Neue Flüchtlingsunterkunft in Oberderdingen eingeweiht

Freuen sich über die neue Flüchtlingsunterkunft mit Anschlussunterbringung (von links): Oberderdingens Kämmerer und Geschäftsführer der KommunalBau, Dieter Motzer, Architekt Günther Meerwarth, Bürgermeister Thomas Nowitzki, Kreiskämmerer Ragnar Watteroth, Sozialdezernent Peter Kappes, vom Amt für Integration, Dominik Weiskopf, sowie die Leiterin des Gebäudemanagements, Barbara Früh.
  • Freuen sich über die neue Flüchtlingsunterkunft mit Anschlussunterbringung (von links): Oberderdingens Kämmerer und Geschäftsführer der KommunalBau, Dieter Motzer, Architekt Günther Meerwarth, Bürgermeister Thomas Nowitzki, Kreiskämmerer Ragnar Watteroth, Sozialdezernent Peter Kappes, vom Amt für Integration, Dominik Weiskopf, sowie die Leiterin des Gebäudemanagements, Barbara Früh.
  • Foto: Gemeinde Oberderdingen
  • hochgeladen von Christian Schweizer

In Oberderdingen wurde eine neue Flüchtlingsunterkunft eingeweiht.

Oberderdingen (sj) „Das gute Beispiel ist nicht eine Möglichkeit, andere Menschen zu beeinflussen, es ist die einzige“, zitierte der Oberderdinger Bürgermeister, Thomas Nowitzki, bei der Einweihung der neuen Flüchtlingsunterkunft den großen Arzt Albert Schweitzer. Am vergangenen Freitag wurde damit das bislang größte Projekt der heimischen Kommunalbau GmbH eingeweiht. Dabei entstanden in der Flehinger Straße für 3,7 Millionen Euro auf 2.105 Quadratmetern Wohn- und 578 Quadratmetern Nutzfläche 33 Wohneinheiten für Flüchtlinge. Davon sind 25 Wohnungen für die Anschlussunterbringung vorgesehen und acht Wohneinheiten für die vorläufige Unterbringung als Gemeinschaftsunterkunft.

26 Flüchtlinge aus Flehingen ziehen um

Diese Räume böten für die Geflüchteten aus der bisherigen Gesamtunterkunft in Flehingen nun viele Vorteile in der Anschlussunterbringung, führte Nowitzki aus: Abgeschlossene Wohnräume mit Privatsphäre, eigenes Bad und Küche sowie direkte Ansprechpartner vor Ort. In den nächsten Tagen sollen 26 Flüchtlinge aus Flehingen in die neue Unterkunft einziehen. „Das oft zitierte Wort 'integrieren' kommt aus dem Lateinischen und bedeutet erneuern, geistig auffrischen“, sagte Nowitzki. Leider werde der Begriff als Anpassung an unsere Lebensweise verstanden, was eigentlich schade sei, denn dadurch gingen auch Wissen, Gebräuche und Emotionen verloren.

"Frieden ein Stückchen näher zu kommen"

Zusammen mit dem Landkreis Karlsruhe und den Ehrenamtlichen des örtlichen Arbeitskreises soll im „Pakt für Integration“ die erforderliche soziale Betreuung geleistet werden, so Nowitzki. Dazu werden Flüchtlingsmanager eingesetzt. Außerdem hat das Land Baden-Württemberg in Oberderdingen für die nächsten drei Jahre die Stelle eines Integrationsbeauftragten bewilligt. Von der neuen Unterkunft sei es überdies nicht weit zu den Kindergärten, der Grundschule, zu den Schulen und zum Einkaufen im Ort. „Lassen Sie uns mit einem guten Beispiel vorangehen, in der Hoffnung, so vielen Menschen wie möglich die Chance zu geben, Fremdes kennenzulernen und damit dem Frieden ein Stückchen näher zu kommen“, sagte Nowitzki.

„Es ist sehr gelungen“, sagte Kreiskämmerer Ragnar Watteroth mit Blick auf die neue Oberderdinger Baukombination von Gemeinschaftsunterkunft und Anschlussunterbringung. Durch den Umzug der geflüchteten Menschen von Flehingen in die Anschlussunterkunft in Oberderdingen gelänge nun eine, „stufenlose Integration“, so Watteroth. Damit Integration funktioniere, müsste man an den Schnittstellen flexibel reagieren.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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