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Lea Hoek und Alina Notter erhalten den 24. Melanchthon-Schülerpreis
"Ihr verdient alle unsere Anerkennung"

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Bretten (bea) Ein sehr guter Schulabschluss, soziales Engagement und Wissen über den Reformator Philipp Melanchthon - das vereinen die beiden Preisträgerinnen des 24. Melanchthon-Schülerpreises der Melanchthon-Schülerpreis-Stiftung, Lea Marie Hoek und Alina Notter, in sich. Beide wurden am gestrigen Donnerstagabend in Brettens "ehrwürdigen Hallen", wie sie Joachim Kößler, Vorstand der Melanchthon-Schülerpreis-Stiftung, nannte, geehrt. Da die Satzung der Stiftung vorsehe, dass bei zwei Preisträgern das Preisgeld geteilt werde, könne und wolle er das auch nicht ändern, dazu habe er viel zu lang in der Verwaltung gearbeitet, scherzte Bürgermeister a.D. und Stiftungsvorstand Willi Leonhardt. 

"Ihr verdient alle unsere Anerkennung"

Vielmehr sei er froh, dass die Stiftung mit der Verleihung des Schülerpreises wieder auf die Bedeutung Melanchthons als Bildungsexperte seiner Zeit aufmerksam machen könne. Im vergangenen Jahr hatte die Verleihung aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattgefunden. Oberbürgermeister Martin Wolff verwies darauf, dass alle Kandidatinnen das Ideal, welches Melanchthon vorgegeben habe, auch tatsächlich lebten. "Ihr verdient alle unsere Anerkennung", sagte er. Den fünf Schülerinnen dankte auch Studiendirektor und Juryvorsitzender Matthias Thies vom Regierungspräsidium Karlsruhe für ihr soziales Engagement, das vorbildliche Wirken in der Gemeinschaft und die Bereitschaft, sich für den Melanchthon-Schülerpreis zu bewerben.

Melanchthon lebte den Humanismus

In seiner Rede hinterfragte er, warum sich Menschen des 21. Jahrhunderts und somit Angehörige einer technischen Hochkultur - mit dem Leben eines Mannes beschäftigten, der am Ausgang des Mittelalter gelebt habe. Zum einen habe er versucht, unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen eine Ordnung zu geben, habe nah an den Menschen gewirkt und somit den Humanismus gelebt, so Thies. Gemeinsam mit anderen Humanisten habe Melanchthon den Grundstein einer humanistischen Kultur gelegt und in einer Zeit von Bildungsskepsis und -gegnern maßgeblich zur Etablierung einer Bildungskultur beigetragen. Doch auch in der heutigen Zeit lebten viele Skeptiker. Nun müsse man erneut um Vernunft und im Sinne des Gemeinwohls gegen Einzelinteressen ringen. "Wir brauchen Menschen mit Orientierung."

Vier Brettener Schulen stellten Kandidaten

In der Jury, die Hoek und Notter als Preisträgerinnen auswählte, hatten Pfarrer Harald Maiba von der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius und Karl Strobel als Vertreter der Wirtschaft die fünf Kandidatinnen interviewt. Von der Max-Planck-Realschule kandidierte Marie Gruber, vom Melanchthon-Gymnasium Kristina Antonia Beck sowie Lea Marie Hoek, vom Edith-Stein-Gymnasium Katja Hiller und vom Technischen Gymnasium der Berufliche Schulen Bretten, Alina Notter. Das Preisgeld für den Melanchthon-Schülerpreis 2021 in Höhe von 750 Euro stiftete der Lions Club Bretten-Stromberg.

Wieder von Angesicht zu Angesicht kommunizieren

Die beiden Preisträgerinnen freuten sich über ihre Auszeichnung. So wisse man, dass das Engagement gesehen werde, stimmten Hoek und Notter überein. In der Zeit der Pandemie finde Bildung nicht im regulären Ablauf statt, daher gelte es nun die Bildung zu stärken und für einen geordneten Ablauf zu sorgen, sagte Kößler abschließend. "Ich wünsche uns, dass wir das Licht im Tunnel im nächsten Jahr stärker wahrnehmen können." Der Dialog, von dem Melanchthon gesprochen habe, sei momentan im digitalen Bereich zu finden. Daher sei er froh, "wenn wir in Zukunft wieder von Angesicht zu Angesicht kommunizieren können", so Kößler.

Autor:

Beatrix Drescher aus Bretten

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