Leserbrief: Trägergesellschaft könnte den Betrieb nahtlos weiterführen

Leserbrief von Werner Pfaus

Ein Leserbrief von Werner Pfaus aus Bretten zum Thema Altenpflegezentrum St. Laurentius in Bretten.

Am 18. August 2017 übergab ich dem Oberbürgermeister Wolff einen Antrag mit Plänen zum Umbau des Sporgassenareals mit der Bitte zur Beschlussfassung im Gemeinderat. Ziel dieses Antrags war die weitgehende Erhaltung des neu geschaffenen Parkplatzes mit zwei Einfahrts- und einer Ausfahrtsanlage mit den entsprechenden Kassenanlagen und den modernen Zufahrtswegen. Im Gegensatz zu den Planungen des Büro Baldauf, die auf die Parkplätze verzichten und dafür teurere Tiefgaragen einplanten, ist der Bedarf an offenen Parkplätzen, die kurzfristig genutzt werden, für die Besucher der Innenstadt von großer Wichtigkeit. Wenn durch den Bau eines Parkhauses anstelle der Böschung ohne zusätzlichen Platzbedarf weitere 170 Parkplätze geschaffen werden und durch einen im Parkhaus integrierten Aufzug ein barrierefreier Zugang zum Promenadenweg möglich wird, dann ist das ein Gewinn. Die Schaffung von Flächen für die öffentliche Stadtbücherei, für Wohnzwecke und Arztpraxen erfüllen die erforderlichen Ansprüche, so dass im Vergleich mit den Entwürfen des Büro „Baldauf" wesentlich kostengünstigere und durch den Erhalt der öffentlichen Parkplatzanlagen günstigere Umbaukosten entstehen. Trotzdem wurden vom Gemeinderat ein Vergleich der beiden Entwürfe nicht vorgenommen, weil sie vom OB Wolff nicht vorgelegt wurden.

Alternativvorschläge vorgelegt

Durch den Bericht in der BNN vom 24. Oktober 2017 „Katholische Altenpflege steht vor dem Aus" ist eine neue Situation entstanden. In dem Bericht steht unter anderem der Satz: „Wir werden in absehbarer Zeit keinen akzeptablen Neubau haben." Aufgrund dieser Aussage habe ich in einem neuen Antrag an OB Wolff vom 25. Oktober 2017 die Pläne so abgeändert, dass ich die Fläche für öffentliche Stadtbücherei, Arztpraxen und Wohnungsbau in den Obergeschossen durch das Altenheim ergänzt habe und so im Erdgeschoss 14 neue Stellplätze, circa 600 Quadratmeter öffentliche Stadtbücherei und in den Obergeschossen das Altenheim, Arztpraxen und Wohnungen untergebracht habe. Diese neuen Pläne habe ich auch der Caritas geschickt und Frau Hürten gebeten, sich mit OB Wolff in Verbindung zu setzen.

Weder kam diese Verbindung zustande, noch erhielt ich eine Nachricht von OB Wolff über meinen Antrag. Letztendlich kam der Bericht „Endgültiges Aus für St. Laurentius", in dem der Gesellschafterversammlung die Entscheidung von Frau Hürden über die Schließungspläne bekannt gemacht wurden. Aber es kann ja nicht sein, dass damit ein Betrieb, in dem Patienten behandelt, Pflege- und Betreuungsdienste angeboten, stationäre Pflege angeboten, Sozialstationen unterhalten, Küchenbetriebe und damit auch offener Mittagstisch angeboten werden, plötzlich nicht mehr gibt und damit 150 Angestellte arbeitslos werden und die Immobilien leer stehen.

Betrieb nahtlos weiterführen

Es muss eine neue Trägergesellschaft unter dem Namen „Katholisches Altenheim St. Laurentius" gegründet werden, die den Betrieb nahtlos weiterführt. Darüber hinaus muss ein Bauplatz gefunden werden, auf dem umgehend das notwendige Gebäude für Einzelzimmer gebaut werden kann, am besten das von Aktiven vorgeschlagene Grundstück des katholischen Pfarrhauses. Nach Fertigstellung des Neubaus kann dann umgezogen werden und mit der Renovierung des alten Gebäudes begonnen werden.
Selbstverständlich bleibt mein Antrag vom 12. August 2017 zum Umbau des Sporgassenareals erhalten.

Dipl.-Ing. Werner Pfaus aus Bretten

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