Pilotprojekt an Bachzuläufen: Gondelsheim startet 2018 Schutzkonzept gegen 100-Jähriges Hochwasser

Achtung Staugefahr: Ob der Durchlass der Meierhof-Brücke in Gondelsheim zwecks Hochwasserschutz vergrößert werden darf, prüft demnächst das Regierungspräsidium. Foto: ch
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Nach den Überschwemmungen von 2013 und dem Starkregen von 2015 wurden bereits einige schnell wirksame Maßnahmen umgesetzt. Im kommenden Jahr beginnen in Gondelsheim die Detailplanungen für langfristigen Hochwasserschutz. Etwa zeitgleich startet ein Pilotprojekt mit vier Sensoren zur Hochwasser-Frühwarnung.

GONDELSHEIM (ch) Nach den Überschwemmungen von 2013 und dem Starkregen von 2015 wurden bereits einige schnell wirksame Maßnahmen umgesetzt. Im kommenden Jahr beginnen in Gondelsheim die Detailplanungen für langfristigen Hochwasserschutz. Etwa zeitgleich startet ein Pilotprojekt mit vier Sensoren zur Hochwasser-Frühwarnung.

Verwallung und Hochwassermauer

„2018 nehmen wir uns den ersten Bauabschnitt des Schutzkonzepts gegen ein 100-jähriges Hochwasserereignis vor“, kündigt Bürgermeister Markus Rupp an. Im Einzelnen heißt das: Ab dem Bereich um die Saalbachhalle, wo der Saalbach beidseitig über die Ufer trat, soll das Gewässer bachabwärts auf der rechten Seite mit einer Verwallung eingefasst werden. Da dies wegen der Bebauung am linken Ufer nicht möglich ist, will man dort denselben Effekt durch eine je nach Geländehöhe 30 bis 80 Zentimeter hohe Mauer erzielen.

Erweiterung des Staubereichs

Bei den vorangegangenen Untersuchungen war auch festgestellt worden, dass die wenige Meter bachaufwärts beim Saalbach-Kindergarten liegende befahrbare Meierhof-Brücke einen zu kleinen Durchlass hat, weswegen sich das Wasser seinen Weg seitwärts an der Brücke vorbei suchte. Dieser Weg soll dem Wasser künftig durch eine trichterförmige Mauer versperrt werden. Oder anders ausgedrückt: Das Fassungsvermögen im Staubereich vor der Brücke soll erweitert werden.

Baubeginn für 2019 anvisiert

Der Gemeinderat hat die Maßnahme laut Bürgermeister bereits gebilligt, 2018 werden im Landratsamt und Regierungspräsidium die erforderlichen Genehmigungen beantragt. Dann beginnen die behördlichen Fachprüfungen. Unter anderem rechnet Sören Rexroth, der im Gondelsheimer Rathaus die Hoch- und Tiefbaumaßnahmen betreut, mit einer Überprüfung, „ob die aus dem 18. Jahrhundert stammende Meierhof-Brücke unter Denkmalschutz steht.“ Gleichwohl geht der Rathauschef vom Baubeginn im Jahr 2019 aus und fügt hinzu: "Wir hoffen, auf Landeszuschüsse in Höhe von 70 Prozent." Für die Zeit nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts peilt die Gemeinde bereits die Überprüfung weiterer Hochwasserschutzmaßnahmen bachabwärts auf der Höhe des Gewerbegebiets Altenwingert und bachaufwärts an der Bachstraße an.

Frühwarnsystem an den Bachzuläufen

Unabhängig davon erhält die in Gondelsheim bereits bestehende Pegelmessstation Verstärkung durch vier weitere Sensoren. Dabei handle es sich um ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger EnBW, mit dem unter anderem die Pegelstände der Bachzuläufe frühzeitig erfasst werden sollen, sagt Markus Rupp. Dementsprechend werden zwei der Sensoren am Bruch- und am Riedgraben installiert. Je ein weiterer ist am Saalbach-Durchlass unter der Bahnlinie auf Höhe der Firma Harsch sowie unter der Meierhof-Brücke vorgesehen. Im Frühjahr sollen die Frühwarn-Sensoren laut Sören Rexroth in Betrieb gehen.

Mehr zum Thema Hochwasserschutz lesen Sie auf unserer Themenseite Hochwasser

Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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