Walzbachtal-Jöhlingen: Zweites Pflegeheim soll zusätzlichen Bedarf decken

Jung und alt nah beieinander: Das im Gewann „Am Kirchberg“ geplante Seniorenzentrum Jöhlingen grenzt im Osten an das Wohngebiet Gageneck. Foto: ch
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  • Jung und alt nah beieinander: Das im Gewann „Am Kirchberg“ geplante Seniorenzentrum Jöhlingen grenzt im Osten an das Wohngebiet Gageneck. Foto: ch
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(ch) Sternenfels, Oberderdingen, Bretten – vielerorts in der Region werden neue Senioreneinrichtungen geplant oder sind bereits im Bau. Nun soll auch Walzbachtal ein zusätzliches Seniorenzentrum erhalten.

Da im Teilort Wössingen mit dem „Haus Losenberg“ bereits ein Pflegeheim vorhanden ist, wird die neue Pflegeeinrichtung in Jöhlingen gebaut. Als Standort hat der Gemeinderat ein Grundstück im Gewann „Am Kirchberg“ oberhalb des neuen Friedhofs beschlossen. Noch bis 8. September liegen die Pläne zur Einsichtnahme aus

Zusätzlicher Bedarf an Pflegeplätzen

„Walzbachtal braucht eine weitere Pflegeeinrichtung, weil wir unter anderem aus dem Kreispflegeplan des Landratsamtes Karlsruhe wissen, dass in der nahen Zukunft ein zusätzlicher Bedarf von 30 bis 45 Pflegeplätzen zu erwarten ist“, begründet Bürgermeister Karl-Heinz Burgey das Vorhaben. Das Gelände oberhalb des neuen Friedhofs, das im Südosten an das Wohngebiet Gageneck grenzt, sei mit rund 7000 Quadratmetern groß genug. Für den Standort sprechen laut Bürgermeister auch seine Nähe zur Stadtbahnhaltestelle Jöhlingen-West, die fußläufige Erreichbarkeit der Jöhlinger Ortsmitte und vor allem auch die kurzfristige Verfügbarkeit der Fläche.

Maßnahmen gegen Verkehr im Wohngebiet

Gemäß dem vom beauftragten Planungsbüro Pröll-Miltner aus Karlsruhe in der Gemeinderatssitzung am 4. Juli vorgestellten Bebauungsplanentwurf soll das früher landwirtschaftlich genutzte und derzeit brach liegende Areal bewusst über eine neu zu schaffende Zufahrt nordwestlich des Friedhofs ans Straßennetz angeschlossen werden, „um eine übermäßige verkehrliche Belastung im Neubaugebiet zu vermeiden.“ Zum Wohngebiet soll ein Zufahrtsverbot gelten, von dem nur Einsatzfahrzeuge und Krankentransporte ausgenommen sind. Dennoch gab es während der Gemeinderatssitzung auch kritische Nachfragen von künftigen Anwohnern.

Gemeinderat hat Bebauungsplan beschlossen

Was noch fehlt, ist ein konkretes Bebauungskonzept. „Wir führen momentan noch Gespräche mit zwei möglichen Betreibern des künftigen Seniorenzentrums, die unterschiedliche Konzepte verfolgen“, sagt der Rathauschef. Mit der am 4. Juli beschlossenen Aufstellung eines Bebauungsplans „Kirchberg“ gibt der Gemeinderat einem künftigen Betreiber schon einmal den städtebaulichen Rahmen vor. Parallel wird der Flächennutzungsplan angepasst. In dem neuen „Sondergebiet Pflege- und Betreuungszentrum“ werden neben der eigentlichen Pflegeeinrichtung auch Betreutes Wohnen, zugeordnete Veranstaltungs- und Gemeinschaftsräume, Verwaltungen, Dienstleistungen und kleinflächiger Einzelhandel sowie eine Kinderbetreuungseinrichtung zugelassen.

Baukörper sollen sich in Umgebung einfügen

Damit sich die künftigen Baukörper in die Umgebung einfügen, ist die maximal zulässige Gebäudehöhe gestaffelt: In direkter Angrenzung zum Wohngebiet dürfen die dort höchstens zulässigen Wandhöhen nur um etwa zwei Meter überschritten werden, während im rückwärtigen, weder dem Wohngebiet, noch der Straße zugewandten Bereich eine Überschreitung von bis zu fünf Metern erlaubt wird. Der Abstand zum Wohngebiet soll 7,50 Meter betragen. Festgeschrieben werden soll auch, dass auf dem Gelände „mindestens acht standortgerechte, hochstämmige Laub- oder Obstbäume“ angepflanzt und dauerhaft gepflegt werden müssen.

Baubeginn Mitte 2018 angestrebt

Ende Juli konnten sich die Bürger in einer öffentlichen Veranstaltung der Gemeindeverwaltung über das Vorhaben informieren. Bis zum 8. September liegt der Bebauungsplanentwurf im Rathaus zur öffentlichen Einsichtnahme aus. Mit dem Ergebnis der Offenlage befasst sich der Gemeinderat voraussichtlich im Oktober, wobei eventuelle Änderungen des Entwurfs beraten werden. Danach soll der künftige Betreiber und Bauträger ausgewählt werden, mit dem dann die Planung fortgeführt wird. Der Baubeginn wird nach Auskunft des Bürgermeisters für Mitte 2018 angestrebt.

Fotos: ch

Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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