Weitere Alten- und Pflegeheime im Enzkreis folgen
Impfung in Knittlinger Pflegezentrum

Im Pflegezentrum Wiesengrund in Knittlingen durften sich die Bewohnerinnen und Bewohner über die ersten Impfungen gegen das Corona-Virus freuen, wie hier im Bild die 81-jährige Erna Wolff, die als zweite von Arzt Dr. Javin Amrami gepiekst wurde.
  • Im Pflegezentrum Wiesengrund in Knittlingen durften sich die Bewohnerinnen und Bewohner über die ersten Impfungen gegen das Corona-Virus freuen, wie hier im Bild die 81-jährige Erna Wolff, die als zweite von Arzt Dr. Javin Amrami gepiekst wurde.
  • Foto: Thomas Rebel
  • hochgeladen von Havva Keskin

Enzkreis/Knittlingen (enz) Es war der lang herbeigesehnte Tag im Kampf gegen die Corona-Pandemie: Am 27. Dezember 2020 starteten bundesweit die ersten Impfungen gegen das Virus in den Zentralen Impfzentren (ZIZ) der Länder. Nur drei Tage später ist auch im Enzkreis der Startschuss gefallen: Im Pflegezentrum Wiesengrund in Knittlingen durfte sich die 100- jährige Bewohnerin Martha Porrmann über den ersten Pieks freuen. Ein Mobiles Impfteam (MIT) des ZIZ Karlsruhe hat an diesem Tag insgesamt 28 Heimbewohner (von 36) und 27 Mitarbeiter (von 55) geimpft. „Weitere Alten- und Pflegeheime im Enzkreis und in Pforzheim werden folgen und so lange weiter von mobilen Teams in Karlsruhe versorgt werden, bis die beiden Kommunalen Impfzentren (KIZ) in der St.-Maur-Halle in Pforzheim und in der Appenbergsporthalle in Mönsheim voraussichtlich zum 15. Januar ihren Betrieb aufnehmen werden“, erklärt Wolfgang Herz, der Leiter des Corona-Verwaltungsstabes im Landratsamt.

„Ein wichtiges Signal, das Mut macht“

„Wir sind sehr froh, dass unsere Bewohner bei den Ersten sind, die das Impfserum erhalten“, freut sich Heimleiterin Barbara Streibl. „Das wird uns die Arbeit hoffentlich bald wieder deutlich leichter machen. Besonders freut es mich für die uns anvertrauten hochbetagten Menschen, für die das Leben nun hoffentlich wieder etwas unbeschwerter sein wird“, so Streibl weiter. Auch Bürgermeister Heinz-Peter Hopp zeigte sich hoch erfreut, dass eine Einrichtung in Knittlingen in der Impfkampagne ganz vorne mit dabei ist: „Das ist ein wichtiges Signal, das Mut macht, gerade weil wir in unserer Stadt in den letzten Wochen leider sehr viele Infektionen hatten und zahlreiche Todesfälle beklagen mussten.“ In Knittlingen vor Ort waren auch zwei Mitarbeiter aus dem Sachgebiet Bevölkerungsschutz des Landratsamtes sowie eine Ärztin, um den Ablauf des Einsatzes zu beobachten und sich am Rande mit dem Team aus Karlsruhe auszutauschen. „Diese Erfahrung ist sehr hilfreich für die Planung unserer eigenen mobilen Teams, mit denen wir ab Mitte Januar von Pforzheim und Mönsheim aus selbst in die Alten- und Pflegeheime gehen“, erklärt Kreisbrandmeister Sorg, der als Leiter des Sachgebietes Bevölkerungsschutz dazu in engem Austausch mit den Hilfsdiensten steht, um die Fahrten zu koordinieren.

Schwere Verläufe nicht selten lebensgefährlich

In Pforzheim und dem Enzkreis gibt es über 40 Alten- und Pflegeheime, die nun alle in den nächsten Wochen angefahren werden. „Wir hoffen sehr, dass wir dort möglichst alle Bewohnerinnen und Bewohner impfen können“, so Herz. In dieser Altersgruppe gibt es bei einer Infektion mit dem Coronavirus leider allzu oft schwere Verläufe, die nicht selten lebensgefährlich sind. „Nicht nur unsere Erfahrungen im Enzkreis und in Pforzheim in der zweiten Welle zeigen, dass es ohne eine komplette Isolation wie im Frühjahr fast unmöglich ist, Senioren in Heimen vor einer Infektion zu schützen.“ Er appelliert daher insbesondere auch an die Angehörigen von Bewohnerinnen und Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen, ihren Lieben zu einer Impfung zu raten. Es gelte, die Vor- und Nachteile für alle Beteiligten gut abzuwägen. Nicht umsonst wurde für diese Menschen eine hohe Priorität beim Impfen eingeräumt. Aus seiner Sicht trägt die „Schutzimpfung“ die Bezeichnung völlig zu Recht. „Für diese Personengruppe über 80 Jahre gibt es derzeit schlicht keinen besseren Schutz“, ist Herz überzeugt.

Autor:

Havva Keskin aus Bretten

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