Alte Post soll wieder glänzen: Brettener Investoren wandeln frühere Gaststätte in Büro- und Praxisräume um

Die Alte Post wird saniert: Eine Brettener Investorengesellschaft will das Gebäude wieder zu einem Schmuckstück machen. Foto: ch
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Eine Brettener Investorengruppe lässt derzeit die Alte Post sanieren. Das denkmalgeschützte Gebäude an der Ecke Bahnhofstraße/ovaler Kreisel soll einer neuen Nutzung zugeführt werden.

(ch) Die Gaststätte im Erdgeschoss stand schon länger leer, im Obergeschoss war zuletzt ein Spielcasino untergebracht – jetzt wird die Alte Post in der Bahnhofstraße grundlegend saniert. Brettener Investoren lassen das denkmalgeschützte Gebäude derzeit umbauen. Künftig soll es Büros und Praxisräume sowie Wohnungen beherbergen.

"4B Immobilien GmbH" hat das Gebäude erworben

Im Sommer ist es hinter zwei großen Kastanien verborgen und fällt trotz seiner prominenten Lage am ovalen Kreisel kaum auf: Bei näherem Hinsehen zeichnet sich das ehemalige Hauptpostgebäude von Bretten durch barockklassizistische Formen, ein herrschaftliches Entree mit halbrundem Sandsteinerker-Treppenaufgang und darüber liegendem mondänen Balkon sowie das mächtige Dach mit abgerundeten Fledermausgauben aus. Zuzusehen, wie der trotz seines stattlichen Alters von gut 100 Jahren noch immer eindrucksvolle Bau langsam verfiel, kam für Gerd Bischoff nicht in Frage. Der Stadtrat und langjährige Vorstandsvorsitzende von BGT Bischoff Glastechnik gründete mit Familienmitgliedern die „4B Immobilien GmbH“ und erwarb das Gebäude, um es wieder aufzupolieren.

Fertigstellung bis Anfang 2018 angepeilt

„Der Innenausbau geht auch in den Ferien voran“, sagt Gerd Bischoff, der als Geschäftsführer der „4B Immobilien GmbH“ fungiert. Handwerker haben das Gebäude bereits entkernt und die Ausschanktheken des ehemaligen griechischen Restaurants und des Bistros im Erdgeschoss demontiert. Heizung, Sanitär, Elektrik - alles muss erneuert werden. Und was steht als Nächstes an? „Die Fenster müssen restauriert werden“, antwortet Gerd Bischoff. Weil die Rahmen unter Denkmalschutz stehen, werden Spezialisten gebraucht. Eine Aufgabe mit Fingerspitzengefühl, die Bischoff auch Handwerkern aus der Region zutraut. Ebenso müssen die Sandsteine der Außenwand teilweise ausgebessert werden. „Die Fassade wird im alten Glanz erscheinen“, ist Gerd Bischoff zuversichtlich. Er schätzt, dass der Umbau bis Anfang 2018 abgeschlossen ist.

Gebäude bleibt äußerlich unverändert

Mit dem zeitweiligen Ruf als Zockerparadies ist Schluss. Nach der Sanierung sollen im Erd- und ersten Obergeschoss Angestellte in Büro- und Praxisräumen seriösen Tätigkeiten nachgehen. Im Dachgeschoss sind vier Wohnungen geplant. Äußerlich wird das um 1910 errichtete Gebäude nicht verändert. Ausnahme: Im Hof wird als zweiter Fluchtweg eine offene Feuertreppe angebaut. Dafür wurde der bisher als Freisitz für die Gaststätte dienende Anbau mit Genehmigung von Stadt und Denkmalamt bereits abgerissen. „Aus städtebaulicher Sicht begrüßen wir die Reaktivierung der alten Post ausdrücklich, zumal sie aufgrund ihrer exponierten Lage einen wichtigen Baustein im städtischen Gesamtbild darstellt und von der Grundsubstanz ein schönes, stadtbildprägendes Gebäude ist“, sagt Bürgermeister Michael Nöltner. Der Gemeinderat nahm das Umbauvorhaben Mitte Juli zustimmend zur Kenntnis.

Neuer Bebauungsplan wird erarbeitet

Weil für das rund 1000 Quadratmeter große Grundstück noch keine Planungsfestsetzungen seitens der Stadt gelten, erarbeitet das Amt für Stadtentwicklung und Baurecht derzeit einen neuen Bebauungsplan „Südlich der Melanchthonstraße“. Es sei bereits absehbar, dass das beantragte Bauvorhaben den Zielen des künftigen Bebauungsplans nicht entgegenstehe, heißt es. Zum Beispiel darf das Ortsbild nicht beeinträchtigt werden.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Chris Heinemann

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