Kritiker befürchten Auswirkungen auf die Natur
Trassenkorridor für Stromautobahn Suedlink festgelegt

Bonn (dpa) Eines der größten Projekte der Energiewende in Deutschland ist einen wichtigen Schritt vorangekommen. Die Bundesnetzagentur hat für die Stromleitung Suedlink am Freitag den noch fehlenden Trassenabschnitt in Niedersachsen festgelegt. «Der grobe Verlauf des Suedlink steht jetzt fest. Damit bringen wir eines der zentralen Projekte der Energiewende auf den Weg», sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. Die rund 700 Kilometer lange Verbindung soll über Erdkabel Windstrom aus der Nordsee in die süddeutschen Ballungsräume transportieren.

Stromautobahn soll 2026 in Betrieb gehen

Bis diese sogenannte Stromautobahn genutzt werden kann, wird es aber Jahre dauern. Laut Bundesnetzagentur soll sie 2026 in Betrieb gehen. Mit der jetzigen Entscheidung hat die Behörde einen etwa 1.000 Meter breiten Streifen festgelegt, in dem die Leitung verlegt werden soll. Im weiteren Genehmigungsverfahren entscheidet die Bundesnetzagentur über den genauen Verlauf innerhalb dieses Korridors.

Investitionskosten von zehn Milliarden Euro

Suedlink besteht aus zwei Vorhaben, die über weite Bereiche parallel geplant und verlegt werden. Startpunkte sind Wilster und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein. Die Leitung führt dann durch Niedersachsen, Hessen und Thüringen nach Bayern und Baden-Württemberg. Die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und TransnetBW beziffern die Investitionskosten auf zehn Milliarden Euro. Suedlink ist eine von drei in Planung befindlichen Stromautobahnen. Für eine vierte Erdkabel-Doppelleitung von der Nord- und Ostsee nach NRW wird derzeit das Planungsverfahren vorbereitet.

Auswirkungen auf Natur befürchtet

Bundesweit gibt es Bürgerinitiativen gegen die leistungsstarken Stromtrassen. Bei der Erdverkabelung befürchten sie «Wärmekontamination» und damit Auswirkungen auf die Natur sowie Tier- und Pflanzenwelt. Tennet und TransnetBW haben versichert, der Bodenschutz bilde bei Planung und Bau einen Schwerpunkt, um die Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Natur so gering wie möglich zu halten.

Autor:

Beatrix Drescher aus Bretten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

16 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen