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Für mehr blühende Vielfalt: Umwandlung von sechs Flächen in Walzbachtal beginnt

Bauarbeiten für mehr blühende Vielfalt: Mit dem vorläufigen Schild informieren NABU und die Gemeinde Walzbachtal über den Beginn der Umgestaltung.
  • Bauarbeiten für mehr blühende Vielfalt: Mit dem vorläufigen Schild informieren NABU und die Gemeinde Walzbachtal über den Beginn der Umgestaltung.
  • Foto: NABU Baden-Württemberg
  • hochgeladen von Chris Heinemann

Ab dieser Woche werden die im Rahmen des Projekts „Natur nah dran“ ausgewählten Flächen in Walzbachtal vorbereitet, die in blühende Blumenwiesen und Wildstaudenflächen umgewandelt werden sollen.

WALZBACHTAL (pm) Ab dieser Woche werden die im Rahmen des Projekts „Natur nah dran“ ausgewählten Flächen in Walzbachtal vorbereitet, die in blühende Blumenwiesen und Wildstaudenflächen umgewandelt werden sollen. Das bedeutet, dass sie zum Teil ausgebaggert und mit einem Gemisch aus Schotter und Kompost wieder aufgefüllt werden. Dies ist nötig, damit die Wildblumen und Wildstauden dort gedeihen können – sie benötigen einen sehr mageren Boden um wachsen zu können.

Flächen sehen zuerst grau aus

„Die Flächen sehen für ein paar Wochen natürlich zunächst etwas grau aus oder werden sogar mit einem neuen Parkplatz verwechselt. Doch keine Bange: In einiger Zeit blüht es hier für Tiere wie Mauerbienen, Stieglitze oder Schachbrettfalter“, erklärt NABU-Projektleiter Martin Klatt. „Es braucht jetzt etwas Geduld, aber in den nächsten ein bis zwei Jahren werden sich die Flächen zu wertvollen und langjährigen Lebensräumen entwickeln.“

Unerwünschte Samen werden entfernt

Ein weiterer Grund für den teilweisen Bodenaustausch ist, dass so die im Boden schlummernden Samen von weniger erwünschten und sich schnell ausbreitenden Pflanzen wie Melde, Knöterich oder Weißklee entfernt werden. An manchen Standorten kann die Erde auch an Ort und Stelle belassen oder nur umgegraben und dann mit Wildpflanzen bestückt werden. Die mit „Natur nah dran“ durchgeführten Maßnahmen sind individuell auf die Gegebenheiten vor Ort angepasst.

Erst Schilder, später feste Infotafeln

Im weiteren Verlauf des Jahres werden die Flächen mit den jeweils passenden Arten bepflanzt. Die kommunalen Bediensteten erhalten dazu auch praktische Hinweise im Rahmen von Workshops mit einem Naturgärtner und dem NABU zur Anlage und Pflege der naturnahen Flächen. Die in Walzbachtal mit „Natur nah dran“ umgewandelten Flächen liegen an der Wössinger Straße, Alte Straße, Kirchstraße und Bachweg. An diesen Grünflächen werden vorübergehend Schilder aufgestellt, die kurz und knapp erklären, warum Baggerarbeiten stattfinden oder Substrat aufgeschüttet wird. Später werden diese durch feste Infotafeln ersetzt, die auf die wertvollen Lebensräume für die biologische Vielfalt hinweisen.

Unterstützung durch NABU und Umweltministerium

Walzbachtal ist eine von 13 Städten und Gemeinden, die sich erfolgreich um eine Teilnahme am landesweiten Projekt „Natur nah dran“ für 2018 beworben hatten. Das Kooperationsprojekt des NABU und des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (UM) unterstützt von 2016 bis 2020 jährlich zehn beziehungsweise 13 Kommunen bei der Anlage naturnaher Grünflächen. Jede teilnehmende Kommune erhält eine Zuwendung in Höhe von 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal 15.000 Euro.
Weitere Informationen sowie kurze Videos zum Projekt gibt es unter www.Naturnahdran.de

Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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