Pforzheims neuer Rathaus-Chef Boch übernimmt Amtsgeschäfte

Der Pforzheimer Oberbürgermeister Peter Boch
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Als erster CDU-Politiker überhaupt übernimmt Peter Boch die Amtsgeschäfte als Oberbürgermeister im Pforzheimer Rathaus.

Pforzheim (dpa/lsw) - Peter Boch, neuer Oberbürgermeister von Pforzheim, übernimmt an diesem Dienstag (1. August) den Chefsessel im Rathaus der Goldstadt. Er hatte im Mai gleich im ersten Wahlgang gewonnen und löst damit völlig überraschend den bisherigen Amtsinhaber Gert Hager (SPD) ab. Eine zweite Amtszeit für Hager wollten die Pforzheimer Bürger nicht; auf Boch richten sich nun viele Hoffnungen und Erwartungen. Er ist der erste CDU-Politiker überhaupt, der als OB in der 125 000-Einwohner-Stadt die Geschicke der Kommune leiten wird. Vorher war er Bürgermeister des nur 3500 Einwohner zählenden Städtchens Epfendorf im Kreis Rottweil gewesen.

Der 37 Jahre alte Boch hatte während des Wahlkampfes mit einem ambitionierten Elf-Punkte-Programm für seine Politik geworben: Familienfreundlicher solle die Stadt werden, eine Senkung der Gewerbesteuer wurde angekündigt, und Boch hatte immer wieder betont, den gesamten Haushalt der Stadt neu durchforsten zu wollen.

Besonderen Wert legt er darauf, das Sicherheitsgefühl in der Stadt zu verbessern, in der bei den Landtagswahlen im vergangenen Jahr die AfD mehr als 24 Prozent der Stimmen bekam und das Direktmandat holte. Der neue OB will im Rathaus eine Stabsstelle «Sicherheitsbündnis» schaffen, die er mit einem Polizisten besetzen will.

Feierliche Amtseinführung am 1. August

Der dreifache Vater, frühere Balletttänzer, frühere Personenschützer, frühere Polizist und nun auch frühere Epfendorfer Bürgermeister gibt sich volksnah, offen und kommunikativ. Er wolle für alle Pforzheimer da sein und von den Bürgern direkt erfahren, welche Projekte und Probleme sie vorrangig bearbeitet sehen wollen, betont er wiederholt.

Alle Bürger einzubinden, dürfte eine wichtige Aufgabe sein: Die niedrige Wahlbeteiligung war ein deutlicher Wermutstropfen für Bochs Sensationserfolg. Zwar konnte er 51,5 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen und deklassierte damit Hager (40,8). Zu den Urnen kamen aber nur 38,6 Prozent der knapp 92 000 Wahlberechtigten.

Viel Zeit zum Luftholen zwischen seiner Arbeit im beschaulichen Epfendorf und der neuen Herausforderung als Oberbürgermeister einer viel größeren Stadt mit ungleich komplexeren Strukturen hat er nicht: Am Donnerstag war sein letzter Arbeitstag in Epfendorf. Mit einer feierlichen Amtseinführung um 16 Uhr geht es am Dienstag los.

Autor:

Wiebke Hagemann aus Bretten

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