„Zeichen für den Frieden" - Berufliche Schulen Bretten gestalten Gedenkfeier zum Volkstrauertag mit

Gedenkfeier zum Volkstrauertag auf dem Brettener Friedhof
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  • Gedenkfeier zum Volkstrauertag auf dem Brettener Friedhof
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  • hochgeladen von Wiebke Hagemann

Die Beruflichen Schulen Bretten gestalten in diesem Jahr die städtische Gedenkfeier zum Volkstrauertag sehr persönlich und ergreifend mit.  62 Jahre nach Kriegsende stellten sich Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte die Frage: Was hat das mit uns zu tun?

Bretten (BSB) „Wir wollen mit dieser heutigen Gedenkstunde nicht nur erinnern, sondern auch ein Zeichen für den Frieden setzen“, rief Schulleiterin Barbara Sellin bei der städtischen Gedenkfeier auf dem Friedhof der Melanchthonstadt den zahlreich erschienen Zuhörern zu. In diesem Jahr waren es die Beruflichen Schulen Bretten (BSB), die für die Mitgestaltung dieser Gedenkstunde verantwortlich zeichneten. Es war denn auch ein bewegender Moment, als Abiturienten des Technischen Gymnasiums gemeinsam mit Oberbürgermeister Martin Wolff und dem zweiten VDK-Vorsitzenden Wolfgang Leucht zwei Kränze am Kriegsdenkmal niederlegten.

Was hat das mit uns zu tun?

Vorab hatten sich Lara Kampa, Sabrina Köpp, Araya Thawornsawat-Finck, Zülal Yildirim und Markus Steiner im Unterricht mit der Thematik Volkstrauertag auseinander gesetzt und dabei vor allem die Frage erörtert, warum das Erinnern notwendig sei, auch wenn man selbst nicht betroffen sei. Gemeinsam mit ihrem Geschichtslehrer Andreas Franck stellten die Schüler ihre Ergebnisse aber auch ganz persönliche Gedanken den aufmerksamen und ergriffenen Besuchern vor: Das reichte vom Brief eines jungen Soldaten an seine Eltern, der in russischer Kriegsgefangenschaft verstarb, über erschütternde Kriegserlebnisse der eigenen Urgroßmutter bis hin zu einem Bezug in die eigene Lebenswirklichkeit. Es gibt nach wie vor Krieg, Terror und Flucht in der Welt, so werden an den BSB rund 130 Flüchtlinge unterrichtet. Und dort, wo heute das Schulhaus steht, hätten nach dem zweiten Weltkrieg Heimatvertriebene in einem Barackenlager Obdach gefunden, so Sellin, die ihrer Rede die Notwendigkeit der gemeinschaftlichen Erinnerung unterstrich: „Nach vielen Jahrzehnten des Friedens, der vor allem nach der Beendigung des Kalten Krieges für uns alle schon selbstverständlich erschien, sind Gewalt, Terror, Krieg und Flucht in vielen Teilen der Welt leider wieder gegenwärtig.“ Erinnerung sei die Basis für eine friedliche Zukunft, so Sellin weiter: „Der Volkstrauertag stellt eine Verbindung zwischen subjektiver und objektiver Erinnerung und Trauer her. Er schafft Raum für die Auseinandersetzung mit unserer Geschichte und ist zugleich Mahnung für die Zukunft.“

Kranzniederlegung am Ehrenmal

Oberbürgermeister Martin Wolff dankte in seinem Schlusswort den Schülern für ihre emotional berührenden Beiträge, ehe man, musikalisch vom Brettener Posaunenchor und dem VGV Bretten geleitet, zur Kranzniederlegung am Ehrenmal schritt. „Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt“, mit diesem Zitat von Berthold Brecht verabschiedete das Stadtoberhaupt alle Anwesenden in einen sonnigen Herbsttag.

Gedenkfeier zum Volkstrauertag auf dem Brettener Friedhof
Kranzniederlegung am Ehrenmal
Autor:

Wiebke Hagemann aus Bretten

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