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Das Heringsessen des VBU begann mit einer Podiumsdiskussion mit Oberbürgermeister Martin Wolff und Mitgliedern des Gemeinderats.
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Podiumsdiskussion mit OB Wolff und Gemeinderäten beim VBU-Heringsessen

Bretten (hk/ger) Zum traditionellen Heringessen luden, bereits zum 28. Mal, die Stadtverwaltung Bretten und die Vereinigung Brettener Unternehmen (VBU) ein. In diesem Jahr wurde das Treffen durch eine Podiumsdiskussion mit Oberbürgermeister Martin Wolff und Vertretern des Gemeinderates zur aktuellen Lage der Stadtentwicklung Brettens bereichert. In gekonnter Manier führte Moderator Gerhard Meier-Röhn, langjähriger SWR-Studioleiter und DFB-Mediendirektor, durch den Abend. VBU-Vorsitzender Andreas Drabek begrüßte neben etwa 80 Publikumsgästen die Vertreter der Fraktionen: Otto Mansdörfer (Bündnis 90/Die Grünen), Renate Knauss (SPD), Günter Gauß (CDU), Gerd Bischoff (FDP) und Ariane Maaß (die aktiven).

Kommunikation zwischen Verwaltung und Rat verbesserungswürdig

Eine grundsätzlich positive Atmosphäre bestimmte den Abend, während bei Diskussionen um Themen wie Sporgasse, Leerstandsmanagement und Caritas auch durchaus kritische Töne zum Vorschein kamen. Die tiefen Gräben in der Stadt, die im Zuge der OB-Wahl zutage getreten waren, reichen jedoch nicht bis in den Gemeinderat hinein. Die Stimmung untereinander sei im Großen und Ganzen gut, das Arbeitsklima bei der Haushaltsklausur war durchgängig konstruktiv, unterstrich Wolff. Auf der menschlichen Ebene sah das Gauß auch so, wies aber darauf hin, dass die Kommunikation zwischen Verwaltung und Fraktionen noch verbesserungswürdig sei. Mansdörfer forderte ein, den Gemeinderat auch über den Stand von beschlossenen Anträgen immer wieder zu informieren. Wolff hatte in seiner Rede eingangs betont, dass viele Bauprojekte auf der Stelle träten, weil der Verwaltung schlicht das Personal fehle.

Anstehender Zuwachs als drängende Aufgabe

Einig waren sich die Funktionsträger darin, dass man bei Beschlüssen zusammenstehen muss. Auch wenn Projekte sehr umfangreich sind und sich über einen langen Zeitraum erstrecken, ist es wichtig, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Der Sporgassen-Umbau in zwei Bauabschnitten diente hierbei als Beispiel. Bischoff appellierte an den OB und seine Ratskollegen, dass man sich jetzt aktiv mit dem anstehenden Zuwachs in der Stadt auseinandersetze, und zwar in allen Bereichen. Verkehrsaufkommen, Wohnungsbau, aber auch neue Industriegebiete, wie der Abschnitt 7 in Gölshausen, seien drängende Aufgaben, die man auf keinen Fall verschlafen dürfe. Schließlich gebe es nur mit Arbeitsplätzen auch eine Zukunft für die hier lebenden Menschen. Anders als Wolff, der mit den knapp 30 Bebauungsplänen, die in Bretten und den Stadtteilen anstünden, allmählich das Ende der Fahnenstange erreicht sieht, beharren die Gemeinderäte darauf, dass mit kreativen Lösungen – „zum Beispiel in die Höhe“ – immer wieder neue Impulse gesetzt werden könnten. Insgesamt sahen aber alle Beteiligten die Melanchthonstadt auf einem guten Weg in die Zukunft. Bei leckeren Variationen vom Hering der Fachmetzgerei Bon Appétit von Axel Zickwolf und lebhaften Gespärchen klang der Abend aus.

Autor:

Havva Keskin aus Bretten

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