Theologe Günter Frank: Reformationsjubiläum hat "Konstruktionsfehler"

Professor Dr. Günter Frank, Direktor der Europäischen Melanchthon-Akademie Bretten.
  • Professor Dr. Günter Frank, Direktor der Europäischen Melanchthon-Akademie Bretten.
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Der Leiter der Europäischen Melanchthon-Akademie, Günter Frank, hat eine kritische Bilanz des Reformationsjubiläums gezogen.

Baden-Baden - Der Leiter der Europäischen Melanchthon-Akademie, Günter Frank, hat eine kritische Bilanz des Reformationsjubiläums gezogen. Das Jubiläum habe "einen Konstruktionsfehler", sagte er dem Badischen Tagblatt (Samstag). "Es wurde zu stark auf Luther und Wittenberg reduziert." Bereits frühzeitig habe es Reformbestrebungen etwa aus der Schweiz und aus den Niederlanden gegeben, doch man habe das Jubiläum erst in einem zweiten Schritt internationalisiert.

Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) habe wichtige Hinweise ignoriert

"Reformation ist ein Ereigniszusammenhang mit vielfältigen Akteuren und vielfältigen Schauplätzen, auch die katholische Kirche gehört dazu", so Frank. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) habe wichtige Hinweise ignoriert.Wichtig ist dem katholischen Theologen, der seit 2004 die Melanchthon-Akademie in Melanchthons Geburtsstadt Bretten leitet, das Jubiläum ökumenisch zu begehen. "Das gelingt uns dieses Mal erstmals in der Geschichte. Das wird leider zu wenig wahrgenommen."

Ein ausführliches Interview mit Günter Frank der Brettener Woche lesen Sie hier.

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