RKH-Vertreter äußern sich zur aktuellen Corona-Lage in den Krankenhäusern der Holding
Mitarbeiterausfälle und Kritik an Lockerungen zu Weihnachten

Die Corona-Pandemie dominiert auch die Kliniken der Regionale Kliniken Holding (RKH), zu der auch die Rechbergklinik Bretten (Foto) und der Fürst-Stirum-Klinik in Bruchsal gehören.
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Bretten/Region (swiz) Die Corona-Pandemie dominiert auch die Kliniken der Regionale Kliniken Holding (RKH), zu der auch die Rechbergklinik Bretten und die Fürst-Stirum-Klinik in Bruchsal gehören. "Wir befinden uns zwar seit einer Woche in einer Seitwärtsbewegung was die Zahl der Covid-19-Patienten angeht, aber die Zahlen fallen eben nicht", betont der RKH-Geschäftsführer Professor Dr. Jörg Martin auf einer digitalen Pressekonferenz. Und eine Abnahme der Fälle an den Kliniken der Holding erwarte man in diesem Jahr auch nicht mehr. Vielmehr, so Martin, gehe man davon aus, dass es noch einmal einen Höhepunkt der Fallzahlen in der letzten Dezember- und ersten Januarwoche geben werde. Dann könne es zu einer kurzen Entspannung kommen, bevor die Zahlen in der letzten Januarwoche aufgrund der leichten Corona-Lockerungen an Weihnachten wieder steigen könnten. Mit einer wirklichen Entspannung sei dann aufgrund der Impfung erst in der zweiten Jahreshälfte 2021 zu rechnen, betont der Geschäftsführer. Dies gilt dann auch für die Kapazitäten bei den Intensivbetten. Diese seien zurzeit zu rund 30 Prozent mit Covid-19-Patienten belegt. In Bruchsal waren Stand Dienstag, 22. Dezember, 24 der derzeit 26 Intensivbetten belegt, vier davon mit Covid-Patienten, in Bretten waren neun der zehn Intensivbetten belegt, zwei davon mit Corona-Fällen.

Hohe Zahl an Mitarbeiterausfällen

Probleme bereiten der RKH neben den konstant hohen Corona-Zahlen aber auch die Mitarbeiterausfälle durch direkte Covid-19- oder durch Quarantäne-Fälle. "Wir haben derzeit einen Schnitt von 20 Prozent Mitarbeiterausfall in den Häusern der RKH", sagt Professor Dr. Götz Geldner von der Anästhesiologie Ludwigsburg. Getestet werden die Mitarbeiter der Kliniken Holding, die "nah am Patienten sind", zweimal in der Woche mit einem Schnelltest. Sollte dieser positiv ausfallen, folge noch ein sogenannter PCR-Test, sagt Dr. Sabine Gfrörer, Leitende Ärztin am Institut für Klinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene am Klinikum Ludwigsburg. Ähnlich werde auch bei Patienten verfahren. So gebe es bei Notfall-Patienten ebenfalls einen Schnell- und gegebenenfalls noch einen PCR-Test.  Bei Patienten, die stationär in eine Klinik aufgenommen würden, gebe es ebenfalls einen PCR-Test.

Mutation wohl auch hierzulande zu finden

Zurzeit kläre sie mit den Herstellern der verwendeten Corona-Tests im Übrigen ab, ob diese auch die jüngst entdeckte Mutation des Coronavirus nachweisen würden, so Gfrörer. Sie sei sich im Übrigen sehr sicher, dass die neue Coronavirus-Variante auch schon hierzulande zu finden sei, bisher habe sie lediglich niemand gesucht.

Kritik an Lockerung der Vorgaben zu Weihnachten

Dass notwendige Operationen trotz Corona nicht verschoben oder gar abgesagt würden, sei indes vollkommen klar, betont Prof. Dr. Martin Schuster, Ärztlicher Direktor an der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal. Man könne schließlich einem Tumor- oder Herzinfarkt-Patienten nicht sagen, er solle in sechs Monaten wiederkommen. Auch aus diesem Grund und um weiter steigenden Infektionszahlen vorzubeugen, sei er im Übrigen froh, um jeden, der in der aktuellen Lage zu Hause bleibe, sagt Schuster. Und Professor Martin ergänzt: "Meiner Meinung nach hätte man diese Lockerungen der Vorgaben zu Weihnachten nicht machen sollen."

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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