Große Resonanz der Ärzte nach Aufruf zur Mitarbeit in Impfzentren im Enzkreis
"Impfstoff ist der limitierende Faktor"

Am 22. Januar sollen die beiden Impfzentren in Pforzheim und Mönsheim den Betrieb aufnehmen.
  • Am 22. Januar sollen die beiden Impfzentren in Pforzheim und Mönsheim den Betrieb aufnehmen.
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Pforzheim/Enzkreis (kn) Am 22. Januar sollen die beiden Impfzentren in Pforzheim und Mönsheim den Betrieb aufnehmen (wir berichteten). Dabei wird es wohl nicht am ärztlichen Personal scheitern, denn landesweit sind inzwischen mehr als 5.000 Ärztinnen und Ärzte dem Aufruf der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) und der Landesärztekammer gefolgt und haben sich freiwillig für die Mitarbeit in den Zentralen oder den Kreisimpfzentren sowie den mobilen Impfteams gemeldet.

"Ärzte stehen an der Seite der Bevölkerung"

„Auch hier auf regionaler Ebene war die Resonanz überwältigend“, berichtet der Vorsitzende der Kreisärzteschaft Pforzheim/Enzkreis, Markus Haist. Dies zeige einmal mehr, mit welch großer Einsatzbereitschaft die Ärzteschaft bei der Bewältigung der Pandemie an der Seite der Bevölkerung stünde, meint auch die Pandemiebeauftragte der KVBW, die Pforzheimer Ärztin Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth: „Dafür möchten wir uns bei allen, die sich in den letzten Wochen freiwillig gemeldet haben, herzlich bedanken!“

Großer Dank an Ärztinnen und Ärzte

Diesem Dank schließen sich Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch und Enzkreis-Landrat Bastian Rosenau an: „Die Pandemiebekämpfung hat für die Ärzteschaft seit Monaten oberste Priorität.“ Niemand habe vor knapp zehn Monaten damit gerechnet, welche Auswirkungen Corona auf das tägliche Leben haben würde. Dass die Region trotz hoher Inzidenz-Zahlen in den vergangenen Monaten keine medizinische Katastrophe erlebt habe, sei in allererster Linie dem Engagement in den Kliniken und in den Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zu verdanken.

"Impfstoff ist der limitierende Faktor"

„Personell sind die Impfzentren mehr als reichlich ausgestattet, leider ist der noch fehlende Impfstoff momentan der limitierende Faktor“, sagt Buhlinger-Göpfarth. Deshalb würden die Kreisimpfzentren auch nicht mit dem vollen Betrieb starten, sondern mit reduzierten Öffnungszeiten. Mobile Impfteams fahren zudem die Pflegeheime an. Die Dienstplanung für das erforderliche ärztliche und nichtärztliche Personal liegt beim Betreiber der jeweiligen Kreisimpfzentren (KIZ), also der Stadt Pforzheim und dem Enzkreis.

"Wir brauchen jede und jeden"

In den KIZt fiebert man dem Start- „Schuss“ am 22. Januar ungeduldig entgegen: „Unsere Bürgerinnen und Bürger warten zum Teil sehnsüchtig darauf, sich impfen lassen zu können“, betonen OB und Landrat: „Viele Hoffnungen auf eine schnellstmögliche Rückkehr zur Normalität sind damit verbunden.“ Die Einrichtung der Zentren in der St-Maur-Halle und der Appenberg-Sporthalle sei ein kraftvoller Sprint gewesen, nun aber folge der Marathonlauf – bis mindestens zum Sommer. „Wir brauchen jede und jeden, um eine möglichst hohe Impfquote der Bevölkerung zu erreichen und dem Virus auf diese Weise die Möglichkeit der weiteren Verbreitung zu entziehen – dafür ist das Engagement der Medizinerinnen und Mediziner unverzichtbar“, sagen Boch und Rosenau.

Mehr finden Sie auf unserer Themenseite Coronavirus.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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