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Schulsachenaktion von BreWo und Diakonie
Routine oder Zitterpartie: Wunsch-Karten ab 18. Juli abholbar

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Bretten (hk) In vielen Familien ist es Routine, in manchen eine Zitterpartie: Die Zeit, in der sich Familien mit schulpflichtigen Kindern um die Schulsachen ihrer Sprösslinge kümmern. Auch wenn es sich im ersten Moment unglaublich anhört: Die Beraterinnen und Berater des Diakonischen Werkes kennen viele einkommensschwache Familien aus der Region, für die die Anschaffung der Schulausstattung eine besondere Herausforderung darstellt. So auch Diplom-Heilpädagogin Melanie Heinzel, die in der Psychologischen Beratungsstelle und als Koordinatorin der Familienpaten beim Diakonischen Werk im Landkreis Karlsruhe arbeitet. "Die Kinder aus diesen Familien bekommen natürlich die finanzielle Not ihrer Eltern zu spüren", sagt sie aus ihrer Erfahrung.

Sozialleistungen decken nur das Nötigste ab

Heinzel ist eine verlässliche Ansprechpartnerin, aber auch eine Vertrauensperson, die Familien und Alleinerziehenden hilft, wenn sie im Alltag mit ihren Kindern vor großen Herausforderungen stehen. In ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit hat sie ein offenes Ohr für Eltern, ermutigt sie in belastenden Lebensphasen und schenkt Kindern und Eltern Zeit, indem sie mit Kindern und Jugendlichen deren Freizeit gestaltet. In den Gesprächen erfährt sie, dass Sozialleistungen nur das Nötigste abdecken. Alltägliche Dinge für die Teilhabe in Schule, Vereinen oder im Freundeskreis blieben außen vor. Die Folgen für die betroffenen Kinder seien gravierend: Verunsicherung, sozialer Rückzug, Ausgrenzung und Scham. Kinder – seien sie nun Schulanfänger oder schon in einer höheren Klasse – aus Familien, wie sie Melanie Heinzel aus ihren beruflichen Tätigkeiten kennt, wollen Brettener Woche und das Diakonische Werk mit der Schulsachenaktion helfen.

Spenden von Schulranzen und Schulrucksäcken

Auch in diesem Jahr wird vor allem um Spenden von Schulranzen und Schulrucksäcken gebeten, da diese in Klasse eins und fünf die teuersten Anschaffungen sind. Wie 2021 werden alle Brettener Schulen und Kindergärten aktuell wieder dazu aufgerufen, die Karten mit der Aufschrift „Alle meine Schulsachen – das wünsche ich mir zum Schulanfang“ an bedürftige Familien zu verteilen. Die Karten sollten dann bis zum 15. Juli ausgefüllt an die Brettener Woche (Pforzheimer Straße 46, 75015 Bretten) gesendet oder in den Briefkasten der Brettener Woche im Kraichgau Center geworfen werden.

Wünsche bis 18. Juli erfüllen

Ab dem 18. Juli können dann Sie, liebe Leserinnen und Leser, sich ein oder mehrere Karten in der Geschäftsstelle der Brettener Woche heraussuchen und den darauf notierten Schulsachen-Wunsch (Schulranzen oder Schulrucksack) erfüllen. Die Sachspenden mit dazugehörigem Kärtchen geben Sie bitte bis zum 8. August wieder bei der Brettener Woche ab.

Jede Spende ist willkommen

Wer lieber mit Geld, das zweckgebunden für Schulsachen verwendet wird, helfen möchte, kann auf das Spendenkonto des Diakonischen Werks in Bretten bei der Volksbank Bruchsal-Bretten, IBAN DE13 6639 1200 0000 5675 07 spenden. Bitte geben Sie unbedingt den Verwendungszweck „Alle meine Schulsachen“ an. Auch mehrere kleine Spenden summieren sich am Ende zu einem beachtlichen Betrag, mit dem sich Schulranzen anschaffen lassen, um beim Start ins Schulleben für Chancengleichheit zu sorgen.

Autor:

Havva Keskin aus Bretten

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