Katholisches Altenheim in Bretten: Ein „menschlich verwerflicher Versuch der Caritas”

Das katholische Altenheim St. Laurentius in der Apothekergasse in Bretten.
  • Das katholische Altenheim St. Laurentius in der Apothekergasse in Bretten.
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Als „menschlich verwerflich” weist die Wählerinitiative „die aktiven” in einer Presseerklärung den Versuch der Caritas Ettlingen, „den Altenheim Standort auf dem Gewerbegelände an der Bahnlinie mit Hilfe von Drohungen wie dem Verlust von Arbeitsplätzen durchzusetzen, zurück”. Die Initiative bekommt dabei Unterstützung von Oberbürgermeisterkandidat Aaron Treut (CDU).

Bretten (pm/swiz) Als „menschlich verwerflich” weist die Wählerinitiative „die aktiven” in einer Presseerklärung den Versuch der Caritas Ettlingen, „den Altenheim Standort auf dem Gewerbegelände an der Bahnlinie mit Hilfe von Drohungen wie dem Verlust von Arbeitsplätzen durchzusetzen, zurück”. Die Initiative bekommt dabei Unterstützung von Oberbürgermeisterkandidat Aaron Treut (CDU). „In einem Schreiben an alle Gemeinderäte, das diesen, womöglich, persönlich in die Hand gedrückt wurde, beklagen die Mitarbeiter, dass diejenigen, die sich für den Ersatzneubau im Stadtzentrum von Bretten stark machen, 140 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2018 arbeitslos machen würden”, heißt es in der Erklärung der „aktiven”. Die Wählerinitiative weist „diese unsachliche Panikmache und den damit verbundenen Versuch, auf die frei gewählten Ratsmitglieder Druck ausüben zu wollen, auf das Schärfste zurück.” Egal an welchem Standort der (Ersatz-) Neubau entstehe, benötige man Arbeitskräfte. Wenn jetzt die Caritas, nicht der Gemeinderat, 140 Arbeitsplätze als Faustpfand ins Spiel bringe, dann könne man nur von mangelnder Weitsicht sprechen.

„Das wichtigste Gut eines Sozialverbandes sind die Mitarbeiter”

„Das wichtigste Gut eines Sozialverbandes sind die Mitarbeiter. Die Verbände suchen bundesweit mehr als 100.000 Fachkräfte, und hier in Bretten droht die Caritas Ettlingen 140 Personen zu entlassen”, so „die aktiven”. „In einem 'Faktenpapier' spricht die Caritas zwar von 120 Personen, wobei es sich dabei nicht um Vollzeitstellen handelt”, betont die Wählerinitiative. Dabei übersehe die Caritas, dass momentan der ASB ein komplett neues Altenheim mit sogar 90 Plätzen baue und im nächsten Jahr auf die Suche nach Arbeitskräften gehen werde. „Sollte der Caritasverband also weiter mit der Entlassung drohen, oder vorsorglich mal die Mitarbeiter zum 31. Dezember 2018 kündigen, dann haben diese die Möglichkeit, den Arbeitgeber zu wechseln. Wenn es dann für den Caritasverband ganz schlecht läuft, hat dieser keine Fachkräfte mehr, wenn er doch noch zur Besinnung kommen sollte und eine einvernehmliche Lösung mit der Kirchengemeinde am jetzigen Standort finden sollte, was die große Mehrheit der Brettener Bürger wünscht”, erklären „die aktiven” in ihrer Pressemitteilung weiter. Noch sei Zeit, dass der Caritasverband Ettlingen den „Wahnsinn stoppt und in Bretten nicht nur verbrannte Erde hinterlässt”.

„Den Machenschaften einen Riegel vorschieben” 

Die Fraktion „die aktiven“ lasse sich nicht erpressen und werde den Weg der vernünftigen Lösung am bisherigen Standort weiter verfolgen, wobei letztendlich die Kirchengemeinde und Caritas das Ergebnis in den Händen hätten und bestimmten. „Völlig unerklärlich bleibt die Aussage im Mitarbeiterschreiben, dass nach Ende eines 'Analyse- und Planungsprozesses' man zum Entschluss kommen konnte, auf dem Gewerbegebiet Mellert/Fibron ein Altenheim bauen zu können. Die Moschee hatten wir und die Mehrheit des Gemeinderates gerade mit diesem Tatbestand abgelehnt”, schließen "die aktiven”. In die gleiche Kerbe wie „die aktiven” schlägt auch der Oberbürgermeister-Kandidat Aaron Treut (CDU). Er stimme den Äußerungen der „aktiven” voll zu. Und weiter: „Der amtierende Oberbürgermeister sollte diesen Machenschaften der Caritas einen Riegel vorschieben.”

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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