Impfzentren im Landkreis Karlsruhe impfen auch über Ostern
Landrat wehrt sich gegen "Gerüchte und Falschbehauptungen"

Der ärztliche Leiter Dr. Dieter Hassler, Landrat Christoph Schnaudigel und der organisatorische Leiter des Impfzentrums Heidelsheim Steven Rieger (von links) tauschen sich über den aktuellen Stand aus.
  • Der ärztliche Leiter Dr. Dieter Hassler, Landrat Christoph Schnaudigel und der organisatorische Leiter des Impfzentrums Heidelsheim Steven Rieger (von links) tauschen sich über den aktuellen Stand aus.
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Landkreis Karlsruhe (kn) Impfstopps oder geänderte Empfehlungen für die Verimpfung von Astrazeneca erfordern auch von den Organisatoren der Kreisimpfzentren Bruchsal-Heidelsheim und Sulzfeld eine hohe Flexibilität. Der Landrat des Landkreis Karlsruhe, Christoph Schnaudigel, verschaffte sich am Gründonnerstag, 1. April, ein eigenes Bild über die Abläufe. „Ich freue mich, dass wir ein so motiviertes und flexibles Team in Heidelsheim und Sulzfeld gewinnen konnten. Ohne den persönlichen Einsatz jedes Einzelnen fernab normaler Arbeitszeiten, könnten wir nicht so zügig auf neue Entscheidungen reagieren und den Impfwilligen schnellstmöglich helfen“, machte Schnaudigel deutlich.

"Impfbereitschaft weiterhin sehr hoch"

Unklar war bei seinem Besuch noch, wie sich die neuerlichen Entwicklungen zu Astrazeneca in der Praxis auswirken würden. Die Erfahrung in den beiden Kreisimpfzentren zeige aber, dass Impfwillige die neuen Empfehlungen zu Astrazeneca ernst nehmen, sich viele aber nach einer individuellen Risikoanalyse und eingehender ärztlicher Beratung letztendlich doch für die Impfung entscheiden würden, heißt es aus dem Landratsamt. Insgesamt wurden über 4.000 Termine in den beiden Kreisimpfzentren über die Osterfeiertage vergeben, davon rund 2.400 mit AstraZeneca. „Die Impfbereitschaft ist weiterhin sehr hoch“, freut sich der Landrat.

"Gerüchte und Falschbehauptungen"

Deutlich machte Schnaudigel, dass keine Impfdosis ungenutzt bleibe und schon gar nicht am Ende des Tages geöffnete und nicht verbrauchte Impfdosen entsorgt werden würden. Er reagiere damit, so Schnaudigel, "auf nicht ausrottbare Gerüchte und Falschbehauptungen, die auch in sozialen Medien kursieren". Impfstoff bleibe ein knappes Gut. „Wir haben ein ausgeklügeltes System entwickelt, dass tatsächlich jeder zur Verfügung stehende Tropfen auch in die Oberarme kommt“, so der Landrat. Sollte es in ganz wenigen Einzelfällen dennoch absehbar sein, dass am Abend Impfstoff übrigbleiben könnte, würden diese Dosen kurzfristig an andere Impfberechtigte vergeben. „Am Ende jeden Tages ist alles vorhandene Impfgut verimpft.“

"Unsere Infrastruktur steht und ist kurzfristig ausbaufähig"

Die Kreisimpfzentren arbeiten zwischenzeitlich im Zwei-Schicht-Betrieb, um parallel zu den Erstimpfungen auch die Zweitimpfungen abzuwickeln. Dennoch erreiche der Unmut über schleppende Terminvergaben und das bundesweite Buchungssystem sowie Impfstoffmangel die Verwaltung tagtäglich. Der Landrat äußerte Verständnis für die Kritik: „Wir haben aber als Landkreis keine Möglichkeiten auf die Terminvergabepraxis oder die Impfstoffbeschaffung Einfluss zu nehmen. Sollten wir aber morgen einen Anruf bekommen, dass zusätzlicher Impfstoff kommt, könnten wir diesen übermorgen bereits verimpfen.“ Und weiter: „Denn unsere Infrastruktur steht und ist kurzfristig ausbaufähig.“ Zudem erhoffe er sich eine Entlastung durch den Impfstart in den Hausarztpraxen in wenigen Tagen.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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