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Überbrückung mit digitalen Angeboten
Pop-Up-Museum in Knittlingen eröffnet erst im Juni

  • Foto: Landesmuseum Württemberg
  • hochgeladen von Havva Keskin

Knittlingen (kn) Das Pop-Up-Museum (www.pop-up-museum.de) im ehemaligen Kaufladen der Familien Leitz in Knittlingen muss verschoben werden. Die Entwicklung der Pandemie lässt den Kulturwissenschaftler*innen aus dem Museum der Alltagskultur – Schloss Waldenbuch (www.museum-der-alltagskultur.de) leider keine andere Wahl. Neue Laufzeit für die Ausstellung ist der Zeitraum vom 11. bis zum 27. Juni 2021. Ursprünglich sollte das temporäre Museum im Zentrum der Fauststadt Knittlingen bereits vom 7. bis zum 23. Mai seine Türen öffnen. Nun hoffen die Beteiligten, dass die Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens bis Mitte Juni deutliche Erfolge zeigen und eine Durchführung des Projekts vor Ort erlauben.

Im digitalen Raum wird das Pop-Up-Museum jedoch bereits ab der ursprünglich vorgesehenen Laufzeit präsent sein: Ab Mitte Mai bis zum 11. Juni werden die Museumsmacher*innen regelmäßig Videos posten und damit eine „digitale Brücke“ zum neuen Starttermin bilden. Jede Woche werden zwei neue Videos ausgespielt, die reizvolle und ganz unterschiedliche Einblicke in das Projekt bieten. Dafür sind verschiedene Formate geplant: In der Reihe „Museums-Shortie!“ stellen die Kurator*innen besondere Objekte der Ausstellung vor.

Themen rund um Konsumwandel

Unter dem Titel „Pop Up goes Uni“ werden Videos von Studierenden der Empirischen Kulturwissenschaft der Universität Tübingen veröffentlicht. Die Beiträge entstehen im Rahmen eines Master-Seminars und greifen Themen rund um den Konsumwandel auf.
In weiteren vier Videos kommen Knittlinger*innen zu Wort, die unter dem Titel „Knittlingen erzählt“ vom Konsumwandel in ihrer Kleinstadt erzählen. Gedreht werden die Clips an thematisch passenden Orten in Knittlingen.
Am Internationalen Museumstag, 16. Mai, wird aus dem Pop-Up-Museum eine Podiumsdiskussion zum Thema „Kultur im ländlichen Raum“ im Livestream auf YouTube übertragen.
Alle Beiträge finden sich auf www.pop-up-museum.de und www.facebook.com/Alltagskultur sowie unter den Hashtags #PopUpMuseum #PopUpDigital.

Museum der Alltagskultur ist Initiator

Das Pop-Up-Museum ist als interaktives Projekt konzipiert, in das die Bevölkerung Knittlingens auf vielfache Weise eingebunden ist. Initiator ist das Museum der Alltagskultur, das seinen Sitz im Schloss Waldenbuch, Kreis Böblingen, hat und vorübergehend zu Gast in der 8.000-Einwohner-Stadt ist. Der Ausstellungsort, das Kaufhaus Leitz, ist ein Ort voller Geschichten rund um den Alltag in Knittlingen, denn das Geschäft war zentraler Anlaufpunkt, um sich für alle Anlässe auszustatten. Der seit einigen Jahren geschlossene Laden enthält eine Fülle von unverkauften Waren aus den vergangenen 60 Jahren – Zeugen eines immensen Konsumwandels. Diese werden nach ihrer Bedeutung im Leben der heutigen Menschen befragt. Aber auch die Erfahrungen des Lockdowns fließen ein, denn die Zeit der Pandemie hat gezeigt: Einkaufen ist auch soziales Handeln.

Begleitveranstaltungen geplant

Im Pop-Up-Museum können heutige Konsument*innen und ehemalige Kund*innen spielerisch mit den Waren umgehen. Jung und Alt sind eingeladen zum Forschen und Mitmachen. Soweit es die Entwicklung der Pandemie zulässt, werden auch Begleitveranstaltungen stattfinden, die mit Kultureinrichtungen vor Ort entwickelt wurden.
Mit der temporären Außenstelle in Knittlingen zeigt das Museum der Alltagskultur, dass die Inhalte des Museums auch an anderen Orten präsent sein können. In Zusammenarbeit mit den Menschen in diesen Orten will es untersuchen, wie sich Alltag verändert und wie sich das Zusammenleben immer wieder neu gestaltet.

Autor:

Havva Keskin aus Bretten

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