Gemeinderat Bretten muss Vertragsschließungen noch zustimmen
Zum Stichtag sieben Mietverträge für Dienstleistungszentrum auf Sporgasse

Auf der Sporgasse soll ein Dienstleistungszentrum mit Arztpraxen entstehen.
  • Auf der Sporgasse soll ein Dienstleistungszentrum mit Arztpraxen entstehen.
  • Foto: archiv
  • hochgeladen von Beatrix Drescher

Bretten (swiz) Mit einer knappen Mehrheit und nach einer intensiven Diskussion hatte der Gemeinderat Bretten in seiner Sitzung am 24. November beschlossen, die Verwaltung damit zu beauftragen, Mietverträge für ein eventuelles "Dienstleistungszentrum mit Arztpraxen" zu entwerfen (wir berichteten). Die städtische Tochter Kommunalbau sollte diese Verträge dann mit Interessenten abschließen. Voraussetzung für einen letztendlichen Bau des Zentrums durch die Kommunalbau sollte das Vorliegen einer Quote von 50 Prozent an möglichen Mietverträgen sein. Stichtag für diese Quote war der 31. Januar. Im Gespräch mit der Brettener Woche/kraichgau.news konnte der Brettener Oberbürgermeister Martin Wolff nun die Erfüllung dieser Quote verkünden: "Wir haben sieben unterschriebene Mietverträge vorliegen, was einer Belegungsquote des Zentrums von 55 Prozent entspricht. Dazu kommen drei Verträge mit Rücktrittsrecht." Sollten diese Verträge ebenfalls verwirklicht werden, sei eine Quote von 75 Prozent erreicht, so Wolff zufrieden. 

"Vertrauen zwischen den Vertragspartnern"

Alle Verträge sind mit einem Gremienvorbehalt versehen, das heißt, der Gemeinderat muss jedem einzelnen Vertrag zustimmen, damit er wirksam wird. Die Abstimmung soll in einer der nächsten nichtöffentlichen Sitzungen erfolgen, erklärte der OB. Einen genauen Sitzungstermin gebe es aber noch nicht. Über die genaue Zusammensetzung der Mieter wollte Wolff auf Rückfrage noch keine genaueren Details abgeben. Bevor die Kommunalbau sich der Mietersuche angenommen hatte, war die inzwischen vom Projekt zurückgetretenen Firma Weisenburger für die Akquirierung zuständig gewesen. Wolff sieht nun vor allem, "das Vertrauen zwischen den Vertragspartnern" als ausschlaggebenden Grund für das Zustandekommen der Verträge an.

"Frequenz für den Handel schaffen"

Eine erneute Absage hat Wolff indes der Forderung der Interessengemeinschaft Brettener Innenstadt (IGBI) erteilt. Diese hatten in der Brettener Woche um eine Aufschiebung des Projekts um ein bis zwei Jahre geworben. Der Grund: Wenn im Sommer nach dem zweiten Lockdown wieder eine gewisse Normalität einkehren könnte,  "werden wir es mit der Baustelle auf der Sporgasse und damit weniger Parkplätzen zu tun haben", kritisierte Andreas Drabek, Inhaber des Modehauses Martin. Daher habe der Brettener Handel der Innenstadt "ganz große Bauchschmerzen" mit dem Projekt, vor allem bezüglich des Zeitpunktes. "Wir rücken von unserem Bauzeitraum nicht ab", betont dagegen auf Nachfrage OB Wolff. Zum einen, so der Oberbürgermeister, werde man Parkplätze zur Kompensation während der Bauphase schaffen, zum anderen errichte man mit der Bebauung der Sporgasse auch einen Frequenzbringer für den innerstädtischen Handel. "Das ist ein wichtiges Projekt für die Einzelhandelsabsicherung", erklärt Wolff. Und weiter: "Heutzutage muss es heißen, man schafft nicht mehr Frequenz durch den Handel, sondern Frequenz für den Handel."

Mehr zum Thema finden Sie auf unserer Themenseite Sporgasse.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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