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Ganzjahresreifen, E-Auto, Carsharing – was Autofahrer*innen jetzt wissen müssen
Mit Winterreifen auf Nummer sicher?

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Für viele Autofahrende gehört der Wechsel auf Winterreifen zur Tradition. „Von O bis O“ – Oktober bis Ostern – setzen sie auf wintertaugliche Spezialisten. Doch in den vergangenen Jahren haben sich einige Rahmenbedingungen geändert. Zum einen werden die Winter zwar milder, aber selbst im Flachland muss man mit Schneechaos, Eis und Glätte rechnen. Zum anderen steht mit hochwertigen Ganzjahresreifen eine Alternative zur Verfügung, doch auch hier sollte regelmäßig ein professioneller Reifencheck durchgeführt werden. Hinzu kommen weitere Neuerungen: Elektroautos stellen besondere Anforderungen an die Bereifung und der Trend zu Carsharing-Lösungen führt dazu, dass Fahrer*innen der Bereifung nur selten Beachtung schenken.
Hat „O bis O“ als Faustregel ausgedient? Wann sind Ganzjahresreifen eine sinnvolle Alternative? Worauf müssen Besitzer von E-Autos und Carsharing-Nutzer beim Thema Reifensicherheit achten? Antworten gibt es bei den Expert*innen der Initiative Reifenqualität in der Sprechzeit.

Schwer vorhersagbar und manchmal extrem – der Faktor Wetter

Zwar war der vergangene Winter insgesamt erneut zu warm, aber er brachte auch gebietsweise starke Schneefälle mit Schneeverwehungen und strengen Nachfrost – selbst im Flachland. Dafür stiegen die Temperaturen mancherorts schon im Februar wieder in frühlingshafte Bereiche1. Für Autofahrende bedeutet das: Es ist schwer vorhersehbar, ob, wo und wie lange winterliche Straßenbedingungen eintreten. Und nur dann ist laut Straßenverkehrsordnung Winterbereifung Pflicht. Da auf eine kalte Jahreszeit „von O bis O“ kaum Verlass ist, wechseln immer mehr Autofahrende auf Ganzjahresreifen. Das spart den zweimaligen Werkstattbesuch und Kosten, so das Kalkül. Da Ganzjahresreifen jedoch für den Winterbetrieb optimiert sind, zeigen sie im Sommer Schwächen gegenüber Sommerreifen. Zudem entfällt bei Ganzjahresbetrieb der regelmäßige Reifencheck, bei dem Schäden und Abnutzung auffallen – die vermeintliche Kostenersparnis entpuppt sich unter Umständen als Sicherheitsrisiko.

E-Autos und Carsharing – neue Themen, neue Fragen

Das Elektroauto ist auf dem Vormarsch: Allein im August 2021 wurden knapp 29.000 rein elektrische Pkw zugelassen, ein Plus von 79,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr2. E-Autos stellen besondere Anforderungen an die Bereifung: Geringer Rollwiderstand für mehr Reichweite, stabile Konstruktion aufgrund des hohes Fahrzeuggewichts, hohe Beschleunigungskräfte wegen des drehmomentstarken Elektromotors. Alle diese Faktoren müssen auch bei der Auswahl wintertauglicher Bereifung einfließen. Hinzu kommt: Nicht jede Werkstatt darf einen Reifenwechsel bei E-Autos vornehmen. Wer sein Elektroauto fit für den Winter machen will, muss also sorgfältig planen. Eine weitere neue Entwicklung im Mobilitätsverhalten ist die zunehmende Nutzung von Carsharing-Lösungen – besonders im städtischen Raum. Derzeit stehen in Deutschland über 26.000 Carsharing-Fahrzeuge zur Verfügung; fast 2,9 Millionen angemeldete Fahrberechtigte registrierten die deutschen Carsharing-Anbieter zum Jahresbeginn3. Auch sie betrifft das Thema Winterreifen: Nicht alle Carsharing-Fahrzeuge sind ab Oktober mit Winterreifen ausgerüstet – manche Anbieter setzen aus Kostengründen auf Ganzjahresreifen. Wer ein Carsharing-Auto im Winter für längere Strecken nutzt, sollte im eigenen Interesse Art und Zustand der Bereifung vor der Fahrt checken.

Profitipps zu Reifensicherheit und Winterreifen

Wann genau sind Winterreifen in Deutschland Pflicht? Unter welchen Bedingungen sind Ganzjahresreifen eine Alternative und wo liegen ihre Grenzen? Worauf muss ich bei der Reifenwahl für mein E-Auto achten? Woran erkenne ich einen guten Winterreifen? Wie lange kann ich Winterreifen fahren? Worauf muss ich als Carsharing-Nutzer beim Thema Reifen achten? Wer haftet, wenn es bei einem Carsharing-Fahrzeug zu einem Unfall wegen Mängeln an der Bereifung kommt? Gelten auf Auslandsfahrten andere Bestimmungen zu Winterreifen?

Alle Fragen rund ums Thema Reifensicherheit im Winter beantworten die Expert*innen der Initiative Reifenqualität des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner in der Sprechzeit:
• Norbert Allgäuer-Wiederhold; Dipl.-Ing. (FH), Dipl. Wirtsch. Ing. (FH) Pirelli Tyre Campus, Pirelli, München
• Michael Breuer; Referent Abteilung Werkstätten und Technik des Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V. (ZDK), Bonn
• Dipl.-Ing. (FH) Stefan Ehl; Dipl.-Ing. (FH), Prüfingenieur der Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e. V. (KÜS), Losheim am See
• Christian Koch; Reifensachverständiger der DEKRA Automobil GmbH, München
• Yorick Lowin; Geschäftsführer Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV), Bonn
• Roman Schneider; Vertriebsleiter Deutschland, Cooper Tire & Rubber Company Deutschland GmbH, Dreieich
• Axel Sprenger; Technischer Leiter (stv.) der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH

Rufen Sie an! Am Donnerstag, den 28. Oktober 2021 von 16 bis 19 Uhr.
Der Anruf unter 0800 – 2 811 811 ist aus allen deutschen Netzen gebührenfrei.

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1 https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2021/20210226_deutschlandwetter_winter2020_2021_news.html
2 https://www.adac.de/news/neuzulassungen-kba/
3 https://carsharing.de/alles-ueber-carsharing/carsharing-zahlen/aktuelle-zahlen-daten-zum-carsharing-deutschland

Autor:

Kraichgau News Ratgeber aus Bretten

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