Gondelsheim beteiligt sich an "EnBW vernetzt" und fördert kostenneutral die Klimaneutralität
"Das Klima kennt keine Pandemie"

Gondelsheim soll komplett klimaneutral werden.
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  • Foto: WikiCommons, Rauenstein
  • hochgeladen von Christian Schweizer

Gondelsheim (kn) Bürgermeister Markus Rupp hofft am kommenden Dienstag auf die Zustimmung des Gemeinderats zum nächsten Baustein der Gondelsheimer „Offensive für Klimaschutz und Nachhaltigkeit“. Das teilt die Gemeinde in einer Pressemitteilung mit. Eine Chance dafür biete die Netze BW. Die Firma offeriere allen Kommunen, in denen sie Betreiberin und gleichzeitig Eigentümerin des Stromnetzes sei, in Gestalt einer entsprechenden Gesellschaft eine Beteiligung von insgesamt 24,9 Prozent zu erwerben.

Beteiligung mit knapp 1,2 Millionen Euro möglich

Der maximale Anteil errechne sich nach Einwohnerzahl und der in der Gemeinde abgesetzten Energiemenge. Für Gondelsheim sei eine Beteiligung mit knapp 1,2 Millionen Euro möglich. In der Klausurtagung vom 5. März hatte sich der Gemeinderat für eine Beteiligung ausgesprochen. Energiekartellbehörde, Regierungspräsidium Karlsruhe und Innenministerium des Landes hätten laut Mitteilung keine Bedenken. Die Zustimmung der Rechtsaufsicht des Landkreises Karlsruhe wurde ebenfalls eingeholt.

"Das Klima kennt keine Pandemie"

Die garantierten Zinsen aus dieser Beteiligung an der „Kommunalen Beteiligungsgesellschaft Netze BW GmbH & Co. KG“ sollten durch eine Selbstbindung des Gemeinderats vollständig Klimaschutz- und Umweltprojekten zugutekommen. So zumindest lautete der Vorschlag von Bürgermeister Markus Rupp in der vergangenen Klausurtagung. In Summe stünden dann in den kommenden vier Jahren weitere 120.000 Euro für die Förderung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit zur Verfügung. „Wir wollen und werden auch in Corona-Zeiten nicht nachlassen, dieses Thema weiter konsequent zu verfolgen. Das Klima kennt keine Pandemie“, sagt der Rupp.

Umweltschutz als kontinuierliche Aufgabe

Zumal das angestrebte Modell gleich zwei Gewinner kenne: das Klima und die Gemeindekasse. „Der kommunale Haushalt wird letztlich mit keinem Euro zusätzlich belastet und wir verbessern trotzdem die Lebensqualität der Gondelsheimerinnen und Gondelsheimer weiter“, erklärt der Bürgermeister. Deshalb vertraue er wie bei anderen wichtigen Vorhaben auch auf eine breite Zustimmung und Unterstützung durch den Gemeinderat. Den Umweltschutz sieht Rupp als kontinuierliche Aufgabe an, den die Gemeinde seit mehr als zwei Jahrzehnten mit konkreten Maßnahmen voranbringe. „Als die Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen in der Öffentlichkeit noch keine große Rolle spielte, haben wir uns bereits darum gekümmert“.

Zusammenarbeit von Gemeinde und Umwelt- und Energieagentur

Er erinnerte dabei auch an den „Wärmverbund Rathausplatz“. Der sorge dafür, dass bereits seit 20 Jahren durch den Anschluss von Rathaus, Saalbachhalle, Kita „Am Saalbach“, „Alte Schule“ und Bauhof an die Nahwärmeversorgung mit Holzhackschnitzel und Gas bisher fast 1.500 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) eingespart wurden. Jüngstes Beispiel sei die Zusammenarbeit der Gemeinde Gondelsheim mit der Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe (UEA) und dem damit verbundenen Ziel der Auszeichnung mit dem European Energy Award, dem europäischen Gütezertifikat für die Nachhaltigkeit der Energie- und Klimaschutzpolitik von Kommunen.

Gondelsheimer Offensive für Klimaschutz und Nachhaltigkeit

„Wichtig ist es, die Bürgerinnen und Bürger auf diesem Weg mitzunehmen und sie einzubinden“, sagt Rupp. Dazu diene die „Gondelsheimer Offensive für Klimaschutz und Nachhaltigkeit“, die Verwaltung und Gemeinderat vor einem guten Jahr gemeinsam auf den Weg gebracht hätten. Eines der Ziele laute: „4 x 5 fürs Klima“. Konkret bedeute das: Bevölkerung, junge Generation, Gemeinderat und Verwaltung schlagen jeweils fünf konkrete Maßnahmen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit zur Umsetzung vor. Gemeinderat und Verwaltung seien bei einer Klimawerkstatt im September 2020 vorangegangen. Etliche dieser Ziele würden sich nun im Haushalt 2021 wiederfinden. Die Bevölkerung und die junge Generation wolle Rupp aufgrund der Pandemielage nunmehr digital einbinden. Von der Energie- und Umweltagentur Kreis Karlsruhe erwarte er hierzu in Kürze konkrete Vorschläge.

Autor:

Beatrix Drescher aus Bretten

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