer mit viel Sonne hat seine Schattenseiten: Wassermangel in der Landwirtschaft, Missernten, Verteuerungen – der Klimawandel beginnt, alle sehr konkret zu treffen. Umso dankbarer dürfen die Sternenfelser sein für ihre Freibad-Oase und alle diejenigen, die sich für sie einsetzen, sie betreiben und erhalten.

Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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