Nach Hooligan-Randalen beim Fußballspiel KSC gegen Dynamo Dresden: Razzien gegen Dresdner Fanszene

Nach den Hooligan-Randalen beim Fußballspiel KSC gegen Dynamo Dresden hat es in Dresden, Brandenburg, Baden-Württemberg und der Schweiz Razzien gegen die Dresdner Fanszene gegeben.
  • Nach den Hooligan-Randalen beim Fußballspiel KSC gegen Dynamo Dresden hat es in Dresden, Brandenburg, Baden-Württemberg und der Schweiz Razzien gegen die Dresdner Fanszene gegeben.
  • Foto: Pixabay, lukasbecker
  • hochgeladen von Christian Schweizer

Nach den Hooligan-Randalen beim Fußballspiel KSC gegen Dynamo Dresden hat es in Dresden, Brandenburg, Baden-Württemberg und der Schweiz Razzien gegen die Dresdner Fanszene gegeben.

Karlsruhe/Dresden (kn) Nach den Hooligan-Randalen beim Fußballspiel KSC gegen Dynamo Dresden am 14. Mai hat es in Dresden, Brandenburg, Baden-Württemberg und der Schweiz am heutigen Dienstag, 5. Dezember, Razzien gegen die Dresdner Fanszene gegeben. Beim Heimspiel des inzwischen in der Dritten Liga spielenden KSC hatte es einen Marsch aus dem Kreis der Dresdner Fanszene mit etwa 1.500 Personen durch das Karlsruher Stadtgebiet zum Wildparkstadion gegeben. Dabei waren die Marschteilnehmer einheitlich mit militärähnlicher Tarnkleidung mit dem aufgedruckten Schriftzug "FOOTBALLARMY DYNAMO DRESDEN" bekleidet. Die vorderste Reihe des Aufzugs präsentierte ein großes Transparent mit der Aufschrift "KRIEG DEM DFB". Dazu wurden - schwarzen Rauch ausstoßende - Nebeltöpfe eingesetzt, die zusammen mit Trommeln das militante Erscheinungsbild verstärkten.

Polizisten mit Pyrotechnik beworfen

Die den Marsch begleitenden Polizisten wurden aus der Menge heraus mit Pyrotechnik beworfen und beschossen. 21 Beamte erlitten dabei schmerzhafte Knalltraumata.Auf ein Signal überrannten die Marschteilnehmer dann am Wildparkstadion mit massiver Körpergewalt die Einlasskontrollen. Dabei wurden viele Ordnungskräfte verletzt. Zudem konnten unkontrolliert pyrotechnische Gegenstände ins Stadion gebracht werden, die während des gesamten Fußballspiels aus dem Gästeblock abgefeuert wurden. Dresdner Fans, die ohne einheitliche Tarnkleidung in den Gästeblock kamen, wurden mit Gewalt hinausgedrängt.

Mehrere Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe leitete in der Folge mehrere Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und Sprengstoffgesetz ein. Beim Polizeipräsidium Karlsruhe wurde die Ermittlungsgruppe "Dynamo" gebildet. Anhand der polizeilichen Ermittlungsergebnisse zum Fanmarsch erwirkte die Staatsanwaltschaft Durchsuchungsbeschlüsse für 33 Wohnungen und Geschäftsräume. Der überwiegende Anteil der durchsuchten Objekte liegt dabei in Dresden und Umgebung. Es sind aber auch Objekte in Brandenburg, Baden-Württemberg und der Schweiz betroffen. Die Maßnahmen richten sich gegen mehr als 20 Tatverdächtige. Die Razzien am Morgen des heutigen Dienstags, 5. Dezember, wurden dann zeitgleich vollzogen.

Alle aktuellen Polizei-Meldungen finden Sie auch auf unserer großen Themenseite „Polizei“.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

4 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by Gogol Publishing 2002-2019. Dieses Nachrichtenportal mit dem integrierten Leserreporter-Modul und die gedruckte Zeitung werden mit Gogol Publishing produziert - dem einfachen Redaktionssystem für Anzeigenblätter und Lokalzeitungen.