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Covid-Lage-Update der RKH Kliniken
Wegen Omikron: Weniger Mitarbeiter, aber mehr Patienten

Nur wenige Intensivbetten sind derzeit mit Covid-Patienten belegt. Zurückzuführen ist das auf den milderen Krankheitsverlauf bei der Omikron-Mutation.
  • Nur wenige Intensivbetten sind derzeit mit Covid-Patienten belegt. Zurückzuführen ist das auf den milderen Krankheitsverlauf bei der Omikron-Mutation.
  • Foto: RKH Kliniken
  • hochgeladen von Katrin Gerweck
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Region (ger) Die Corona-Inzidenzen befinden sich derzeit in einem massiven exponentiellen Wachstum, doch bisher schlagen die hohen Zahlen der Infizierten noch nicht auf die Kliniken durch. „Jetzt zu denken, es wird schon nicht so schlimm, wäre aber die falsche Interpretation“, mahnte der Leiter des Krisenstabmanagements Dr. Stefan Weiß beim wöchentlichen Update zur Corona-Lage in den RKH-Kliniken, zu denen auch die Rechbergklinik in Bretten, die Fürst-Stirum-Klinik in Bruchsal sowie das Krankenhaus und die Geriatrische Reha-Klinik in Mühlacker gehören. Weiß geht davon aus, dass die Talsohle der Krankenhauseinweisungen durchschritten ist und in einen langsamen Anstieg übergeht. Davon betroffen sind durch den milderen Verlauf, den Omikron mit sich bringt, vor allem die Normal-, weniger die Intensivstationen, auf denen landesweit immer weniger Patienten wegen Covid-19 liegen. Über 90 Prozent der Infektionen, die im Labor der Klinik nachgewiesen werden, rührten mittlerweile von dieser Virusmutante her.

"Vieles noch im Konjunktiv"

„Wir werden mehr Patienten, aber weniger Mitarbeiter haben“, resümierte RKH-Geschäftsführer Professor Dr. Jörg Martin die Auswirkungen der Omikron-Welle. Derzeit seien 79 Mitarbeiter in Quarantäne, Tendenz deutlich steigend. Man gehe davon aus, dass die Fallzahlen noch drei bis vier Wochen weiter ansteigen. „Die Prognosemodelle müssen sich erst auf Omikron einstellen, daher ist hier vieles noch im Konjunktiv“, betonte Weiß und plädierte für Vorsicht. Der Anteil derer, die auf Intensivstationen behandelt werden müssten, sei bei Omikron relativ gesehen kleiner als bei Delta. Bei der hohen Welle, in der man sich derzeit befinde, könne aber die absolute Zahl auch herausfordernd werden.

Häufigere Testung der Patienten

Momentan spiele sich die Pandemie vor allem im ambulanten Bereich ab, dass Erkrankte hospitalisiert werden, käme immer erst mit zeitlicher Verzögerung. Bei den etwas über 50 infizierten Patienten seien auch einige dabei, die wegen anderer Erkrankungen in den Kliniken seien und bei denen die Infektion dort erst entdeckt wurde. Das erhöhe den Aufwand, denn sie müssten ja isoliert und unter verschärften Hygieneregeln behandelt werden. Mit weiteren Fällen müsse man rechnen, daher würden auch die stationären Patienten mittlerweile häufiger getestet, nämlich dreimal die Woche und vor jeder Verlegung.

Kleiner Teil der Belegschaft möchte sich nicht impfen lassen

Professor Dr. Götz Geldner, Ärztlicher Direktor der Anästhesiologie im Klinikum Ludwigsburg und Koordinator der Versorgungscluster in Baden-Württemberg, berichtete, dass die Therapie-Empfehlungen für die Covid-Medikamente noch diese Woche an die niedergelassenen Ärzte und die Kliniken verteilt würden. Sie seien in der Frühphase einer Infektion für Risikopatienten vorgesehen, um Krankenhauseinweisungen zu verhindern und im Übrigen auch nicht frei von Nebenwirkungen.
15 bis 20 von insgesamt 8.000 Mitarbeitern hätten, so Martin, angekündigt, sich trotz der Impfpflicht, die in Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegebereichs ab 16. März gilt, nicht impfen zu lassen. „Das können wir kompensieren.“ Wie mit diesen verfahren würde, würde das Gesundheitsamt entscheiden. In diesem Zusammenhang hoffe man aber auch auf den so genannten Totimpfstoff Novavax, der noch im Februar zur Verfügung stünde und bereits bestellt sei.

Autor:

Katrin Gerweck aus Bretten

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