Endspurt für die Wahl zum Jugendgemeinderat

Julia Breuer, 15 Jahre, MPR
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Bei einer Vorstellungsrunde im Hallensportzentrum stellten sich die Kandidaten für die Wahl des Jugendgemeinderats vor und ihre Ziele dar. Sie wünschen sich unter anderem attraktive Freizeitangebote, größeres Mitspracherecht und bessere Busverbindungen.

Bretten (hk) Ein Vorhaben liegt den 18 neuen Kandidaten, die sich um einen der dreizehn Plätze im Jugendgremium der Stadt Bretten beworben haben, besonders am Herzen: Brettener Jugendliche an die Hand nehmen und für kommunalpolitische Themen mobilisieren. Denn zur Vorstellung der Bewerber für die Wahl des Jugendgemeinderats (JGR) blieben in der Aula des Hallensportzentrums „Im Grüner“ viele Sitzplätze leer. Vom spärlich besetzten Publikum ließen sich die jungen Kandidaten aber keinesfalls beirren: In lockerer Atmosphäre stellten die zukünftigen Jungräte den Besuchern sich und ihre klar formulierten Ziele souverän vor und tauschten sich mit ihnen aus. Die Moderation übernahm Simon Bolg vom Ordnungsamt. Auch Oberbürgermeister Martin Wolff und der Ortsvorsteher von Ruit und OB-Kandidat, Aaron Treut, befanden sich unter den Zuschauern.

Bessere Busfahrzeiten und Großstadt-Feeling

In der kurzweiligen Vorstellungsrunde ging jeder Bewerber auf seine persönlichen Ziele ein. Larissa Becker (17, ESG), die schon Erfahrungen als Schülersprecherin sammeln konnte, wünscht sich mehr kostenlose WLAN-Zonen („Auf dem Marktplatz haben wir ja schon WLAN“) und Events auch für unter 16-jährige Jugendliche. Vivien Bohr (15, MGB) ist in der SMV tätig. Im JGR möchte sie sich unter anderem für die Überarbeitung der Busfahrzeiten und die Verbesserung der Beziehungen zwischen den Brettener Schulen einsetzen. Jana Freis (17, Uni Heidelberg) möchte mit ihren bisherigen Erfahrungswerten punkten: Sie war schon drei Jahre im JGR tätig. Als Studentin möchte sie nun mit einer „anderen Sichtweise“ Bretten ein „Großstadt-Feeling“ verleihen. Katja Hiller (14, ESG) wünscht sich Orte für die Freizeitgestaltung, „wo man auch mal laute Musik laufen lassen kann“, während Miklós Kopcsándi (16, Schillerschule) von einem „Freizeitzentrum“ mit einer Mensa träumt. Ein konkretes Problem sprach Smilla Kroll (14, MGB) an: Sie wünscht sich eine Klimaanlage in der Aula des Melanchthon-Gymnasiums. Außerdem möchte sie sich für Radwege, die direkt zu den Schulen führen, einsetzen. David Stefan (14, MPR) brachte es kurz auf den Punkt: Er wünscht sich eine Einführung eines Nachtbusses für die Linie 146.

Für Politik begeistern - aber wie?

Nach der Vorstellungsrunde hatte das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Martin Knecht (CDU) wollte wissen, wie die Kandidaten „die Jugendlichen, die heute fehlen“ für mehr politische Teilhabe motivieren wollen. Jana Freis möchte das Problem lösen, indem sie auf die Jugendlichen zugeht und ein offenes Ohr für deren Bedürfnisse bietet. Larissa Becker erklärte, dass vielen Jugendlichen heutzutage oft die Zeit für politisches Engagement fehle. Deshalb sehe sie es als ihre Aufgabe an, die Meinungen der Jugendlichen zum Beispiel in den Schulen abzuholen. Auch Willi Kraft möchte verstärkt darauf aufmerksam machen, dass man im JGR tatsächlich etwas verändern und erreichen kann. Heidi Leins (Freie Wähler Vereinigung) hakte nach, ob es denn konkrete Ideen gäbe, an welchem Ort man einen Jugendtreff realisieren könne. Jana Freis kann sich einen Treffpunkt im Jugendhaus vorstellen. Dort sei die Nähe zum Bahnhof ein großer Vorteil. Auch Nina Frick findet, dass das Jugendhaus die „einfachste Lösung“ wäre. Attraktive Veranstaltungen wie beispielsweise eine Halloweenparty könnten ihrer Meinung nach den "schlechten Ruf des Jugendhauses" verbessern. Marco Vögele dagegen träumt von einem öffentlichen einsehbaren und zentralen Platz, an dem sich die Jugendlichen jederzeit treffen können. Eine Schülerin des Edith-Stein-Gymnasiums fragte, wie man die Erreichbarkeit des JGRs verbessern wolle. Vivien Bohr hält die sozialen Medien für wichtig. Potenzial sehe sie in der Bretten-App, die man dafür nutzen könnte, Ideen und Wünsche direkt an den JGR zu übermitteln, während sich Willi Kraft eine E-Mail-Adresse für den JGR wünscht.

Wahl am 12. November

13 Plätze im JGR gilt es dann am Wahl-Sonntag, 12. November, parallel zur Wahl des neuen Oberbürgermeisters, zu besetzen. Drei Jahre lang vertreten sie dann ehrenamtlich die Interessen der 14- bis 18-Jährigen gegenüber dem Oberbürgermeister, dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung. Zahlreiche Erfolge fußen auf der Initiative des JGR und wurden mit deren Engagement ins Leben gerufen. So hat der JGR einen Nachtbus auf der Linie 141 Bretten-Büchig-Neibsheim-Gondelsheim etabliert und einen Basketballkorb am Jugendhaus aufgestellt.

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Bewerbungen für Wahl des Brettener Jugendgemeinderates sind eingegangen

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Autor:

Havva Keskin aus Bretten

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